Starbulls treten auf der Stelle

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So einfach würde es gehen: Starbulls-Stürmer Alan Reader bei seinem Treffer zum 2:0 gegen Klostersee.

Rosenheim - Man könnte den Einleitungssatz der letzten Wochenend-Rückschau "Die Starbulls treten auf der Stelle" wiederholen. Allerdings darf auch eine Ergänzung nicht fehlen: Stillstand ist Rückschritt. **Heute Abend: Live-Chat auf rosenheim24.de**

Denn Dortmund hat sich (punktemäßig) fortbewegt und ist, obwohl zweitschwächstes Heimteam der Top Six, durch den Sonntags-Sieg nun bereits um acht Punkte enteilt.

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Aber auswärts reißen die Starbulls derzeit ja ohnehin nichts. Drei Niederlagen in Folge, dazu bereits fünf Reisen ohne Drei-Punkte-Sieg: So kann man in der Tabelle keinen Boden gutmachen! Bereits einmal, Ende November/Anfang Dezember, hat das Steer-Team heuer dreimal am Stück auswärts verloren, damals ausgerechnet bei den drei derzeitigen Nicht-Play-off-Klubs Tölz, Deggendorf und Füssen. Länger zurückblättern muss man allerdings, um die letzte Fünf-Spiele-Serie ohne einen einzigen richtigen Auswärtssieg zu finden. Zum Saisonende und Play-down 2008 blieben die Starbulls acht Spiele lang ohne einen Auswärts-Dreier, verloren dabei zweimal im Penalty-Schießen und gleich viermal nacheinander in Passau.

Aber wenigstens gab es am Freitag den ersten Saisonsieg gegen Klostersee, ein weiteres Team aus den unteren Tabellenregionen. Mitverantwortlich war auch die seltene "Torexplosion" mit zwei Treffern im ersten Drittel, nachdem die Starbulls erstmals nach sechs Spielen im Anfangsabschnitt überhaupt getroffen hatten. Und so gingen sie nach elf Spielen (!) in Folge endlich wieder einmal mit einer Führung ins Mitteldrittel, die sie nicht mehr abgaben. Fünf von erst sieben Matches, in denen Mitch Stephens & Co. nach zwanzig Minuten führten, endeten auch siegreich, allerdings ist auch die Bilanz der zehn Begegnungen, wo der Gegner zur ersten Pause in Führung lag, positiv: Sechs von zehn gewannen die Starbulls noch.

Die Niederlage in Dortmund war übrigens fast ein Duplikat der Rosenheimer Heimniederlage gegen den Aufsteiger vor fünf Wochen. Die Drittelergebnisse waren gleich (0:1, 0:0, 1:2), Vitali Stähle besiegelte die Niederlage endgültig mit einem Empty-Net-Goal, lediglich das "Ehrentor" fiel zu einem anderen Zeitpunkt. Während Stephan Gottwald am Sonntag auf 1:2 verkürzte, hatte damals Alan Reader vorübergehend für den 1:1-Ausgleich gesorgt. Apropos: Reader ist neben Mitch Stephens und Ron Newhook heuer erst der dritte Starbull, dem es bereits zweimal gelang, mehr als einen Treffer in einem Spiel zu erzielen. Und Gottwald kommt in den letzten Wochen dem Begriff "Torjäger" noch am nächsten, hat er doch in vier der letzten fünf Begegnungen ins Schwarze getroffen. Am regelmäßigsten scort aber immer noch Mitch Stephens: Nimmt man das 0:1 in Peiting aus, ist der jetzige Topscorer seit zehn Spielen nicht mehr ohne Scorerpunkt geblieben.

Grundverschieden waren die beiden Wochenendspiele, was die Strafminuten anging. Nur je vier Minuten in Dortmund bedeuteten die zweitniedrigste Strafenzahl in Rosenheims Oberliga-Historie. Nur einmal hatte es mit insgesamt sechs Minuten noch stärker verwaiste Strafbänke gegeben, zwei weitere Male war es bei ebenfalls acht Minuten geblieben. Am Freitag dagegen kühlten die "Kühlboxen" selten ab. Insgesamt 44 Minuten (ohne eine einzige Disziplinarstrafe) sorgten für einen Saisonrekord an kleinen Strafen (bisher viermal 34 Minuten). Aufgrund der paritätischen Verteilung nach den Faustkämpfen hielt sich die Powerplay/Unterzahl-Zeit allerdings in Grenzen. Allerdings zogen sich die Starbulls bei der mehrminütigen Drei-gegen-Fünf-Phase im Anfangsdrittel prächtig aus der Affäre und haben seit dem letzten Gegentor gegen Landsberg aktuell schon wieder 18 Unterzahl-Situationen von fast 25 Minuten Länge erfolgreich "gekillt". Wenigstens dabei sind die Starbulls spitze...

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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