Starbulls verlieren Spiel vier in Heilbronn

"Die Gegentore haben wir alle selbst verschuldet!"

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Heilbronn - Bis knapp zur "Halbzeit" lief es ganz gut für die Starbulls in Spiel vier in Heilbronn. Schwächen im Powerplay und "doofe" Gegentore führten die Grün-Weißen dann aber auf die Verliererstraße. *NEU: Video*

Letztlich unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Dienstagabend vor 1.568 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena deutlich mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) und mussten damit in der Best-of-Seven-Serie den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Damit steht fest: Die Serie geht mindestens bis Sonntag weiter! Die Starbulls müssen aber die Kräfte bis Freitag gehörig bündeln, um für das fünfte Aufeinandertreffen in der Playdown-"Schlacht" wieder bereit zu sein.


Hektik und Härte

Rosenheim musste ohne den krankheitsbedingt fehlenden Finnen Joonas Valkonen - dessen Position in der Verteidigung übernahm Gustav Veisert, Veit Wieczorek rückte in die vierte Angriffsreihe - zunächst eine anfängliche Drangphase der Falken überstehen. Chancen waren anschließend beiderseits eher Mangelware, ehe ein Starbulls-Patzer an der Bande und ein schneller Pass in die Mitte zur Führung für die Unterländer führten: Kevin Lavallee "tunnelte" Timo Herden in der 10. Minute zum 1:0.

Rosenheim hatte darauf aber sofort die passende Antwort. Nur 86 Sekunden später stand Tyler Scofield nach einem starken Schuss von Max Vollmayer und einer guten Parade von Andrew Hare am langen Pfosten goldrichtig und staubte zum Ausgleich ab. Spielerisch war`s das im ersten Drittel, anschließend gab`s Hektik und Härte - und Tyler McNeely machte sich einmal mehr beim gegnerischen Publikum "beliebt", indem er fernab des Spielgeschehens seinem Namensvetter Tyler Gron ordentlich checkte und dabei ohne Strafe davonkam.


Mittelabschnitt völlig anders

Der Mittelabschnitt war vom Charakter her völlig anders: Nach einem frühen Lattenschuss von Ville Järveläinen, der diesmal anstelle von Nik Pem im Aufgebot stand und viel Energie ins Spiel brachte, entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Rosenheim offenbarte aber einmal eklatante Schwächen im Überzahlspiel und ließ sogar ein 80-sekündiges Fünf gegen Drei ungenützt. Dies bestraften die Falken unter gütiger Mithilfe der Rosenheimer kurz darauf: Nach einem Querpass durchs Offensivdrittel schlenzte Steven Bär die Scheibe aufs Tor. Vom Schoner Timo Herdens prallte der Puck Markus Eberhardt ans Schienbein und von dort ins Tor - 2:1, unglücklicher gehts kaum mehr (29.).

Die Oberbayern hatten anschließend in Unterzahl aber Riesenkonterchancen durch Scofield und Micky Rohner. Dann fabrizierte aber Stephan Kronthaler hinter dem eigenen Tor einen dicken Patzer, was Rylan Schwartz nach zwei vergeblichen Versuchen seiner Kollegen letztlich mit einem Schuss unter die Latte zum 3:1 nützte (36.). In den letzten Minuten vor der Sirene bewahrte Herden seine Farben dann gar vor einem noch höheren Rückstand.

Video: Die Highlights der Partie

Laues Lüftchen im letzten Drittel

Das letzte Drittel ist dann eigentlich schnell erzählt: Der vermeintlich verheißungsvolle Starbulls-Start mit zwei dicken Chancen durch Scofield und Greg Classen erwies sich rasch als "laues Lüftchen". Vielmehr zog Heilbronn noch einmal das Tempo an und machte spätestens durch das 4:1 von Schwartz alles klar (51.). Vorausgegangen war wieder ein individueller Fehler der Starbulls. Am Ende muss man klar konstatieren, dass es einzig und allein Herden zu verdanken war, dass die Pleite nicht noch deftiger ausfiel.

"Die Tore, die wir bekommen haben, haben wir eigentlich alle selbst verschuldet. Der Schlüssel war aber sicher heute das Überzahl- und Unterzahlspiel. Heilbronn hat das in Unterzahl gut gemacht und wir hatten eigentlich diesbezüglich was anderes vor. Beim Fünf gegen Drei hätten wir ein Tor machen müssen", konstatierte Starbulls-Coach Franz Steer. Kollege Gerhard Unterluggauer war zufrieden: "Im ersten Drittel war wenig Spielfluss da, aber danach sind wir recht gut ins Spiel gekommen. Das erfolgreiche Drei gegen Fünf war anschließend für uns sehr wichtig und hat uns Selbstvertrauen gegeben", so Falken-Coach Gerhard Unterluggauer. Spiel fünf findet am Freitag, 19.30 Uhr, in Rosenheim statt.

Das Spiel in der Statistik: 

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) 

Tore: 1:0 (10.) Kevin Lavallée (Kyle Helms, Thomas Gödtel), 1:1 (12.) Tyler Scofield (Max Vollmayer, Joseph Lewis), 2:1 (29.) Markus Eberhardt (Steven Bär, Thomas Gödtel), 3:1 (36.) Rylan Schwartz (Tyler Gron, Justin Kirsch), 4:1 (51.) Rylan Schwartz (Jonathan Harty, Kyle Helms). 
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe (Bad Nauheim).
Strafen: Heilbronn 10 - Rosenheim 12. 
Zuschauer: 1.568.

Quelle: rosenheim24.de

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