Starbulls beurlauben Trainer Franz Steer

Vorstand: "Beurlaubung hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet"

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"Ich muss die Entscheidung so hinnehmen und wünsche der Mannschaft und Tom Schädler viel Erfolg", kommentiert Steer seine Beurlaubung gegenüber dem OVB.

Rosenheim - Paukenschlag bei den Starbulls: Der DEL2-Klub hat die Konsequenzen aus der anhaltenden sportlichen Talfahrt gezogen und Trainer Franz Steer am Montag mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

UPDATE, 19.20 Uhr - Erneute Pressemitteilung der Starbulls

Nach der 0:5 Niederlage am vergangenen Sonntag gegen die Heilbronner Falken und dem damit verbundenen Gang in die zweite Runde der Playdowns haben wir uns als Vorstände einstimmig entschieden unseren langjährigen Trainer Franz Steer zu beurlauben. 


Aufgrund des großen Echos im gesamten Umfeld des Vereins möchten wir nochmals wie folgt Stellung nehmen und auch auf Kritik eingehen:

Ausgenommen von einer Meisterschaftsfeier gibt es für einen so hochverdienten Trainer wie Franz Steer wohl keinen richtigen Zeitpunkt einen Verein zu verlassen. So ist auch eine Beurlaubung alles andere als ein gebührender Abschied für den, der den Aufstieg der Starbulls in die zweite Liga geschafft hat, mit Rosenheim DEB-Pokalsieger geworden ist und sogar den Einzug ins Playoff-Finale erreicht hat. Persönlich hätte sich die gesamte Vorstandschaft einen „passenderen“ Abschied mit dem Klassenerhalt für Trainer Franz Steer gewünscht und im vollen Vertrauen darauf, dass der Klassenerhalt gegen Heilbronn gelingen würde, haben wir Vorstände dem Trainer auch das volle Vertrauen für die Serie ausgesprochen.


Sowohl die seit längerer Zeit bereits getroffene Entscheidung nächste Saison nicht mehr mit Franz Steer zu planen, als auch die aktuelle Beurlaubung ist uns Vorständen alles andere als leicht gefallen und hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet. Viele intensive Gespräche sowie die Art und Weise der letzten drei Niederlagen gegen Heilbronn haben uns zu der Entscheidung kommen lassen, den letzten uns zur Verfügung stehenden Hebel einzusetzen einen Trainerwechsel zu vollziehen, um mit Thomas Schädler neuen Wind in die Mannschaft zu bringen. Der Zeitpunkt für eine Beurlaubung eines so loyalen, engagierten und anständigen Trainers wie Franz Steer wird nie der Richtige sein.

Am liebsten wären wir zum heutigen Tag bereits in der Sommerpause und hätten am Wochenende unserer Schüler-Mannschaft bei ihrem deutschen Meistertitel zugejubelt. Eine mehr als unglaubliche Leistung des Teams um Oliver Häusler, welche in der aktuellen Situation leider völlig untergeht.

Für alle Fans und Beteiligten heißt es nun alles für den Verein und den Klassenerhalt in der DEL2 zu geben. Für weitere Fragen und Diskussionen zur aktuellen Situation stehen wir am morgigen Mittwoch, dem 29. März um 19.00 Uhr in der Stadiongaststätte zur Verfügung.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

UPDATE, 9.10 Uhr - Pressemitteilung Starbulls:

Die Starbulls Rosenheim beurlauben ihren Trainer Franz Steer. Nach der 0:5-Niederlage in Heilbronn und dem damit verbundenen Aus in der ersten Playdown-Runde steht die Mannschaft nun vor der ultimativen Prüfung gegen Crimmitschau. Für die bevorstehende Best-of-Seven-Runde möchte die Vorstandschaft der Starbulls alles versuchen, um den Klassenerhalt zu stemmen. Die Verantwortung an der Bande übernimmt der Cheftrainer der Nachwuchsmannschaften Thomas Schädler.

Franz Steer begleiten ausdrücklich die besten Wünsche des gesamten Vereins, der ihm für die vergangenen Jahre zu tiefem Dank für das viele Herzblut und geleistete Engagement verpflichtet ist.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

UPDATE, 8.05 Uhr:

Der zweite Starbulls-Vorstand Stephan Gottwald, der im Gremium für die sportlichen Belange zuständig ist, erläuterte im OVB zudem genauer die Gründe für die Entscheidung gegen Steer: "Ausschlaggebend waren die beiden letzten Spiele gegen Heilbronn. Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass wir die Liga halten und das letzte Rad, das wir jetzt noch drehen können, ist die Trainerposition."

Nach Informationen von rosenheim24.de gab es am Montagabend zudem bei einer Krisensitzung im Emilo-Stadion, die offenbar ohne Steer stattfand, auch Einzelgespräche mit Spielern. "Wir wollten durch eine Veränderung neue Motivation schaffen und den einen oder anderen Spieler wachrütteln. Es muss jetzt auch der Letzte kapieren, um was es geht!

Denn in der Serie gegen Crimmitschau geht es für die Starbulls um extrem viel. Ein Abstieg in die Oberliga würde das Profi-Eishockey in der Innstadt weit zurückwerfen. Ob Tyler McNeely ab Freitag wieder mitwirken kann, ist unklar. Doch immerhin hat der Kanadier nach seiner Virus-Erkrankung das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

DNL-Trainer Thomas Schädler übernimmt die Nachfolge.

Die Erstmeldung:

Steers Nachfolge tritt DNL-Coach Thomas Schädler an, unterstützt vom bisherigen Co-Trainer Martin Reichel. Das berichten die OVB Heimatzeitungen in ihrer Dienstagsausgabe. "Als ich gefragt wurde, ob ich die Serie gegen Crimmitschau als verantwortlicher Coach übernehmen kann, sagte ich zu. Wenn ich meinem Verein damit helfen kann, mache ich das natürlich", wird Schädler vom OVB zitiert.
Zudem spricht die Zeitung von "fast tragischen Zügen" im Zusammenhang mit der Freistellung Steers. Denn am Mittwoch wäre der Niederbayer insgesamt 3333 Tage, also über neun Jahre, im Amt gewesen.

Dem OVB gegenüber erklärte der Starbulls-Vorstand, die Entscheidung zur Beurlaubung Steers sei nach der 0:5-Niederlage gegen Heilbronn am Sonntag gefallen. Steer selbst kommentierte gegenüber der Zeitung: "Ich muss die Entscheidung so hinnehmen und wünsche der Mannschaft und Tom Schädler viel Erfolg."

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

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