Taktisch klug gespielt gegen Selber Wölfe

Die Serie hält: Starbulls holen fünften Heim-Dreier in Folge

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Rosenheim - Die Starbulls haben gegen die Selber Wölfe den fünften Dreier auf eigenem Eis in Folge feiern dürfen. Vor 2.593 Zuschauern gewannen die Grün-Weißen am 30. Spieltag gegen die wiedererstarkten Oberfranken verdient mit 3:1.

Zwei Drittel lang war die Partie gegen den um die Qualifikation für Meisterrunde und Playoffs kämpfenden Gegner völlig offen. Im letzten Spielabschnitt stellten die Starbulls dann aber früh die Weichen auf Heimsieg, überzeugten mit einer taktisch klugen Leistung und ließen dem Gegner kaum eine Chance, der Partie noch eine Wende zu geben.

Das erste Drittel zeigte sich schnell und intensiv, aber auf beiden Seiten arm an klaren Torchancen. Ein Tor lag lediglich beim ersten Überzahlspiel der Starbulls in der Luft. Fabian Zick scheiterte dabei, nachdem er – nicht geahndet vom Hauptschiedsrichter – vom Schläger eines Gästeverteidigers im Gesicht bearbeitet wurde, aus kurzer Distanz (8.). Und zwei Weitschüsse von Maximilian Vollmayer zischten knapp am Pfosten vorbei (9.). Bei einer weiteren Powerplay-Situation entfachten die Hausherren dann aber kaum noch nennenswerte Torgefahr. Die Gäste aus Selb hatten ihre beste Einschussmöglichkeit nach sechs Minuten, als Ian McDonald am sicheren Rosenheimer Torwart Luca Endres scheiterte.

Wesentlich turbulenter ging es nach der ersten Pause weiter. Steven Bär prüfte sofort mit zwei satten Schüssen Starbulls-Keeper Endres, dann verfehlte der so stark eingeschlagene neu verpflichtete tschechische Stürmer Pavel Pisarik das Rosenheimer Tor nur knapp. Im Gegenzug parierte Selbs Schlussmann Niklas Deske stark gegen Vollmayer, musste Sekunden später aber doch hinter sich greifen: Einen überlegten Diagonalpass von Kevin Slezak, der sein erstes Spiel nach sieben Wochen Verletzungspause bestritt, verwertete Dimitri Litesov aus kurzer Distanz durch die „Hosenträger“ von Deske zum 1:0 (22.). Die Führung der Hausherren hatte aber keine drei Minuten Bestand. Landon Gare tauchte, von Pisarik eingesetzt, frei vor Torwart Endres auf, der den Einschlag zunächst verhinderte – doch die Scheibe rutschte in einer aufgrund von mehreren in den Torraum eindringenden Spielern unübersichtlichen Situation irgendwie doch noch über die Torlinie – 1:1 (25.).

Die Oberfranken waren nun das druckvollere Team, und Starbulls-Keeper Endres konnte sich mehrfach auszeichnen – insbesondere, als die Gäste gegen Drittelende über eine Minute lang mit zwei Spielern mehr agieren konnten. Starbulls-Coach John Sicinski lobte nach der Partie aber auch den leidenschaftlichen Defensiv-Kampf seiner Mannschaf, die mit Geschick und etwas Glück – einmal rettete das Torgestänge – den Selber Führungstreffer verhinderte. Doch auch auf der anderen Seite hätte gut und gerne ein Tor fallen können: Bei einem schnellen Gegenstoß fuhr Daniel Bucheli frei auf Torwart Deske zu, hätte auch noch auf Slezak querlegen können, schloss aber selbst ab und zielte knapp vorbei (31.). Bei einem satten Schuss von Michael Baindl rettete Deske per Reflex mit dem Schoner (34.) und bei einem Rosenheimer Überzahlspiel kurz vor der Pausensirene traf Tadas Kumeliauskas den Pfosten des Gästetores (40.).

Im dritten Spielabschnitt stellten die Gastgeber die Weichen dann aber frühzeitig auf Heimsieg. Einen Schuss von Marinus Reiter konnte der durch Fabian Zick irritierte Gästekeeper nicht festhalten, und Michael Baindl versenkte die zur Seite abgeprallte Scheibe aus ganz spitzem Winkel im offenen Tor zum 2:1 (43.). Eine Minute später schaffte der sonst so abschlussstarke Kumeliauskaus das Kunststück, den Puck aus einem knappen Meter über die Latte des leeren Selber Tores zu löffeln. Die Starbulls aber hielten den Druck aufrecht und durften jubeln, nachdem Matthias Bergmann von der blauen Linie abgezogen hatte und Deske, dem die Sicht verstellt war, den Flachschuss passieren ließ – 3:1 (45.). Baindl, der Keeper Deske zu einer Glanzparade zwang (46.), und Kumeliauskas, der erneut den Pfosten traf (48.), hätten auf 4:1 erhöhen können. Vor allem aber überzeugten die Gastgeber nun damit, kaum noch gegnerische Torchancen zuzulassen. Nicht nur John Sicinski, sondern auch Gästetrainer Henry Thom attestierte der Starbulls-Mannschaft eine taktisch hervorragende Leistung in dieser entscheidenden Phase der Partie, so dass der fünfte Starbulls-Heimdreier in Folge kaum noch in Gefahr geriet. Lediglich bei eigener Überzahl ließen die Hausherren einen Gegenstoß zu – und hatten Glück, dass der auf Torwart Endres zufahrende Landon Gare die Einladung zum Anschlusstreffer nicht annahm (50.).

Pressemeldung Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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