4:2 gegen Spitzenreiter Bremerhaven

MacLeod mit drei Toren als Sieggarant

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War mit drei Treffern der Mann des Abends: Wade MacLeod.
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Rosenheim - Trotz einiger Verletzter toll gekämpft und den Spitzenreiter niedergerungen - die Starbulls boten am Abend eine über weite Strecken überzeugende Vorstellung! *NEU: Fotos & Videos*

In einem flotten, spannenden und phasenweise richtig guten Match haben sich die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend mit 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) gegen die Fischtown Pinguins durchgesetzt und damit dafür gesorgt, dass der Tabellenführer erstmals in dieser Saison auswärts komplett ohne Punkte blieb. Dabei machten es die Grün-Weißen aber wieder unnötig „kompliziert“: Nach einer scheinbar komfortablen 3:0-Führung ließen sie die Gäste von der Nordsee binnen eineinhalb Minuten auf ein Tor herankommen, so dass bis 60 Sekunden vor Schluss um den Sieg gebangt werden musste. Dann machte der überragende Wade MacLeod mit seinem dritten Treffer des Abends alles klar. Auch Keeper Timo Herden machte ein bärenstarkes Spiel.

Auch Vallorani fehlt verletzt

Vor 2.328 Besuchern im Kathrein-Stadion konnten die Hausherren zwar wieder auf Tobias Thalhammer zurückgreifen. Dafür fehlten aber Peter Lindlbauer, Max Meirandres und Simon Fischhaber weiterhin verletzt. Auch David Vallorani musste kurzfristig passen. „Overbody Injury“, gab es von Trainer Franz Steer dazu hinterher vielsagend zu hören.

Doch trotz der Ausfälle boten die Innstädter eine über weite Strecken überzeugende Leistung. Das Spiel der „Special Teams“ stimmte diesmal – und als die Gastgeber den anfänglichen Druck der Bremerhavener überstanden hatten und ein Pinguin gerade von der Strafbank zurückkehrte, schnappte sich MacLeod einen Abpraller von Torhüter Jonas Langmann und traf aus spitzem Winkel sehenswert ins kurze Eck – 1:0 (13.).

Video: Die Highlights der Partie

Nach dem ersten Wechsel erwischten die Hausherren einen Traumstart: MacLeod stand nach einem maßgenauen Zuspiel von CJ Stretch im Slot völlig frei und schaufelte den Puck unhaltbar in den linken Winkel (21.). Gespielt waren da gerade mal 20 Sekunden. Und es kam noch besser, als Stefan Loibl aus dem linken Bullykreis abzog und Langmann bei dem strammen Schuss die Fanghand nicht rechtzeitig hochbrachte – 3:0 (23.).

Bremerhaven kommt zurück

Obwohl die Starbulls auch in Unterzahl eine gute und disziplinierte Leistung boten, zeigten die Gäste in der Folge kurzzeitig, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Nur fünf Sekunden brauchten die Pinguine mit zwei Mann mehr auf dem Eis, um durch Tim Miller den Anschlusstreffer zu erzielen (27.). Und nur eineinhalb Zeigerumdrehungen später „klingelte“ es erneut hinter Herden, als der eingebürgerte Amerikaner Gabe Güntzel nach einem Zuspiel in zentraler Position nicht lange fackelte und trocken ins lange Eck traf (29.).

Starbulls vs. Fischtown Pinguins

Anschließend entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, das bis zum Schluss hochspannend blieb. Stretch, MacLeod oder Andrej Strakhov hätten die Partie für die Starbulls frühzeitig entscheiden können, auf der Gegenseite glänzte Herden mit zwei „Monstersaves“ gegen Patrick Klöpper und Jordan Owens. Den Sieg endgültig unter Dach und Fach brachte schließlich MacLeod genau 60 Sekunden vor dem Ende, als die Starbulls die Scheibe über die Bande aus dem eigenen Drittel brachten und der Kanadier schließlich alle Zeit der Welt hatte, diese im inzwischen verwaisten Pinguins-Kasten unterzubringen.

„Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung meines Teams. Bei Fünf gegen Fünf war meine Mannschaft klar besser, aber wir haben zu viele Strafen kassiert und Rosenheims Torhüter hat sehr stark gespielt“, analysierte Gästetrainer Benoit Doucet, der übrigens einst zusammen mit dem Kollegen Steer Anfang der 90er-Jahre beim EV Landshut in einer Mannschaft gespielt hatte.

Dieser musste erst einmal tief durch schnaufen: „Die beiden Spiele am Wochenende haben verdammt viele Nerven gekostet – aber nicht, weil uns der Gegner immer an die Wand spielt, sondern weil wir uns oft einfach das Leben selber schwer machen!“ Steer bemängelte vor allem Scheibenverluste im Spielaufbau und einige unnötige Strafen. Deswegen will er sich nun den ganzen Montag bei der Jagd erholen, um anschließend dann mit voller Energie die nächsten Aufgaben angehen zu können. Denn am Freitag wartet bereits das prestigeträchtige Derby gegen den SC Riessersee (19.30 Uhr, Kathrein-Stadion).

Video: Die Pressekonferenz

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) 

Tore: 1:0 (13.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Christian Neuert), 2:0 (21.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Christian Neuert – Überzahl-Tor), 3:0 (23.) Stefan Loibl (CJ Stretch, Max Renner – Überzahl-Tor), 3:1 (27.) Tim Miller (Cody Lampl, Björn Bombis – Überzahl-Tor 2), 3:2 (29.) Gabe Güntzel (David Zucker, David Stieler – Überzahl-Tor), 4:2 (59.) Wade MacLeod (CJ Stretch – Empty Net Goal).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 10 – Bremerhaven 26.

Zuschauer: 2.328.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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