Trotz Pleite gegen DEL2-Meister Frankfurt

Starbulls ziehen sich sehr achtbar aus der Affäre

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Rosenheim - Die Starbulls haben das Vorbereitungsspiel gegen die Frankfurter Löwen am Freitagabend mit 1:4 verloren. Der Oberligist zog sich gegen den DEL2-Meister aber mehr als achtbar aus der Affäre:

Die knapp 1.000 Zuschauer im emilo-Stadion sahen dabei nicht nur ein rassiges Eishockeyspiel, sondern auch eine dem amtierenden Zweitliga-Meister über weite Strecken ebenbürtige Rosenheimer Mannschaft. Die Grün-Weißen gingen sogar verdient mit 1:0 in Führung, mussten sich aber letztlich den klassenhöheren Gästen beugen, bei denen bezeichnender Weise die beiden Torhüter – Förderlizenspieler von Erstligist Adler Mannheim – zu den besten Akteuren zählten.

Starbulls-Coach Manuel Kofler modifizierte die Reihenzusammenstellungen im Vergleich zu den bisherigen Testspielen und ließ diesmal Christoph Echtler neben den finnischen Kontingentspielern Jussi Nättinen und Petri Lammassaari stürmen. Die zweite Sturmreihe bildeten Michael Baindl, Michael Fröhlich und Dominik Daxlberger, im dritten Sturm spielten Fabian Zick, Daniel Bucheli und Yannick Wenzel. Die vierte Sturmreihe mit Andreas Nowak, Thomas Reichel und Valentin Hein bekam ebenfalls von Beginn an regelmäßig Eiszeit. Simon Heidenreich schlüpfte wiederum in die Verteidiger-Rolle – an der Seite von Matthias Bergmann –, die beiden anderen Defensiv-Paare bildeten Tobias Draxinger und Maximilian Vollmayer sowie Florian Krumpe und Christoph Gottwald.

Die offiziell 936 Zuschauer im emilo-Stadion waren natürlich auf das Auftreten der Ex-Starbulls-Stürmer C.J. Stretch und Wade Mac Leod im Trikot der Gäste gespannt, die aber zunächst kaum in Erscheinung traten. Im Fokus stand ein anderer ehemaliger Rosenheimer, nämlich Löwen-Torwart Hannibal Weitzmann. Er hatte in der Anfangsphase alle Hände voll zu tun, um gegen Gottwald, Bucheli, Reichel und Daxlberger die Rosenheimer Führung zu verhindern. Nach der neunten Zeigerumdrehung rettete er noch spektakulär gegen Zick, war dann aber gegen den abstaubenden Daniel Bucheli geschlagen (10.). Die Starbulls führten mit 1:0 – und das aufgrund der Mehrzahl an Torchancen und eines sehr durchdachten Spielkonzeptes verdient!

Es folgte ein offener Schlagabtausch. Für die plötzlich deutlich druckvoller agierenden Gäste scheiterten Tyler Gron, Wade Mac Leod und Nils Liesegang am stark haltenden Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer, auf der Gegenseite traf Michael Fröhlich nur den Pfosten (12.). Rosenheim roch am 2:0 – und wurde eiskalt erwischt. In der zu offenen Starbulls-Defensive fand der Ex-Heilbronner Gron genau die Schnittstelle und verwerte einen perfekten Pass frei vor Steinhauer zum 1:1 (13.). Weil die Hausherren danach ein sehr ordentlich anmutendes Powerplay nicht in die erneute Führung ummünzen konnten, ging es mit diesem Spielstand auch in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Gäste aus der Bankenmetropole am Main dann ihrer Favoritenrolle aber von Beginn an voll gerecht. Immenser Druck vom ersten Anspiel weg führte schon nach 27 Sekunden zum Führungstreffer. Nach Zuspiel von Pawel Dronia und Stretch mogelte schließlich Matthew Pistilli die Hartgummischeibe unter den Schonern von Steinhauer hindurch über die Rosenheimer Torlinie zum 1:2 (21.). Und in der 24. Spielminute – die Gäste agierten in Überzahl – schloss Brett Breitkreuz eine schnelle Kombination über Stretch und Dominik Tiffels zum 1:3 ab.

Die Starbulls mussten nicht nur diesen doppelten Gegenschlag verkraften, sondern auch den Ausfall von Valentin Hein, der nach einem Foul von Dalton York in die Kabine musste. Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels brachte die Kofler-Truppe das Gästetor wieder in Gefahr – dafür aber gleich mehrfach: Vollmayer, Bucheli und Lammassaari scheiterten bei schnellen Gegenstößen völlig frei am seit der 31. Spielminute im Gästetor stehenden Florian Proske. Nättinen hatte im Powerplay ebenfalls zweimal den Anschlusstreffer auf dem Schläger, verzog aber jeweils knapp (38.). Spätestens jetzt wäre der zweite Rosenheimer Treffer mehr als verdient gewesen.

Erneut im Powerplay, diesmal durch Bucheli und Lammassaari, hätten die Hausherren gleich zu Beginn des Schlussdrittels das Anschlusstor erzielen können. Doch erneut zeichnete sich Torwart Prsoke mehrfach aus. Danach verflachte die zuvor durchgehend rassige Partie etwas. Weil die Defensivreihen auf beiden Seiten konsequent und diszipliniert agierten, gab es kaum noch klare Torchancen. Eher ein Zufallsprodukt war daher auch der Schlusspunkt der Partie, den Erich Seeger nach Zuspiel von Eric Stephan und Eric Valentin frei vor Steinhauer ins rechte Toreck setzte – 1:4 (51.).

Pressemeldung Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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