Schwache Leistung gegen Heilbronn in Spiel fünf

Pfosten, Latte und "grausames" Powerplay führen zu Heimdebakel

+

Rosenheim - Das war mal gar nichts, liebe Starbulls: Mit einer deftigen Heimklatsche gegen die Heilbronner Falken in Spiel fünf der Playdown-Serie haben sich die Grün-Weißen mächtig unter Zugzwang gebracht.

Vor erwartungsfrohen 2.752 Besuchern im Emilo-Stadion verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler am Freitagabend nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung sang- und klanglos mit 1:5 (1:1, 0:1, 0:3) und müssen damit am Sonntag in Heilbronn zwingend gewinnen, um ein entscheidendes siebtes Aufeinandertreffen zu erzwingen (Serienstand: 2:3). Sonst wartet auf die Starbulls eine weitere mehr als unangenehme Serie gegen die Eispiraten Crimmitschau, die am Freitagabend gegen Bad Nauheim endgültig den Kürzeren zogen. Und über allem schwebt das Damoklesschwert "Oberliga-Abstieg".


Ohne Valkonen und McNeely

Natürlich kann man aus Rosenheimer Sicht anführen, dass die Ausfallliste wieder einmal mehr als lang war. Neben den langzeitverletzten Baindl, Fischhaber, Lindlbauer und Heidenreich ging es auch beim Finnen Joonas Valkonen wie schon am Dienstag beim 1:4 in Spiel vier krankheitsbedingt nicht. Hinzu kam diesmal auch noch der Ausfall von Tyler McNeely, der an allen Ecken und Enden fehlte und in keiner Phase zu ersetzen war. Da auch die Youngster Veit Wiecozek und Valentin Hein fehlten, standen Trainer Franz Steer nur drei Reihen zur Verfügung.

Als Entschuldigung für den alles in allem schwachen Auftritt herhalten kann dies alles jedoch nicht. Denn begonnen hatte die Partie eigentlich recht verheißungsvoll. Leopold Tausch hatte eine erste Chance - und nach einem Latten schuss von Tyler Scofield machte es Gustav Veisert in der 9. Minute besser und entschied sich bei einem "Zwei auf Eins" richtigerweise für einen eigenen Abschluss - 1:0 für die Starbulls! Heilbronn antwortete jedoch prompt und Jordan Heywood bugsierte die Scheibe gegen eine inkonsequente Starbulls-Abwehr aus kurzer Distanz über die Linie (10.).


Anschließend wurde die Begegnung für kurze Zeit zerfahrener, doch spätestens ab Mitte des zweiten Drittels wurden die Gäste immer dominanter. Davor hatten die Starbulls in Überzahl Pech, dass Micky Rohner per Schlagschuss nur den rechten Pfosten getroffen und Greg Classen die Scheibe kurz darauf knapp über den Querbalken gesetzt hatte. Insgesamt war das Powerplay der Starbulls aber einmal mehr ein sportlicher Offenbarungseid. Das musste auch Steer einräumen: "In Überzahl haben wir leider wieder einmal viel zu wenig geschossen, das war grausam."

Video: Die Highlights der Partie

Heilbronn zieht davon

Noch grausamer wurde es ab der 40. Minute: Kurz vor der Sirene erzielte der starke Tyler Gron zunächst das 1:2 - ein Treffer, der sich abgezeichnet hatte, nachdem Heilbronn schon davor durch Rylan Schwartz und Jonathan Harty dicke Gelegenheiten gehabt hatte. Und als Schwartz in Minute 44 zum 1:3 traf, war die Messe aus grün-weißer Sicht gelesen. "Dieses Tor hat uns das Genick gebrochen. Bis dahin war das Spiel völlig offen. Wenn wir im zweiten Drittel in Führung gehen, dann kann das Spiel ganz anders laufen", so Steer, der anschließend mitansehen musste, wie Heilbronn das Ergebnis durch Kyle Helms (52.) und Lavallée (53.) noch deutlich nach oben schraubte. Ein Aufbäumen von Seiten der Starbulls war da längst nicht mehr zu erkennen.

Gästecoach Gerhard Unterluggauer war am Ende sehr zufrieden. "Wir waren anfangs sehr verkrampft und haben oft nur zugeschaut. Man hat beiden Teams angemerkt, dass sie keinen Fehler machen wollten. Rosenheim war aber laufwilliger und wir waren zu weit weg vom Mann. Erst im letzten Drittel haben wir dann so gespielt, wie ich mir das vorstelle", meinte der Österreicher, der mit seiner Mannschaft am Sonntag (18.30 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) den ersten "Matchpuck" hat. Rosenheim hingegen muss schleunigst zusehen, diese Leistung aus den Beinen und vor allem Köpfen zu schütteln!

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Heilbronn Falken 1:5 (1:1, 0:1, 0:3)

Tore: 1:0 (9.) Gustav Veisert (Manuel Edfelder, Christian Neuert), 1:1 (10.) Jordan Heywood (Ville Järveläinen, Kevin Lavallée), 1:2 (40.) Tyler Gron (Justin Kirsch, Rylan Schwartz), 1:3 (44.) Rylan Schwartz (Tyler Gron, Tobias Kircher), 1:4 (52.) Kyle Helms (Kevin Lavallée, Ville Järveläinen), 1:5 (53.) Kevin Lavallée (Ville Järveläinen, Patrick Kurz).
Schiedsrichter: Lasse Kopitz (Köln).
Strafen: Rosenheim 4 plus 10 gegen Max Vollmayer - Heilbronn 12.
Zuschauer: 2.752.

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare