Eishockey-Kracher im emilo-Stadion

Starbulls siegen souverän gegen Erzrivalen Landshut

Rosenheim - Zu einem echten Eishockey-Highlight kam es am Freitag Rosenheimer emilo-Stadion. Die Starbulls konnten den Derby-Gegner mit 6:3 in die Knie zwingen.

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Zusammenfassung:

Im ersten torlosen Drittel übernahmen die Starbulls von Beginn an die Kontrolle über das Spiel, hatten deutlich mehr Scheibenbesitz und setzten die Gäste aus Landshut immer wieder mit spielerischen Mitteln unter Druck - ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Erst gegen Ende des ersten Drittels kam der EVL langsam in das Spiel.

Mit Beginn des zweiten Drittels nahm die Partie Fahrt auf, beide Teams kamen mit Offensivdrang aus der Kabine. In Überzahl gingen die Starbulls durch Michael Rohner in Führung, Vitezslav Bilek hatte von rechts mustergültig serviert, Michael Rohner nahm die Scheibe direkt und knallte sie links unten in das Landshuter Eck. Das war der Wachmacher für die Gäste, die nach der Führung kurzzeitig das Kommando übernahmen und die Rosenheimer immer wieder im eigenem Drittel einschnürten. Binnen 23 Sekunden drehten die Landshuter durch Tore von Bill Trew und Peter Abstreiter die Partie und gingen mit 2:1 in Führung. Einige bange Situationen mussten die Starbulls nach dem Rückstand überstehen, ehe sie selbst wieder Landshut unter Druck setzten konnten. Einen Schuss von Mathias Bergmann in der 32. Minute konnte Engelbrecht nicht festhalten, Michael Baindl war zur Stelle und erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. Nur 38 Sekunden später gingen die Starbulls durch Fabian Zick in Führung, Florian Krumpe mit einem scharfen Querpass vor das Landshuter Tor, Zick hält den Schläger hin und markiert die erneute Führung für die Heimmannschaft. Doch 49 Sekunden vor Ende des Zweiten Drittels war Stefan Reiter mit einem Abstauber erfolgreich zum 3:3.

Im letzten Drittel waren wenige Minuten gespielt als der Landshuter Jackson Kuhn nach einem Check gegen Max Vollmayer eine 5 Minuten+ Spieldauer bekam und damit den Weg zum Sieg für die Starbulls frei machte. In Überzahl erzielten Michael Rohner mit seinem zweiten Treffer, Max Vollmayer und Chase Witala die Tore zum 6:3-Sieg und Endstand. Die restliche Spieldauer hatten die Rosenheimer den Gast aus Landshut unter Kontrolle und hätten ihrerseits das Ergebnis bei einigen Möglichkeiten noch ausbauen können. Weiter geht es am Sonntag in Peiting.

Vorbericht:

Das traditionsreiche Derby ist gleichzeitig Spitzenspiel, und die Vorzeichen deuten auf eine herausragende Kulisse hin, vor der sich die ambitionierten Teams von der Mangfall und von der Isar zum sechsten und letzten Mal in dieser Spielzeit vor den am 9. März beginnenden Playoffs duellieren werden.

Der etwas unausgewuchtete Spielplan beschert den Starbulls Rosenheim am anstehenden Halbzeitwochenende der Meisterrunde gleich die Rückspiele des vergangenen Wochenendes. Und da haben die Starbulls im Hinblick auf das Duell mit dem EV Landshut etwas gut zu machen. 3:2 führten sie am vergangenen Freitag noch Mitte des letzten Drittels durch Tore von Michael Baindl, Fabian Zick und Chase Witala, hatten gegen einen zunehmend ratlos wirkenden Gegner das 4:2 auf dem Schläger, um dann aber klassisch ausgekontert zu werden. Vier Gegentore binnen sechs Minuten, die zum Teil gar nicht mal zwingenden Abschlüssen entsprangen, mündeten in einer fast surreal anmutenden 6:3-Niederlage. Zu allem Überfluss bekam Rosenheims Offensiv-Routinier Michael Fröhlich in der Schlussphase auch noch einen heftigen Check ab, der ihn nun im Rückspiel zum Aussetzen zwingt.

Verzichten muss Starbulls-Coach Manuel Kofler auch weiterhin noch auf Teamkapitän Tobias Draxinger. Von seiner Verletzung wiedergenesen, zögert nun eine Erkältung das Comeback des Verteidigers unnötig hinaus. Ebenfalls nicht im Kader steht der finnische Stürmer Petri Lammassaari, der in der kommenden Woche wieder ins Training einstiegen will. 

Doch auch ohne die genannten Spieler sind die Starbulls stark genug, um im Derby zu punkten und die Tabellenführung zu verteidigen. „Die Mannschaft ist heiß, will sich vor großer Heimkulisse unbedingt für die unnötige Niederlage in Landshut revanchieren und brennt regelrecht auf das erste Bully am Freitag“, verrät Kofler, der wie seine Mannschaft natürlich auch das dritte Heimspiel gegen den niederbayerischen Rivalen gewinnen will, nachdem an der Isar nun dreimal der EVL das bessere Ende für sich hatte. Mithelfen dazu will und muss natürlich auch Lukas Steinhauer, der im Derby das Rosenheimer Tor hüten wird. Sein Backup am Freitag ist Luca Endres.

Landshut kommt mit "voller Kapelle"

Landshuts Trainer Axel Kammerer kann personell momentan aus dem Vollen schöpfen, hat auf alle Fälle auch die Option, mit vier komplette Sturmreihen zu agieren. Die Qual der Wahl hat er lediglich im Hinblick auf die drei spielfitten Importspieler, von denen nur zwei eingesetzt werden dürfen. In den letzten Spielen gab Kammerer den Stürmern David Wrigley und Viktor Lennartson den Vorzug gegenüber Verteidiger Devon Krogh. Und Lennartson – der Schwede kam als Nachverpflichtung vom Zweitligisten Lausitzer Füchse an die Isar –, der zuvor in drei Spielen torlos geblieben war, dankte es mit zwei Treffern. Ihn sollte die Rosenheimer Defensive ganz besonders im Fokus haben.

Die Kartennachfrage für das Derby am Freitag ist gewaltig. Der Sitzplatzbereich ist bereits ausverkauft. Stehplatzkarten zum Preis von 13 Euro (ermäßigt 9 bzw. 6 Euro) sind natürlich noch erhältlich und werden auch an den ab 17.30 Uhr öffnenden Tageskassen in ausreichender Zahl verfügbar sein.

rosenheim24.de berichtet von der Partie wie gewohnt ab 19.30 Uhr ausführlich im Live Ticker!

Pressemeldung Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Starbulls Rosenheim/Ludwig Schirmer

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