Neuer Vorstand bei den Starbulls

"Wir wollen es mit viel Schwung angehen!"

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Das ist der neue Vorstand der Starbulls: Marcus Thaller, Peter Dürr, Jost Fischer (von links).
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Rosenheim - Bei den Starbulls ist am Abend eine Ära zu Ende gegangen - und eine neue wurde eingeläutet. Der Verein hat nämlich nun eine neue Vorstandschaft. *NEUE INFOS UND VIDEOS*

167 Vereinsmitglieder waren am Mittwochabend der Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung ins OVB-Druckzentrum in der Aisingerwies gefolgt. Im Mittelpunkt stand natürlich die Wahl einer neuen Vorstandschaft - und diese ging völlig reibungslos über die Bühne.

Jost Fischer (1. Vorstand), Peter Dürr (2. Vorstand) und Marcus Thaller (3. Vorstand) heißen die neuen Führungskräfte der Grün-Weißen, die in einer offenen Abstimmung einstimmig zum neuen Vorstand gewählt wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden auch die bisherigen Vorstände Willi Graue, Karl Aicher und Richard Diebald verabschiedet.

Graue ließ Vereinsgeschichte Revue passieren

Rechtsanwalt Graue und Unternehmer Diebald standen dem Klub seit der Gründung im Jahr 2000 vor, Steuerberater Aicher stieß dann 2003 dazu. Graue blickte zu Beginn des Abends in seiner Rede auf Meilensteine der Vereinsgeschichte zurück: Die offizielle Gründung mit elf Mitgliedern im Sparkassen-Hochhaus, das erste Pflichtspiel im November 2000 vor 3.000 Zuschauern in der Bezirksliga gegen Berchtesgaden, der schwere Weg über Landes-, Bayern- und Oberliga zurück zum Profieishockey mit dem Zweitliga-Aufstieg 2010, die kraftraubende Auseinandersetzung zwischen den Vereinen und dem Deutschen Eishockeybund (DEB) im Jahr 2013.

Graue erklärte, der Verein sei vor knapp 15 Jahren zunächst mit der Intention gegründet worden, die tolle Nachwuchsarbeit nachhaltig zu sichern. Schnell habe man jedoch festgestellt, dass dies ohne eine erste Mannschaft nicht funktionieren würde. Der Rechtsanwalt dankte außerdem seinen Vorstandskollegen („Ich habe viel von euch gelernt: Zuverlässigkeit, Vertrauen und Geradlinigkeit!“) und bedankte sich auch bei den vielen bezahlten und/oder ehrenamtlichen Trainern, Betreuern und Helfern, ohne die ein derartiges Vereinsleben überhaupt nicht möglich sei.

Zum Abschluss richtete Graue noch ein Plädoyer in Sachen Eisstadionfrage an die Zuhörer: „Es ist schwierig, ein Grundstück dafür zu finden. Die Finanzierung dafür dürfte eine leichtere Sache sein. Ich denke, da sollte sich eine Lösung finden lassen – gerade jetzt, wo es uns Kaufbeuren vorgemacht hat!“

Fischer: "Treten in große Fußstapfen!"

Nach kurzen Ansprachen von Aicher und Diebald waren dann die „Neuen“ am Zug: Jost Fischer, Peter Dürr und Marcus Thaller stellten sich den Mitgliedern vor. Rechtsanwalt Dürr sprach von einer „großen Bürde“, aber gleichzeitig auch von einer „großen Chance“ und freute sich über die Zusicherung von Unterstützung durch den bisherigen Vorstand. Thaller, der als Geschäftsführer einer Marketing-Agentur arbeitet, betonte, man wolle die bisherige Arbeit fortsetzen und viele neuen Ideen einbringen. Fischer, der seit 2013 als privater Investor tätig ist, fand ebenfalls klare Worte: „Wir treten in große Fußstapfen, aber wir wollen etwas reißen! In diesem Zusammenhang zählen wir auf die Unterstützung der vielen Ehrenamtler, unsere Fans und die Stadt Rosenheim.“

Die Wahl selbst war unter der Leitung von Notar a.D. Walter Schiebel reine Formsache. In der offenen Abstimmung stimmten alle 167 Anwesenden en block für das nominierte Trio, das sich nun sofort an die Arbeit machen will. „Vielen Dank für das überwältigende Vertrauen. Wir wollen es mit viel Schwung angehen“, sagte Fischer, der aber betonte, dass im sportlichen Bereich wie bisher der Trainer absolut im Vordergrund stehen wird. „Wir wollen hier die erfolgreiche Arbeit fortführen und weiterhin einen guten Umgang pflegen!“ Franz Steer selbst scheint ebenfalls angetan zu sein: „“Die neuen Vorstände sind sehr offen und sehr ehrlich. Jetzt muss ich abwarten, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt. Ich hoffe, das ist positiv und ich kann mein Ding machen.”

Viele Emotionen beim Abschied

Abschließend richtete Fischer noch einen Appell an die Mitglieder: „Wenn irgendwas ist: Sprecht uns an oder schickt uns eine E-Mail! Nur gemeinsam können wir das schaffen!“ Zum Ende gab es dann noch einmal viele Emotionen. Der neue Vorstand hatte zusammen mit Stadionsprecher Stefan „Pfeff“ Dupski für die scheidenden Vorstände ein „Überraschungsvideo“ vorbereitet, in dem nicht nur viele tolle sportliche Momente aus den letzten 15 Jahren enthalten waren, sondern sich auch viele Helfer, vom erweiterten Vorstand bis zum Eismeister, bei Graue, Aicher und Diebald für deren außerordentlichen Einsatz bedankten. Spätestens als dann das Siegtor von Mitch Stephens im Oberliga-Finale gegen Peiting über die Leinwand flimmerte, mussten die drei Herren zum Taschentuch greifen und manche Träne wegwischen…

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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