Fan-Reaktionen nach Beurlaubung von Starbulls-Trainer Steer

"Überfällige Entscheidung" oder "blinder Aktionismus"?

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Rosenheim - Franz Steer ist nach 3.331 Tagen nicht mehr Trainer der Starbulls Rosenheim. Der 58-jährige Niederbayer wurde am Montag von der Vereinsführung von seinen Aufgaben entbunden und beurlaubt. Was die Fans davon halten:

Die Entscheidung sei am Sonntag nach der 0:5-Pleite in Heilbronn gefallen, erklärte der Verein. DNL-Coach Thomas Schädler soll nun in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Co-Trainer Martin Reichel dafür sorgen, dass in der anstehenden Serie gegen Crimmitschau der Klassenerhalt in der DEL2 geschafft wird. Dabei stehe das Team nun vor der "ultimativen Prüfung", hieß es am Dienstagmorgen in einer Pressemitteilung des Vereins.


"Entscheidung war längst überfällig"

Die ersten Reaktionen der Fans auf die Entscheidung des Vorstandes fielen unterschiedlich aus. Die einen finden die Beurlaubung des passionierten Jägers und Eishockeylehrers richtig. "Seine Verdienste in allen Ehren, aber die Entscheidung ist längst überfällig. Das Spielsystem ist seit x Jahren immer das Gleiche und einfach und auch viel zu vorhersehbar für jeden Gegner. Danke für die geleistete Arbeit, Franz, aber wie gesagt, war längst überfällig", schrieb zum Beispiel der User "RO82" auf rosenheim24.de.

Zudem wird viel darüber diskutiert, ob der Zeitpunkt der Beurlaubung richtig war. "Schlechter Zeitpunkt" oder "viel zu spät" war unter anderem auf Facebook zu lesen. "Fällt dene (Anm. der Redaktion: der Vorstandschaft) ja früh ein bzw. genau zum richtigen Zeitpunkt", schrieb wiederum ein Dritter unter Zuhilfenahme dreier tränenlachender Smileys.


"Falschester Zeitpunkt"

"Starbull" hält unterdessen nicht viel von der Beurlaubung. "Ein Hammer! Vielen Dank an Franz Steer für die großartige Leistung in den vergangenen Jahren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der jetzt anstehenden alles entscheidenden Abstiegsrunde die Trainer-Beurlaubung für neue Impulse sorgt. Dennoch muss man die Entscheidung der Starbulls-Verantwortlichen akzeptieren", schrieb er auf rosenheim24.de. 

Auch "Ramm" hält die Entscheidung für falsch: "Mit Thomas Schädler ist der Abstieg nun besiegelt. Servus Franz, du warst a Guada! Mit dem Etat und mit dem Bruchstadion fast immer in die Play-Offs zu kommen, war eine herausragende Leistung! Servus und ois guade!" "Aucheinfan" findet: "Wachrütteln??? Blinder Aktionismus zum falschesten Zeitpunkt. Nur dem Druck von einigen besserwissenden Schreihälsen und Kommentatoren nachgegeben! (...)"

"Ansonsten ist Oberliga bald Realität!"

Wiederum andere sehen die Hauptschuld der sportlichen Misere beim Vorstand. "Franz hat immer alles gegeben. Er hat mit dem Etat immer das beste rausgeholt. Und jetzt wirft man ihn einfach mal schnell in den Playdowns raus?! Was soll das? Anstatt dass man mit DEL-Bürgschaften angibt, sollte man lieber mal den Etat für die erste Mannschaft erhöhen, ansonsten ist die Oberliga bald Realität. Und das kann kein Trainer der Welt lösen. Danke Franz für alles", schrieb eine Userin auf Facebook. 

"diedauerkarte" brachte es letztlich in einem Kommentar auf rosenheim24.de auf den Punkt: "Egal, ob mit Trainer oder ohne, die Wahrheit liegt immer auf dem Eis! So einfach is des! Wenn die Jungs diese kommende Serie nicht ziehn, dann haben sie auch in der zweiten Liga nichts zu suchen!"

mw

Quelle: rosenheim24.de

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