0:5 in Heilbronn - jetzt gegen Crimmitschau

Nicht mal der Feueralarm rüttelt die Starbulls wach

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Heilbronn - Die Starbulls stehen mehr denn je am Abgrund: Am Sonntagabend gab es zu den zu befürchtenden "K.O." in Heilbronn - jetzt muss die Saison in einer Serie gegen Crimmitschau irgendwie gerettet werden! *NEU: Video*

Das, was eigentlich alle vermeiden wollten, ist nun Realität: Die Rosenheimer Eishockeyspieler müssen ab Freitag in einen finalen "Showdown" gegen die Eispiraten Crimmitschau um den Klassenerhalt in der DEL2. Das steht seit Sonntagabend fest, wo die Grün-Weißen in der Kolbenschmidt-Arena erneut eine schwache Leistung ablieferten und ohne eigenes Tor am Ende mit 0:5 (0:1, 0:1, 0:3) bei den Heilbronner Falken verloren, die damit die Best of Seven-Serie mit 4:2 für sich entschieden.


Der Verlauf von Spiel sechs war dabei irgendwie ein Spiegelbild der letzten Auseinandersetzungen, die die Starbulls nach einer 2:1-Serienführung mit 1:4 bzw. 1:5 verloren hatten. Erneut ohne Tyler McNeely angetreten, erwischten die Oberbayern einen durchaus verheißungsvollen Start und hatten erste Chancen durch Christian Neuert oder Leopold Tausch. Am starken Falken-Keeper Andrew Hare war aber einmal mehr kein Vorbeikommen. Und kurz vor der ersten Sirene fand Justin Kirsch die entscheidende Lücke in der Rosenheimer Unterzahl-Box und netzte zum 1:0 für die Gastgeber ein.

Dies gab Heilbronn Selbstvertrauen. So konnte Tyler Scofield gegen Tyler Gron nur noch die "Notbremse" ziehen. Den fälligen Penalty setzte der Deutsch-Kanadier jedoch - zum Glück aus Rosenheimer Sicht - nur ans Lattenkreuz. Anschließend geriet Timo Herden im grün-weißen Kasten fast unter Dauerbeschuss. Heilbronn ließ klarste Gelegenheiten durch Kyle Helms, Ville Järveläinen oder Kevin Lavallée aus.


Video: Die Highlights der Partie

Feueralarm in Kolbenschmidt-Arena

Danach war die Aufregung groß: Plötzlich ging der Feueralarm in der Kolbenschmidt-Arena los, Feuerwehr und Polizei rückten an, das Stadion wurde kurzzeitig geräumt! Doch nach einer knappen Viertelstunde konnte es weiter gehen. Wer dachte, die "Extrapause" würde den Rosenheimern, die laut einem Bericht von echo24.de "wie die Maikäfer pumpten", gut tun, wurde enttäuscht. Es ging weiter nur in eine Richtung und in der 38. Minute machte Rylan Schwartz das hochverdiente 2:0 für die Falken.

Nach dem Anschlagen des Feueralarms rückten Feuerwehr und Polizei an der Kolbenschmidt-Arena an.

Letzte Zweifel am Klassenerhalt der Käthchenstädter beseitigte schließlich Kirsch nur 41 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels, als dieser zum zweiten Mal traf. Der Rest war ein einziges Schaulaufen der Hausherren. Während Rosenheim nichts mehr entgegenzusetzen hatte, schraubten Schwartz (56.) und Kirsch (60.) noch deutlich nach oben und zeigten den Grün-Weißen dabei einmal mehr in deutlicher Weise ihre Defizite auf. Die Serie gegen Crimmitschau beginnt am Freitag (19.30 Uhr, Emilo-Stadion) mit einem Heimspiel der Starbulls.

Das Spiel in der Statistik:

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 5:0 (1:0, 1:0, 3:0)

Tore: 1:0 (19.) Justin Kirsch (Jonathan Harty, Rylan Schwartz - Überzahl-Tor), 2:0 (38.) Rylan Schwartz (Tyler Gron, Justin Kirsch), 3:0 (41.) Justin Kirsch (Rylan Schwartz, Tyler Gron), 4:0 (56.) Rylan Schwartz (Marvin Krüger, Tyler Gron - Überzahl-Tor), 5:0 (60.) Justin Kirsch (Tyler Gron, Rylan Schwartz).
Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).
Strafen: Heilbronn 10 - Rosenheim 18 plus 10 gegen Michael Rohner.
Zuschauer: 2.372.

Quelle: rosenheim24.de

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