oberbayerisches Prestige-Derby

Verkorkster Abend für die Starbulls: Riessersee siegt 6:1

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Garmisch-Partenkirchen/ Rosenheim - Am Freitag hieß es wieder "Auf geht´s Starbulls kämpfen und siegen". Die Grün-Weißen spielten auswärts gegen den SC Riessersee. 

Hier können Sie das Spiel im Ticker nachlesen

Ein ausführlicher Spielbericht folgt.

Fazit 1. Drittel aus unserem Ticker:

Nach 20 Minuten führen die Starbulls knapp, aber keineswegs unverdient mit 1:0. Nach dem frühen Tor von Scofield und einer unfreiwilligen Unterbrechung wegen eines Böllerwurfes hatten die Grün-Weißen lange alles klar im Griff, ehe Riessersee in einem zerfahrenen Finish stärker aufkam und die eine oder andere Gelegenheit zum Ausgleich hatte. Davor hatten aber vor allem Lindlbauer und Lewis das 0:2 auf dem Schläger! Wir melden uns rechtzeitig zum zweiten Drittel wieder.

Fazit 2. Drittel aus unserem Ticker:

Nach 40 Minuten steht es 4:1 für die Gastgeber. Was für ein Mittelabschnitt des SCR, der die Partie mit vier Toren binnen neun Minuten komplett drehte. Erst waren Oakley und Rimbeck erfolgreich, dann hatten Gibson und McNeely dicke Chancen zum Starbulls-Ausgleich, ehe erneut Oakley und Mayr trafen. Die Starbulls-Abwehr war dabei aber phasenweise von allen guten Geistern verlassen! Jetzt muss ein kleines Eishockey-Wunder her, um das Spiel im letzten Drittel nochmal zu drehen! Wir melden uns rechtzeitig wieder

Schlußfazit aus unserem Ticker:

Garmisch gewinnt das Derby gegen Rosenheim mit 6:1! Letzte (vermeintliche) Zweifel am Sieg beseitigten die Gastgeber in der 45. Minute durch das 5:1 von Stephan Wilhelm. Kurz darauf traf Greg Gibson nur den Pfosten, doch das alles half nichts mehr. Vielmehr machte Garmisch durch Draxinger sogar noch ein sechstes Tor und hätte das Ergebnis in der Folge sogar noch hoher gestalten können. Kurz vor Schluss besiegelte McNeely mit einem verschossenen Penalty den verkorksten Rosenheimer Abend.

Unterbrechung wegen Böllerwurf

Laut Informationen von vor Ort wurde das Spiel in der fünften Spielminuten kurzzeitig unterbrochen, da offenbar ein Knallkörper auf die Eisfläche geflogen ist. Das war bereits der dritte Feuerwerkskörper, der seit Spielbeginn detoniert ist. Die Polizei und zahlreiche Ordner waren daraufhin im Rosenheimer Block unterwegs, da der Böller offenbar aus der Rosenheimer Kurve geworfen wurde. Nach zehnminütiger Pause ging es dann weiter.

Der Vorberícht:

Erst zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit starten die Starbulls Rosenheim am Freitag auswärts in ein Spielwochenende. Dabei kommt es nach der „Deutschland-Cup“-Pause zum oberbayerischen Prestige-Derby am Fuße der Zugspitze mit dem SC Riessersee.Spielbeginn im Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen ist um 20 Uhr.

Am Sonntag empfangen die Starbulls dann im heimischen emilo-Stadion den amtierenden Meister aus Kassel. Zwei richtig große Herausforderungen also für die Grün-Weißen gegen den derzeit Tabellenvierten und den Tabellenzweiten der DEL 2. Starbulls-Coach Franz Steer glaubt aber an erfolgreiche Revanchen seiner Mannschaft nach den jeweils knappen Erstbegegnungs-Niederlagen. Sein Rezept dazu: die einfachen Dinge richtig machen und eine gute Torwartleistung.

Nach den Erkenntnissen einer intensiven Trainingsphase über das spielfreie Wochenende hinweg hat sich Franz Steer bereits festgelegt, wer für diese gute Torwartleistung verantwortlich zeichnen soll. Die Entscheidung, ob es Lukas Steinhauer ist, der bislang zehn der 15 Spiele in der laufenden Saison bestritt, oder aber Timo Herden, wird der Rosenheimer Übungsleiter jedoch erst nach dem Abschlusstraining verkünden.

Christian Neuert fällt bis Weihnachten aus 

In das mit Spannung erwartete Duell mit dem SC Riessersee geht Starbulls-Trainer Franz Steer mit dem Eindruck zweier sehr guter Trainingswochen, in denen es leider auch einen Schreckmoment gab: Christian Neuert verletzte sich schwer an der Schulter und wird wohl bis Weihnachten ausfallen. Die Hoffnung, in die zweite Saisonphase durchgehend mit vier Sturmreihen starten zu können, hat sich damit wieder zerschlagen. Zumal die Rückkehr von Dominik Daxlberger ins Team zwar immer mehr absehbar wird, aber noch nicht genau terminiert werden kann: „In der kommenden Woche kann er vermutlich das Eistraining aufnehmen und dann muss sich zeigen, wie weit entfernt er von seinem ersten Punktspieleinsatz noch ist“, sagt Steer.

Mit Ausnahme der Stürmer Neuert und Daxlberger steht dem Rosenheimer Übungsleiter aber sein gesamter Kader zur Verfügung. Und von zahlreichen Spielern erwartet sich Steer nach der Pause deutliche Leistungssteigerungen: „In den ersten 15 Spielen haben nur wenige Spieler tatsächlich 100 Prozent gebracht. In vielen Einzelgesprächen haben wir in der letzten Woche versucht, die Gründe dafür zu analysieren. Und die Spieler waren dabei sehr selbstkritisch, keiner ist mit seiner persönlichen Leistung bislang zufrieden – und natürlich auch mit der Punkteausbeute des Teams nicht.“

16 von 45 möglichen Punkten haben die Starbulls in den ersten 15 Spielen ergattert. Punktgleich mit Heilbronn und Kaufbeuren und einen Zähler vor dem Tabellenschlusslicht Crimmitschau zierten die Starbulls in der „Spielpausentabelle“ damit die Play-Down-Ränge. Der Rückstand auf den ersten Pre-Playoff-Rang liegt bei zwei, jener auf den direkt für das Playoff-Viertelfinale berechtigenden Platz sechs bei sechs Punkten. Für die Grün-Weißen ist also noch vieles drin in der laufenden Spielzeit. 

Nur kleine Umstellungen in der Reihenzusammenstellung

Damit das aber so bleibt, muss die durchschnittliche Punktausbeute (bislang 1,1 Zähler pro Partie) gesteigert werden. Und dass das trotz der hohen Qualitäten der Gegner schon an diesem Wochenende gelingen kann, daran glaubt Starbulls-Coach Franz Steer fest: „Wenn wir das spielen, was wir können, dann bestehen wir auch gegen Riessersee und Kassel. Natürlich müssen wir Fehler minimieren, uns auf die Basics konzentrieren und vor allem die einfachen Dinge richtig machen“. Und daran haben die Starbulls neben psychologischen Aspekten in der Spielpause im Training akribisch gefeilt. Jetzt gilt es, diese Dinge auch unter Wettkampfbedingungen und gegen richtig starke Kontrahenten auf das Eis zu bringen. Große Überraschungen in der Reihenzusammenstellung wird es im Vergleich zu den letzten Spielen nicht geben, „höchstens eine kleine Umstellung“, so der Rosenheimer Trainer.

Überraschung  im Kader des SC Riessersee 

Von den Lausitzer Füchsen konnte deren Topscorer Roope Ranta (neun Tore, 13 Torvorlagen), um den auch die Ravensburg Towerstars buhlten, nach Garmisch-Partenkirchen gelotst werden. Der 28-jährige Finne hatte in Weißwasser nur einen befristeten Vertrag, der noch über das kommende Wochenende gelaufen wäre. Damit Ranta bereits gegen die Starbulls auflaufen kann, floss sogar noch etwas Ablösegeld vom SCR in die Oberlausitz. 

Nicht mehr im Kader der Werdenfelser steht dagegen Stürmer Ryan McDonough. Der 28-jährige Kanadier, der 14-mal spielte und dabei kein einziges Tor erzielte, scheint einen neuen Club in Dänemark gefunden zu haben. Auch der Kanadier Scott Campbell konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen (14 Spiele, drei Tore, drei Vorlagen); offenbar gibt es Bestrebungen, ihn ebenfalls „auszutauschen“.

Erfolgreichster Scorer des SCR ist der Kanadier Luke Oakley mit sieben Toren und sieben Vorlagen bei nur elf Einsätzen. Schwede Matthias Beck hält bei vier Toren und sieben Torvorlagen. Er soll gegen Rosenheim gemeinsam mit Neuzugang Ranta stürmen. Verzichten muss Trainer Tim Regan auf die Langzeitverletzten John Rogl, Philipp Wachter und Tim Richter, der Einsatz von Scott Campbell ist aufgrund einer Gehirnerschütterung fraglich. 

Eine gewaltige Herausforderung für die Starbulls

Angesichts teilweise recht üppiger Verletzungsausfälle im bisherigen Saisonverlauf ist der vierte Platz des SCR mit 26 in 15 Spielen ergatterten Punkten umso bemerkenswerter. Vor dem spielfreien Wochenende gewannen die Blau-Weißen trotz des Ausfalls von bis zu sechs Stammspielern in Heilbronn (3:0), gegen Bad Nauheim (4:3) und in Crimmitschau (4:2) und holten sich so binnen fünf Tagen alle neun möglichen Punkte.

Im ersten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit entführte der SCR zur Saisoneröffnung mit einem knappen 1:0-Sieg alle drei Punkte aus Rosenheim. Es blieb das bislang einzige Spiel, in dem die Grün-Weißen ohne Torerfolg blieben. Der Schütze des goldenen Tores damals, Tim Richter, ist diesmal nicht dabei. Dennoch ist die Revanche am Fuße der Zugspitze eine gewaltige Herausforderung für die Starbulls, die sie aber laut Trainer Franz Steer mit großem Selbstbewusstsein angehen.

Spielbeginn um 20 Uhr

Spielbeginn im Olympiastadion von Garmisch-Partenkirchen  ist um 20 Uhr. rosenheim24.de berichtet wie gewohnt per Live Ticker. Auch unsere Kollegen von Radio Charivari sind im Stadion vor Ort und berichten in Einblendungen. Zudem kann bei Sprade TV ein kostenpflichtiger Internet-Livestream gebucht werden.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

Quelle: rosenheim24.de

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