1:3-Pleite bei Dresdner Eislöwen

Starbulls stecken trotz 0:2-Rückstand nie auf

+

Dresden - Die Starbulls kommen einfach nicht vom Fleck: Zwei Tage nach der Derbypleite gegen Riessersee (0:2) gingen die Rosenheimer Eishockeyspieler auch in Sachsens Landeshauptstadt leer aus.

Vor 2.279 Besuchern in der EnergieVerbund-Arena unterlagen die Grün-Weißen am späten Sonntagnachmittag mit 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) bei den Dresdner Eislöwen und haben damit nun schon sieben Punkte Rückstand auf Platz zehn, der immerhin noch zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigen würde.


Die Rosenheimer, die ohne Simon Fischhaber und Tyler McNeely in die Elbmetropole gereist waren, gerieten von Beginn an stark unter Druck und fanden zunächst kaum ein Mittel gegen das aggressive Forechecking der Gastgeber. Die Folge waren klare Chancen für Dresden durch Martin Davidek, Brendan Cook, Marius Garten oder Alexander Höller. Starbulls-Keeper Timo Herden stand jeweils im Weg. Zwei Minuten vor der ersten Pausensirene war jedoch die Dresdner Führung überfällig und Dominik Grafenthin der Torschütze (18.).

Jener Grafenthin hatte dann gleich zu Beginn des Mittelabschnitts das 2:0 auf dem Schläger, doch Herden rettete mit dem Schlittschuh. Mick Köhler und Cook vergaben anschließend ebenfalls, ehe Teemu Rinkinen den Puck in Unterzahl zum 2:0 über die Linie bugsierte (30.). Rosenheim antwortete jedoch prompt und kam durch Joseph Lewis wieder heran - 2:1 (31.). Anschließend konnten sich die Oberbayern immer mehr aus der Eislöwen-Umklammerung befreien und hatten mehrmals die Chance zum Ausgleich.


Im letzten Drittel war das Match ein offener Schlagabtausch. Greg Classen und Tyler Scofield hätten das 2:2 machen können, ehe Schiedsrichter Marc Naust an der Vorentscheidung nicht unbeteiligt war: Dem 3:1 von Cook (54.) ging nämlich ein klares Foul voraus. Das sah auch Starbulls-Coach Franz Steer so: "Ich lobe die Referees, aber ich tadle sie auch. Heute war ich mit dem Schiedsrichter nicht zufrieden." 

Mit der Vorstellung seiner Mannschaft war der Trainer aber nicht gänzlich unzufrieden: "Meine Mannschaft hat aus dem Umstand, dass wir ersatzgeschwächt nach Dresden gereist sind, das Beste gemacht. Wir haben früh gemerkt, dass Dresden hartes Forechecking betreibt und viel Druck macht. Zunächst konnten wir auf einen starken Timo Herden zählen. (...) Nach dem Anschlusstreffer haben wir etwas Oberwasser bekommen. Wir hatten die Möglichkeiten zum Ausgleich." Das letzte Spiel vor Weihnachten bestreiten die Starbulls am Freitag, 19.30 Uhr, zuhause gegen den EHC Freiburg.

Das Spiel in der Statistik:

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 (18.) Dominik Grafenthin (Arturs Krumnisch, Steven Rupprich), 2:0 (30.) Teemu Rinkinen (Alexander Höller, Patrick Baum - Unterzahl-Tor), 2:1 (31.) Joseph Lewis (Krys Kolanos, Greg Classen - Überzahl-Tor), 3:1 (54.) Brendan Cook (Martin Davidek, Marcel Rodman).

Schiedsrichter: Marc Naust (Iserlohn).

Strafen: Dresden 10 - Rosenheim 14.

Zuschauer: 2.279.

mw

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare