1:2-Pleite bei Aufsteiger Bayreuth

Todesstoß für Starbulls kommt 14 Sekunden vor Schluss

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Bayreuth - Das hätte wahrlich nicht sein müssen, Starbulls! Beim Gastspiel in Oberfranken gaben die Rosenheimer ein eigentlich schon gewonnen geglaubtes Spiel in der Schlussphase noch aus der Hand. *NEU: Videos*

Am Freitagabend unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:2) beim Aufsteiger Bayreuth Tigers und haben damit in der DEL2-Tabelle wieder an Boden verloren. Dabei sahen die Gäste, die ohne Dominik Daxlberger, Simon Heidenreich, Simon Fischhaber und Christian Neuert auskommen mussten, eigentlich lange Zeit wie der sichere Sieger aus.

Die etwa 250 Rosenheimer Anhänger unter den insgesamt 1.927 Fans im "Tigerkäfig" sahen nach einer 15-minütigenVerzögerung des Spielbeginns wegen einer kaputten Plexiglasscheibe und anschließendem gegenseitigem Abtasten im ersten Drittel insgesamt überlegene Starbulls. Tyler McNeely verschoss in der 7. Minute zwar einen Penalty, doch in Minute 13 war die Gästeführung fällig: Micky Rohner kurvte von links kommend hinter dem EHC-Tor herum und überlistete Keeper Tómas Vosvdra dann mit einem Schuss aus der Drehung ins kurze Eck.

"Die einfachen Dinge richtig machen" 

Nur Sekunden später klatschte ein Schuss der Rosenheimer an den Pfosten - das wäre um ein Haar das 0:2 gewesen. Bayreuth kam erst kurz vor der Sirene besser ins Spiel und hätte fast in Unterzahl ausgeglichen, als Feodor Kolupaylo nach einem Break gerade noch in höchster Not gebremst werden konnte.

Auch nach dem ersten Aufenthalt in den Kabinen war das Spiel weit davon entfernt, ein "Straßenfeger" zu sein. Rosenheim hielt sich immerhin an den von Coach Franz Steer schon während der Woche ausgerufenen Plan, die "einfachen Dinge richtig zu machen". Defensiv wurde konsequent gearbeitet, doch vor des Gegners Tor wurde es erst ganz spät noch zweimal gefährlich, als Scofield Vosvdra zweimal zu Paraden zwang.

Video: Die Highlights der Partie

Kurioses Ende für die Starbulls 

Doch am "spannendsten" war da eher noch die Faustkampfeinlage zwischen Leopold Tausch und Fyodor Kolupaylo, in der es keinen klaren Sieger gab, aber sowohl der junge Rosenheimer als auch der Russe jeweils mit zwei plus zwei plus zehn Strafminuten bedacht wurden.

Im Schlussdrittel schien Rosenheim alles im Griff zu haben und sowohl McNeely als auch Scofield hätten zumindest für eine Vorentscheidung sorgen können. Doch das Spiel nahm ein kurioses und für die Starbulls sehr bitteres Ende: Erst gelang Ivan Kolozvary im Anschluss an ein gewonnenes Bully und einen von Herden abgewehrten Schuss im Nachsetzen der 1:1-Ausgleich (56.).

Und als alle bereits mit einer Verlängerung rechneten, schwammen alle Felle für Rosenheim komplett davon. Genau 14 Sekunden standen noch auf der Uhr, als der Ex-Dresdner Martin Heider einen gewaltigen Schlagschuss auspackte. Alle dachten zunächst, der Puck sei an den Pfosten gegangen, doch nach Konsultation des Videobeweises entschied Schiri Müns auf Tor - 2:1 für Bayreuth, der glückliche und vom Spielverlauf her eigentlich nicht wirklich verdiente Siegtreffer.

Aber der Verlauf der Schlussphase passte exakt ins Bild zur momentanen Situation der Starbulls, die am Sonntag im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse (17 Uhr, emilo-Stadion) den verlorenen Boden unbedingt wieder wettmachen möchten.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik: 

EHC Bayreuth Tigers - Starbulls Rosenhei m 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Tore: 0:1 (13.) Michael Rohner (Greg Classen), 1:1 (56.) Ivan Kolozvary (Sebastian Mayer, Michal Bartosch), 2:1 (60.) Martin Heider (Fyodor Kolupaylo , Ainars Podzins). 

Schiedsrichter: Cori Müns (EHC Klostersee).

Strafen: Bayreuth 26 - Rosenheim 20.

Zuschauer: 1.927.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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