„Das Spiel müssen wir gewinnen

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DNL-Spieler Maxi Renner wird den verletzten Niko Senger in der Verteidigung vertreten

Rosenheim (ovb) - Wieder neun Tage Pause, wieder kommt der Tabellenletzte - Erinnerungen an die letzte Heimniederlage der Starbulls gegen Klostersee vor knapp 14 Tagen werden wach.

Und weil auch noch Freitag der 13. ist, scheint für die Abergläubischen unter den Eishockey-Anhängern im morgigen Heimspiel gegen den EV Füssen (19.30 Uhr) die nächste Heimniederlage bereits vorprogrammiert.

„Da brauche ich gar nicht nach Rosenheim fahren“, flachste der Landshuter Starbulls-Coach Franz Steer auf die düsteren Vorzeichen angesprochen noch, um dann aber gleich anzufügen: „Ohne Wenn und Aber - das Spiel müssen wir gewinnen.“ Und dementsprechend sollten die Rosenheimer Spieler auch auftreten und sofort Präsenz auf dem Eis zeigen. "Im ersten Drittel brauchen wir immer etwas Anlaufzeit. Ich weiß nicht warum, aber vielleicht sollte ich das Warmmachen wieder einmal selbst leiten", erklärte Franz Steer. Ein verschlafenes erstes Drittel wie gegen Klostersee könnte auch gegen Füssen fatale Auswirkungen haben, denn die Allgäuer sind in der Tabelle des ersten Spielabschnitts auf Platz drei hinter Herne und Passau geführt. Zwei Plätze vor Rosenheim, das in den jeweiligen Tabellen des ersten, zweiten und dritten Drittels konstant auf Platz fünf liegt. "Wir spielen auch so konstant und das gefällt mir", erklärte Steer.

Das kann der heutige Gegner Füssen nicht von sich behaupten, denn den Leopards geht ab dem zweiten Drittel die Puste aus. Das bedeutet vorletzten Rang in der Rangliste des zweiten Drittels, letzter Platz in den dritten 20 Minuten. Das lässt auf konditionelle Probleme schließen, was Starbulls-Trainer Franz Steer allerdings nicht glaubt. "Die Füssener spielen weit unter ihren Möglichkeiten. Sie gehören vom Potenzial viel weiter nach vorne und deshalb wird die heutige Aufgabe alles andere als leicht", warnt Steer. Was soll der Starbulls-Coach auch anderes sagen, als vor dem angeschlagenen Gegner zu warnen, der mit Kevin Lavallee, Jordan Preston, Ricky Helmbrecht und dem Deutsch-Kanadier Eric Nadeau (Einsatz aber wegen einer Verletzung fraglich) starke Spieler in seinen Reihen hat. Allerdings: Die letztjährigen Topskorer Ruslan Bezshchasnyy (fünf Treffer gegen Rosenheim), die Kanadier Doug Orr und David Burgess und Michel Maaßen (jetzt bei den Starbulls) spielen nicht mehr für Füssen. Wie schon beim 4:2-Auswärtssieg in Dortmund (Steer: "Das war nach der Niederlage gegen Klostersee gut für die Moral") fällt bei den Starbulls Verteidiger Niko Senger (Knieverletzung) aus und wird durch DNL-Spieler Maxi Renner ersetzt. "Ein guter und fleißiger Junge, der das Spiel lesen kann. Seine Leistung in Dortmund war in Ordnung", lobt Steer den Nachwuchs-Verteidiger. Ansonsten sind bei den Starbulls alle Spieler fit. Nicht nur gesundheitlich, sondern auch körperlich. "Wir haben in der spielfreien Zeit hervorragend trainiert", sagt Steer. Die gute körperliche Verfassung wird auch am Sonntag beim Topspiel in Herne wichtig sein. "Da haben wir nichts zu verlieren, wir wissen aber auch, dass wir Herne an einem guten Tag durchaus schlagen können", gibt sich Steer kämpferisch und verweist auf die hervorragende Starbulls-Auswärtsbilanz mit Siegen in Dortmund, Peiting, Passau und einem Punktgewinn in Bad Nauheim - und das sind immerhin vier der ersten sechs Teams in der Oberliga-Tabelle. Die beiden anderen sind Rosenheim selbst und Herne und warum sollten die Starbulls nicht auch bei den Kreuzrittern (Crusaders) einen Beutezug starten. Es ist keine lange Pause, es geht nicht gegen den Tabellenletzten, sondern gegen den Spitzenreiter und Freitag, der 13., ist auch vorbei, wobei die 13 zumindest in der jüdischen Tradition und bei den Japanern eine Glückszahl ist.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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