Mit Silbermedaille wieder zu Hause

Rosenheims Olympia-Held Patrick Hager: "Die Handys explodieren!"

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Die deutschen Eishockey-Helden ließen es nach dem Gewinn der Silbermedaille so richtig "krachen". Mittendrin: Der Rosenheimer Patrick Hager (Dritter von links).
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Rosenheim/Pyeongchang - Seit Montagabend ist ein Großteil der deutschen Olympiahelden wieder zuhause. Um 22.10 Uhr landete auch Patrick Hager, der in Rosenheim das Eishockeyspielen lernte, auf dem Münchner Flughafen. Auch er hatte beträchtlichen Anteil am größten Erfolg in der Geschichte des deutschen Eishockeys:

Der Trubel in den letzten Tagen war riesengroß. Erst der dramatische Sieg in der Overtime im Viertelfinale gegen Schweden (4:3 n.V.), dann der unfassbare Halbfinal-Triumph am Freitag gegen Rekord-Olympiasieger Kanada (4:3). Dort war Hager auch Torschütze. Und dann fehlten am Sonntag nur 55,5 Sekunden zum Olympiasieg. Gegen Russland, oder besser "The Olympic Athlete of Russia", verlor das DEB-Team letztlich in der Verlängerung mit 3:4 und musste sich mit Silber begnügen.

Dem Hype tat dies jedoch keinen Abbruch. "Die Handys explodieren", berichtete Hager bereits vor dem Finale auf der offiziellen Seite des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Außerdem lobte er seine Teamkollegen: "Wir spielen fast wie Maschinen, ein Zahnrad greift ins andere." Und der Empfang nach dem "Party-Marathon" in Südkorea und nach der Rückkehr nach Deutschland fiel überwältigend aus. Erst ein riesiger "Auflauf" in Frankfurt, ehe es für Hager nach München weiterging. Dort mussten die Familie, Freunde und ehemalige Rosenheimer Mitspieler bis fast 23 Uhr warten, ehe sie "ihren" Silbermedaillen-Gewinner in die Arme schließen konnten. Auch Vertreter von Hagers aktuellem Klub Red Bull München waren darunter.

Hagers Vater hellauf begeistert

Patricks Vater Anton, der in Rosenheim einen Hockey-Shop betreibt, schwärmte im Oberbayerischen Volksblatt von den Leistungen seines Sohnes und der gesamten Mannschaft: "Ein Traum! Und dass Patrick ein Teil dieser grandiosen Mannschaft sein durfte, ist der Wahnsinn. Das ist auch eine Auszeichnung und ein Lohn für die hervorragende Rosenheimer Nachwuchsarbeit. Endlich wird über das deutsche Eishockey wieder positiv berichtet und das haben diese Jungs mit ihrer unglaublichen Leistung geschafft!" Anton Hager, der früher selbst über 500 Zweitliga-Spiele bestritten hat, hat sich das Endspiel am Sonntagmorgen im engsten Familienkreis mit Patricks Frau Stephanie, den beiden Töchtern Emma (5) und Greta (3) und den Schwiegereltern angeschaut.

Neben Hager stand mit Sinan Akdag ein weiterer, sogar gebürtiger, Rosenheimer im deutschen Kader. Der Verteidiger musste jedoch nach einer Verletzung, die er im Spiel gegen Norwegen erlitten hatte, vorzeitig abreisen. Nichts desto trotz ist der "Rosenheimer Anteil" am größten Erfolg des deutschen Eishockeys nicht unerheblich. Starbulls-Nachwuchscoach Thomas Schädler, der beide Spieler über mehrere Jahre hinweg betreute, sagte dem OVB: "Patrick ist meiner Meinung nach der zur Zeit beste deutsche Mittelstürmer. Er ist nicht umsonst Vize-Kapitän der Nationalmannschaft. Auch bei mir war er Kapitän, weil er schon damals Verantwortung übernommen hat."

Quelle: rosenheim24.de

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