Starbulls: Jetzt kommt Herne!

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Zum siebten Mal in 15 Tagen kreuzen die Starbulls und Nauheim die Klingen.

Bad Nauheim - Das Spiel ist aus, die Starbulls ziehen mit einem 2:1-Sieg gegen Nad Nauheim vom Platz. Das Halbfinale ruft! **Interview mit Franz Steer**Live-Ticker zum Nachlesen**

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Mann oder Maus - einer fliegt raus!

Alles oder Nichts - heute Abend fällt die Entscheidung! Wer zieht ins Halbfinale der Eishockey-Oberliga ein? Die Starbulls oder die Roten Teufel?

Radio Charivari: Interview mit Franz Steer

"It's the final countdown" sang die schwedische Hardrock-Formation "Europe" 1986 zum ersten Mal und stürmte damit die Hitparaden auf der ganzen Welt. 24 Jahre später hat der Song, der oft mit Sporteignissen in Verbindung gebracht wird, nicht an Qualität verloren und gilt auch für die Play-off-Viertelfinal-Serie in der Eishockey-Oberliga zwischen den Roten Teufeln aus Bad Nauheim und den Starbulls Rosenheim. Hier fällt heute (Beginn 19.30 Uhr) der letzte Vorhang.

3:3 steht es nach Spielen, jedes Team hat zumindest einmal in der Fremde gewonnen, es gab deutliche Siege und knappe Erfolge in der Verlängerung - jetzt entscheiden Tagesform, die besseren Nerven und vielleicht auch das eine Quäntchen mehr Glück. "Wir können nicht mehr viel machen", meinte Nauheims Coach Fred Carroll aus Sicht der Trainer, die über Stärken und Schwächen, Eigenheiten und wohl auch Macken des Gegners in- und auswendig Bescheid wissen: "Alles liegt auf dem Tisch", meint Carroll.

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Nach sechs Duellen in 13 Tagen kann man dem Kontrahenten vor dem siebten Aufeinandertreffen nicht mehr viel verheimlichen. Dass die Wetterauer die etwas feinere Klinge auf dem Eis anschlagen, aber bei Zweikämpfen auch mit allen Wassern gewaschen sind, ist bekannt. Dass die Starbulls ihre Kampfkraft in die Waagschale werfen, ebenfalls. In dieser Hinsicht wird sich auch am Tag der Entscheidung wohl nicht viel verändern. Wohl wissend, dass das Überzahlspiel der Gastgeber gut funktioniert, dürften die Rosenheimer auch darauf erpicht sein, so wenig Strafzeiten wie möglich zu kassieren. Das hat in den beiden letzten Vergleichen zumindest gut funktioniert.

Statistik: Vorsicht vor der 57. Spielminute

"Mal schauen, wer die besseren Nerven hat", meinte Fred Carroll am Sonntag nach der sechsten Begegnung. Sicherlich kann Bad Nauheim auf das Heimrecht verweisen und hat die Fans hinter sich. Allerdings gibt es auch einige Faktoren, die vom Kopf her für die Starbulls sprechen. Zum einen könnte die Erwartungshaltung der Fans auch zu großen Druck auf die Roten Teufel ausüben - Übermotivation ist oftmals ein schlechter Ratgeber. Zum anderen haben die Nauheimer in den Köpfen, am Sonntag in Rosenheim das Weiterkommen schon verpasst zu haben. Denn als die Gäste von 0:2 auf 2:2 stellten, waren sie im Aufwind - und mussten dann den Dämpfer in Form von Dylan Stanleys 3:2-Führungstor hinnehmen.

Ein weiterer psychologischer Faktor der für Rosenheim spricht: Die Mannschaft von Trainer Franz Steer hatte zuletzt zwei mehr als ordentliche Auftritte in der Wetterau: In Spiel drei entführte man mit 3:2 in der Verlängerung den Sieg, Spiel fünf ging ebenfalls in die Verlängerung, endete dann aber mit 2:1 für Bad Nauheim. "Spitz-auf-Knopf-Spiele" im Colonel-Knight-Stadion werfen die Starbulls jedenfalls nicht mehr um.

"Es wird eine ganz enge Kiste", meint Rosenheims Trainer Steer, zeigte sich nach dem sechsten Duell aber sehr selbstbewusst: "Wir sind darauf vorbereitet." Und er formuliert deshalb auch ganz klar: "Wir wollen nach Herne!" Der Halbfinalgegner für den Sieger dieser Begegnung steht bereits seit Freitag parat - und schon am Gründonnerstag würde es für die Starbulls bei einem Erfolg heute weiter ins Ruhrgebiet gehen.

Steer wird wohl auf den gleichen Kader wie zuletzt zurückgreifen können - also auch mit Kapitän Martin Reichel, der am Sonntag nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Eis stand, im letzten Drittel dann aber rausgenommen wurde. "Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und wird das auch am Dienstag tun", sagt Steer. In den Play-offs gibt es keine Verletzten. "Jetzt wird es sich zeigen: Mann oder Maus", sagt auch Fred Carroll. Jetzt, genau heute, in so einem siebten Spiel, passiert das, was DSDS-Sieger Thomas Godoj musikalisch verewigt hat: "Denn es werden wieder Helden gesucht, die unter Feuer was vertragen. Unaufhaltsam, nie zu stolz, sich zu verlieren."

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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