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Kontinuierlich zurück ins Mittelmaß

OVB
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Starbulls-Jubel und den Gegner in die Knie gezwungen - dieses Bild gab es zuletzt immer weniger.

Rosenheim - Fünf Spiele haben die Starbulls Rosenheim im Grunddurchgang der Eishockey-Oberliga noch zu absolvieren, ehe sie in den Play-offs eine bislang mäßige Saison noch retten können. **Offener Brief der Mannschaft und Kommentar**

Denn bei so klangvollen Namen im Kader sollte eigentlich mehr herausspringen als nur der Kampf um Rang vier. Die OVB-Sportredaktion hat den bisherigen Saisonverlauf nur anhand von Zahlen und Fakten analysiert.

Offener Brief der Mannschaft und Kommentar

Einmal mehr starteten die Rosenheimer verheißungsvoll in die Spielzeit und mussten im Saisonverlauf die Zwischenziele anders stecken. Hieß vor Saisonbeginn das Ziel noch "Meisterschaft", so musste man bald eine Überlegenheit von Herne anerkennen und im Januar gab Trainer Franz Steer den zweiten Platz als Marke aus. Mittlerweile ist auch der fast außer Reichweite und die Starbulls müssen sich zum Ende des Grunddurchgangs noch um Rang vier und das damit verbundene Heimrecht in einem entscheidenden Play-off-Viertelfinale streiten. Von bislang 105 möglichen Punkten haben sie 58 geholt, das entspricht 55,24 Prozent.

Spitzenreiter Herner EV ist mit 81 Zählern weit weg, auch der EC Peiting (69) und der EHC Dortmund (66) sind fast uneinholbar. Hinter den Starbulls stehen der EC Bad Nauheim (57 Punkte) und der EV Landsberg 2000 (52), wobei diese beiden Teams im Gegensatz zu den Rosenheimern noch sechs Spiele zu absolvieren haben.

Wieder einmal haben die Starbulls einen Traumstart in die Saison hingelegt und sind dann mit all ihren Hoffnungen abgeschmiert: Holte man im Oktober noch 15 Punkte aus sechs Spielen (83,33 Prozent), so wanderten die Rosenheimer in den nächsten Monaten kontinuierlich zurück ins Mittelmaß: Im November holte man 45,83 Prozent aller möglichen Punkte, im Dezember noch einmal 57,14 Prozent, ehe es im Januar wieder nur 46,67 Prozent ergatterte. Im Februar liegt man bislang auf dem Durchschnittswert von 50 Prozent. Zum Vergleich: Peiting und Dortmund starteten im Oktober schwächer als die Starbulls (55,56 Prozent beziehungsweise 66,67), legten dann aber zu. Die Peitinger hatten seit Dezember Top-Werte zwischen 66,67 und 83,33 Prozent, Dortmund blieb konstant und hatte als bislang schwächsten Wert 57,14 Prozent (im November). Und Bad Nauheim holt zum Saison-Endspurt mächtig auf, hat im Februar bislang 100 Prozent aller Punkte geholt!

Ablesen lässt sich der Saisonverlauf auch an der Trefferzahl. Dass in Rosenheim kaum mehr Torreigen zu bejubeln sind, ist kein neuer Effekt - der viertschwächste Wert aller Oberliga-Clubs mit 115 Toren ist dann aber doch zu wenig. In den beiden Monaten, in denen die Starbulls über 50 Prozent aller Punkte holten, hatte man auch den besten Tordurchschnitt: 3,67 Treffer pro Spiel im Oktober, gar vier Einschüsse im Schnitt im Dezember. Im November erzielte man 3,13 Tore/Spiel, im Januar nur noch 3,1 und in den bisherigen Februar-Partien lediglich 2,25 - Tendenz abwärts also!

Das Restprogramm lässt auf einen spannenden Endspurt im Kampf um Platz vier schließen: Die Starbulls (58 Punkte) müssen nach Füssen und Landsberg, empfangen Bad Nauheim, treten beim EHC Klostersee an und haben Dortmund zu Gast. Für Bad Nauheim (57) geht es nach Klostersee, Rosenheim und Herne, zudem haben die "Roten Teufel" Heimspiele gegen Dortmund, Füssen und Passau. Und Landsberg (52) erwartet Bad Tölz, Rosenheim und Peiting und fährt noch nach Passau, Dortmund und Füssen. Nimmt man beim Restprogramm die Partien vom ersten Durchgang, so kommen die Starbulls und Landsberg letztlich auf 65 Punkte und Bad Nauheim erreicht 63 Zähler - damit wäre zumindest Rang vier gesichert.

Aber: Alles nur ein Zahlenspiel! Dem gegenüber steht nämlich der Rosenheimer Abwärtstrend (nur 47,62 Prozent aller Punkte im Jahr 2010) im Vergleich zu Bad Nauheim (72,73 Prozent) und die Tatsache, dass die Starbulls drei ihrer fünf Spiele auswärts bestreiten müssen. Denn in der Fremde holte die Steer-Truppe bislang lediglich 43,14 Prozent aller Punkte - der schlechteste Wert der Top-Sechs in der Oberliga. Fazit: Eine deutliche Steigerung ist nötig!

Thomas Neumeier (Oberbayerisches Volksblatt)

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