3:4-Pleite im vierten Finalspiel in Höchstadt

Jetzt Showdown am Freitag in Waldkraiburg

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Höchstadt - Der Krimi im Playoff-Finale der Eishockey-Bayernliga zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem Höchstadter EC erreicht seinen Höhepunkt.

Am Sonntagabend konnten die Alligators die „Best-of-5“-Serie im Heimspiel gegen die Löwen ausgleichen, das Team von Rainer Zerwesz unterlag im Penalty-Schießen mit 3:4. Zum Mann des Spiels avancierte HEC-Keeper Philipp Schnierstein, „tragischer Held“ für die Industriestädter wurde Max Kaltenhauser, der beim Showdown im entscheidenden fünften Spiel am Freitag zum Zuschauen verdammt sein wird. „Es ist extrem schade, dass Max nicht dabei ist“ fühlte auch Trainer Rainer Zerwesz am Tag nach der Niederlage in Höchstadt mit. „Er hat die Mannschaft die gesamte Saison überragend geführt, da ist es wirklich bitter, dass er im entscheidenden fünften und letzten Saisonspiel nicht auflaufen darf“ so der 47-Jährige über seinen Kapitän, der in der 31. Minute bei den Alligators einen Spieldauerstrafe kassierte. 

Das Spiel selbst begann für die Löwen noch äußerst positiv und daran hatte Kapitän Kaltenhauser den größten Anteil dran. Denn nach gerade einmal 26 Sekunden war es Waldkraiburgs Playoff-Topscorer, der mit seinem 9.Tor im 12.Spiel das 1:0 für die Löwen erzielen konnte (00:26). Die Gastgeber hatten jedoch wenig später die richtige Antwort gefunden und Tomas Urban konnte Patrick Vetter überwinden und den Ausgleich vor 1580 Zuschauern bejubeln (04:26). Die Löwen steckten zwar nicht, erspielten sich ein Übergewicht und setzten die Alligators mächtig unter Druck, doch Keeper Philipp Schnierstein zeigte erneut eine überragend Leistung und trieb den EHC schier zur Verzweiflung. Und wie das dann bekanntlich so ist im Sport, gehen die Schüsse, die man vorne selbst nicht macht, nach hinten los. Ihre erste Überzahl wussten die Alligators zu nutzen, Daniel Sikorski traf noch vor der ersten Pause zum 2:1 für die Hausherren (15:14).

In doppelter Unterzahl und dem Kapitän wie oben erwähnt in der Kabine mussten die Löwen nach einer guten halben Stunde dann den dritten Gegentreffer hinnehmen. Erneut war es Tomas Urban, der jubeln durfte, auf 3:1 für Höchstadt stellen konnte (33:09) und damit auch für eine leichte Vorentscheidung sorgte. Denn nicht nur mit 2 Toren lagen die Höchstadter nun in Front, sie hatten weiterhin mit Schnierstein einen Mann zwischen den Pfosten, der diesen Finalspielen bisher den Stempel aufdrückt: „Er ist der größte Faktor der Serie“ pflichtete auch Zerwesz dieser Einschätzung bei. Sein Team hatte bisher in den Spielen immer die deutlich besseren Chancen- qualitativ wie quantitativ- doch ist der 26-Jährige Schlussmann des HEC nunmal eine Klasse für sich und in bester Playoff-Form. Dass aber auch der EHC über viel Qualität verfügt und selbst in solchen Situationen nicht aufsteckt, bewiesen die Löwen in den folgenden knapp 30 Minuten. 

Höchstädter EC vs. EHC Waldkraiburg

Zunächst brachte Michael Trox die Industriestädter noch im mittleren Abschnitt auf 2:3 heran (36:33), kurz nach Wiederanpfiff des Schlussdrittels schaffte Daniel Hämmerle sogar den Ausgleich (40:32) gegen die sich defensiv stark präsentierenden Panzerechsen. Schnierstein blieb dank aufeinanderfolgenden Angriffswellen des EHC auf Betriebstemperatur, die Löwen schafften es aber bis zum Ablauf der regulären Spielzeit nicht, in nochmals zu überwinden. Da dann auch die Verlängerung torlos blieb, ging es ins Penaltyschießen, wo Ales Kreuzer den entscheidenden Treffer erzielen und den Showdown am Freitag erzwingen konnte. 

„Natürlich bin ich noch etwas enttäuscht“ verriet Rainer Zerwesz am Tag nach der Niederlage. „Wir waren ganz nah dran, die Serie zu entscheiden, haben es aber trotz des Chancen-Übergewichts nicht geschafft. Aber noch ist nichts passiert. Wir haben jetzt am Freitag, vor hoffentlich vollem Haus die Chance, die Meisterschaft zu holen und das wollen wir natürlich schaffen.“ Für den absoluten Showdown am kommenden Freitag zum entscheidenden fünften Playoff-Finalspiel gibt es wieder einen Vorverkauf in XXL: Bei den Waldkraiburger Nachrichten kann man die gesamte Woche über bis Freitagmittag um 12 Uhr die Karten erhalten, außerdem am Donnerstag wie gewohnt von 18 bis 21 Uhr in der Stadiongaststätte.

Eishockey-Bayernliga 2015/ 2016, Playoff-Finale, Serie „Best-of-5“, Spiel 4. 

Höchstadter EC – EHC Waldkraiburg 4:3 n.P. (2:1/ 1:1/ 0:1/ 1:0). Stand in der Serie: 2:2. Tore: 0:1 00:26 Kaltenhauser M. (Kanzelsberger F., Marek J.), 1:1 04:26 Urban T. (Kreuzer A., Dzemla P.), 2:1 15:14 Sikorski D. (Jun D., Urban T. PP1), 3:1 33:09 Urban T. (Sikorski D., Jun D. PP2), 3:2 36:33 Trox M. (Marek J.), 3:3 40:32 Hämmerle D. (Hradek Ch., Hilpert D.), 4:3 65:00 Kreuzer A. (PEN). Strafen: Höchstadter EC 9 Strafminuten + 20 Minuten Spieldauerstrafe (Grau T., Kniecheck), EHC Waldkraiburg 11 Strafminuten + 20 Minuten Spieldauerstrafe (Kaltenhauser M., Stockstich). Zuschauer: 1580.

Pressemeldung EHC Waldkraiburg

Quelle: rosenheim24.de

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