Bittere 3:4 Niederlage

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Kapitän Peter Richter gelang für die Eislöwen der Treffer zum 1:1.

Waldkraiburg - Die Premiere von EHC-Trainer Petr Vorisek verlief am Sonntagabend anders als erwartet. Die Eislöwen unterlagen im eigenen Stadion knapp gegen Miesbach.

Nach einer kämpferisch sehr guten Leistung unterlagen die Waldkraiburger dem TEV Miesbach in einer mit offenem Visier geführten Partie knapp und unglücklich mit 3:4.


EHC-Coach Vorisek konnte in seiner Heimspielpremiere als Löwentrainer auf nahezu alle Spieler zurückgreifen, lediglich Sebastian Mair und Oliver Ferstl mussten passen, der verletzte Torhüter Sebastian Weiß wurde von Back-up-Goalie Robert Lode vertreten.

Die Partie begann aber nicht wirklich nach Geschmack Voriseks: Nach nicht einmal zwei Minuten musste Schlussmann Fabian Birk nämlich bereits hinter sich greifen. Rene Müller verwertete einen Abpraller von der Bande etwas glücklich zum 1:0 für die Gäste (01:54). Die "Löwen" erholten sich aber schnell vom Schock des Rückstands und schlugen zurück. Kapitän Peter Richter zeigte Stürmerqualitäten und spielte sich durch die Miesbacher Abwehrreihen; seinen Rückhandschuss konnte Keeper Gertasdorfer nicht parieren (05:36). Miesbach fand 30 Sekunden später aber schon die passende Antwort und ging durch Josef Schlickenrieder erneut in Führung (06:06), doch sollte diese nicht lange bestehen.


Mario Sorsak prüfte Keeper Geratsdorfer, der die Scheibe nur nach vorne abprallen ließ und damit Thomas Rott in die Karten spielte (12:48). Wer aber dachte, beide Teams würden nun etwas mehr aufs verteidigen achten, sah sich getäuscht, denn sowohl die "Löwen", als auch der TEV suchten ihr Glück weiter in der Offensive. Ex-Löwe Stefan Rohm sorgte daher noch vor der ersten Pause für die abermalige Führung des TEV (17:16).

Auch in den zweiten 20 Minuten ging es weiter munter hin und her und nach nicht einmal einer Minute war wieder ein Tor gefallen. Florian Barth setzte Alex Piskunov stark in Szene, der seinen Alleingang mit dem 3:3 abschloss (20:54). In der Folge konnten die knapp 300 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel sehen, wobei bei den Gästen mehr die Einzelaktionen, bei den Hausherren die geschlossene Mannschaftsleistung hervorstach. Tore sollten in dieser mit offenem Visier geführten Partie aber vorerst keine mehr fallen.

Im Schlussdrittel belauerten sich beide Teams weiter und man wurde den Eindruck nicht los, dass das insgesamt siebte Tor des Spiels eine Vorentscheidung bedeuten würde. Und es waren die Gäste, die dieses Tor erzielen sollten. Der Topscorer der Gäste, Sebastian Deml, überwand Keeper Birk mit einem sehenswerten Schuss zum 4:3 für Miesbach (47:02). In der Folge wurde das Spiel deutlich härter und beide Mannschaften fuhren ihre Checks gnadenlos zu Ende.

So ergab sich die größte Gelegenheit auf den Ausgleich für die "Löwen" nach 52 Minuten: Sowohl Mario Jann, als auch Marinus Kritzenberger mussten zwar auf die Strafbank, doch blieb der EHC zu harmlos und gab nur einen richtigen Schuss aufs Tor der Gäste ab. 1:48 vor Schluss nahm Vorisek dann Keeper Birk vom Eis, ersetzte ihn durch einen weiteren Feldspieler und die "Löwen" setzten sich im Miesbacher Drittel fest. Doch nun machte Keeper Geratsdorfer einen deutlich sichereren Eindruck als in vielen Szenen zuvor. So blieb es nach einer eigentlich starken Leistung beim 3:4 aus Sicht der Hausherren.

"Das war heute wirklich bitter, denn die Jungs haben super gekämpft und hätten wirklich einen Punkt verdient gehabt" hielt Vorisek auf der Pressekonferenz nach dem Spiel fest. Diese Punkte müssen die "Löwen" nun in den nächsten Spielen holen, auch wenn das nicht wirklich leichter wird: Am kommenden Sonntag empfangen sie den Tabellenzweiten aus Bayreuth.

Statistik

Eishockey-Bayernliga 2012/2013, 14. Spieltag

EHC Waldkraiburg - TEV Miesbach 3:4 (2:3/ 1:0/ 0:1)

Tore: 0:1 01:54 Müller R. (Amann Th.), 1:1 05:36 Richter P., 1:2 06:06 Schlickenrieder J. (Rohm St.), 2:2 12:48 Rott Th. (Sorsak M.), 2:3 17:16 Rohm St. (Deml S.), 3:3 20:54 Piskunov A. (Barth F.), 3:4 47:02 Deml S. (Sterba T.)

Strafen: EHC Waldkraiburg 4 Strafminuten, TEV Miesbach 12 Strafminuten

Zuschauer: 267

göß/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: rosenheim24.de

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