Sonthofen und Moosburg - so lautet das schwere Wochenendprogramm für den EHC

Löwen treffen auf Titelfavorit

Schwere Spiele warten an diesem Wochenende auf die Löwen
+
Schwere Spiele warten an diesem Wochenende auf die Löwen.

Waldkraiburg - ERC Sonthofen und EV Moosburg - so lautet das schwere Wochenendprogramm für die Bayernligisten vom EHC Waldkraiburg.

Am Freitag gastiert der Tabellenführer aus Sonthofen in der Industriestadt (Spielbeginn: 19.45 Uhr), am Sonntag wartet der starke Aufsteiger Moosburg in der Sparkassen-Arena (17.15 Uhr).

Es ist Halbzeit in der Eishockey-Bayernliga für den EHC Waldkraiburg- nach 14 Spieltagen der Vorrunde dürfte das Ergebnis aber eher ernüchternd ausfallen. Ambitioniert gestartet, holte man bisher nur fünf Siege und kassierte neun Niederlagen, liegt mit 14 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz und hat schon eine Trainerentlassung hinter sich.

Unter Coach Petr Vorisek, der den EHC Mitte November übernahm, will man jetzt wieder in ruhigeres und vor allem erfolgreicheres Fahrwasser kommen, gerade nach der Vorsaison, die ja eher enttäuschend verlief. In höchst erfolgreichem Fahrwasser befindet sich seit Saisonbeginn der Tabellenführer Sonthofen, der am Freitag seine sportliche Visitenkarte in Waldkraiburg abgeben wird.

Im Vorjahr noch im Halbfinale am EV Weiden gescheitert, wurde für diese Spielzeit der Aufstieg in die Oberliga Süd als Saisonziel ausgegeben. Dafür wurde der ohnehin starke Kader weiter aufgewertet: aus der zweithöchsten Liga Österreichs kam Stürmer Andreas Kleinheinz, der mit 33 Punkten aus 13 Spielen derzeit auch die Scorerwertung der "Bulls" anführt.

Außerdem wechselten Dejan Pungrasek (zuvor 58 Punkte in 25 Spielen beim SC Forst in der Landesliga), der Deutsch-Amerikaner Josh Rabbani, Robin Berger vom ESV Kaufbeuren und Michael Waginger vom DEL-Club ERC Ingolstadt ins Oberallgäu. In dieser Woche wurde dann auch noch die Verpflichtung von Verteidiger Christian Franz vom Oberligisten Bad Nauheim bekannt gegeben- und das, obwohl man mit nur 30 Gegentoren ohnehin schon die beste Defensive der Liga stellt. Mit 39 Punkten und vier Zählern Vorsprung auf den Zweiten aus Bayreuth führen die Bullen von Trainer Harald Waibel souverän das Tableau der Liga an, bisher kassierten sie in 14 Begegnungen nur eine Niederlage.

Und genau die setzte es am dritten Spieltag im eigenen Stadion mit 7:8 nach Penalty-Schießen gegen den Sonntagsgegner der Waldkraiburger, den Aufsteiger EV Moosburg. Die Mannschaft vom ehemaligen Trainer des EHC, Klaus Feistl, liegt im Augenblick auf dem fünften Tabellenplatz, ist damit das stärkste Neumitglied der Liga.

Auch die "Löwen" konnten sich am zweiten Spieltag der Saison bereits einen Eindruck von der Offensivstärke der Dreirosenstädter machen: Mit 2:5 unterlagen die Industriestädter im eigenen Stadion dem EVM. Mit Alexander Feistl haben die Moosburger einen gefährlichen Stürmer in ihren Reihen, der im Durchschnitt in jedem Spiel ein Tor erzielt und eines auflegt, auch der ehemalige Waldkraiburger Eric Dylla dreht mit 23 Punkten in 15 Spielen mit 36 Jahren nochmals auf.

Kontingentspieler Rob Labute, der sich zu Saisonbeginn bei mehreren Bayernligisten ins Gespräch brachte und schließlich an der Isar landete, hat sich inzwischen auch gut eingelebt: In 15 Spielen netzte der Kanadier neun Mal und gab zusätzlich zehn Vorlagen. Wie Sonthofen hat auch Moosburg während der Saison nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Vom Oberligisten EV Regensburg wechselte mit Thomas Daffner ein sehr erfahrener Mann nach Moosburg. Der gebürtige Landshuter, der beim EV Moosburg das Eishockeyspielen erlernte und im Laufe seiner Karriere unter anderem 337 DEL- und Erstligaspiele absolvierte, ist zwar schon 41 Jahre alt, unterschätzen darf man den Kameraden aber bei weitem nicht.

Im letzten Jahr in Regensburg traf er in 45 Spielen 26 Mal und bereitete weitere 31 Tore vor. Für den EHC Waldkraiburg stehen also zwei schwere Aufgaben auf dem Programm und darum hoffen die "Löwen" auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Fans, um endlich in ruhigeres und erfolgreicheres Fahrwasser zu kommen.

göß

Kommentare