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TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg 0:2

BZL-Relegation: Wasserburg legt in Traunreut vor!

Zufriedene Mienen bei den Wasserburgern nach dem Auswärtserfolg in Traunreut. Die Löwen beglückwünschen sich zum ersten Schritt in Richtung Bezirksliga.
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Zufriedene Mienen bei den Wasserburgern nach dem Auswärtserfolg in Traunreut. Die Löwen beglückwünschen sich zum ersten Schritt in Richtung Bezirksliga.

Traunreut – Die Wasserburger Löwen gewannen aufgrund einer soliden Leistung verdientermaßen das Hinspiel der Bezirksliga-Relegation beim TuS Traunreut. Dabei profitierten sie einerseits von zum Teil eklatanten Fehlern der Gastgeber – und zeigten andererseits ihre Klasse. Die Ausgangslage für den TSV 1880 in die zweite Runde einzuziehen ist nun glänzend: Beim Rückspiel in Wasserburg braucht der TuS eine Sternstunde – oder ein kleines Fußball-Wunder.

Die Wolken hatten sich verzogen - strahlend blauer Himmel über dem Chiemgau erwartete die knapp 600 Fußballbegeisterten in Traunreut. Beste Fußballbedingungen also. Es war alles angerichtet für ein spannendes Relegations-Hinspiel in Sachen Bezirksliga-Aufstieg zwischen dem heimischen TuS und den doch favorisierten Gästen aus Wasserburg.

Taktisch geprägte, ausgeglichene Anfangsphase

In der Anfangsviertelstunde präsentierte sich das Geschehen äußerst ausgeglichen. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab. Dabei legten beide Wert auf das Verschieben und die Ordnung im Spiel gegen den Ball – und suchten im Ballbesitz erst einmal ihre Anspielstationen. Über Ballzirkulation Sicherheit gewinnen, hieß das Motto. Vorerst ging also keines der Teams ein Risiko ein, zuviel stand dazu auf dem Spiel – es gab die typische Anfangsphase eines Relegattionsmatches auf Augenhöhe zu sehen.

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Auch das Tempo des Spiels war dadurch noch nicht allzu hoch. Klar, wenn vorerst die Vorsicht regiert. Zu eng waren dazu die Räume im Mittelfeld. Bevor der Ballverlust riskiert wurde, suchten die Akteure lieber noch einmal den unbedrängten freien Mitspieler. Beim Versuch so ins Spiel zu finden, zeigten beide Mannschaften großen Respekt voreinander – und taten sich zunächst offensiv nicht sonderlich weh.

Traunreut hat erste Großchance - dann folgt der Schock!

Nach 18 Minuten waren es dann die Hausherren, die sich als erstes durchspielen konnten - und wie: Die Wasserburger Abwehr passte einmal ganz und gar nicht auf, war nicht in der Ordnung - Traunreuts Stefan Pitzka wurde halbrechts im Sechzehner angespielt und hatte plötzlich freie Bahn. Doch beim Versuch den Ball aus acht Metern in Tor zu befördern, scheiterte er mit seinem zu schwachen Abschluss an Wasserburgs Keeper Georg Haas! Eine richtig gute Möglichkeit – das hätte die Führung für die grüngewandeten Gastgeber sein können.

TuS Traunreut - TSV Wasserburg

Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
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Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg
Bezirksliga-Relegation: TuS Traunreut - TSV 1880 Wasserburg © Beinschuss

Keine zehn Minuten später klingelte es vollkommen aus dem Nichts auf der Gegenseite! Was für eine unfassbare Szene: Aus dem linken Mittelfeld der Wasserburger heraus schlug Johannes Lindner einen Ball einfach weit nach vorne Richtung Tor der Traunreuter. Deren Torwart Christopher Mayer kam raus, der Ball sprang extrem hoch auf, der Keeper verschätzte sich total - und konnte dem über ihn hüpfenden Leder nur noch ungläubig hinterher schauen. In hohem Bogen senkte sich der Ball kurz vor der Latte ins Netz (24.)! Ein Wahnsinn – was für eine Slapstick-Einlage! Ein Riesen-Fauxpas des Traunreuter Schlussmannes. In einer eigentlich völlig ungefährlichen Situation.

Treffer wirkt nach - Wasserburg gewinnt die Oberhand

Nach der Führung und dem Auswärtstor der Gäste ereignete sich wie zuvor eigentlich nicht allzu viel Spektakuläres. Es spielte sich weiter Vieles im Mittelfeld ab – aber Traunreut wirkte doch sichtlich mitgenommen von dem Gegentor aus heiterem Himmel und Wasserburg bekam nach und nach Feldvorteile.

Auch ihr Treffer gab den Löwen natürlich Selbstvertrauen. Sie waren jetzt öfter in des Gegners Hälfte zu finden und erspielten sich eine Reihe von Standards und Eckbällen – die allerdings zunächst allesamt nichts einbrachten.

Löwen greifen erfolgreich in die Trickkiste

Bis kurz vor Ende der ersten Spielhälfte. Dann waren zu viele Standards offensichtlich doch des Gegners Tod. Und es gab die Szne schlechthin des Spiels zu sehen! Die Wasserburger Löwen zeigten eine wunderbare Eckballvariante: Matthias Haas brachte das Leder von links flach herein, am Fünfereck ließ Jean-Philippe Stephan den Ball ganz geschickt einfach durch die Beine laufen - und düpierte damit alle umstehenden Gegenspieler. Der Ball ging durch zu Dominik Haas, der ebenfalls am kurzen Eck postiert war – und ihn drei Meter zurücklegte. Stephan selbst war blitzschnell im Bogen zurückgelaufen ist – und schlenzte traumhaft und unhaltbar in den rechten Winkel (42.)! Das war einstudiert – und das war klasse! Traunreut hatte damit nicht gerechnet, konnte es nicht verteidigen – und war ausgetrickst.

Dann war erst einmal Pause. Und die Traunreuter waren völlig bedient. Zu Beginn hatte wenig darauf hingedeutet, dass sie hier bereits nach 45 Minuten derart ausschlaggebend im Hintertreffen liegen könnten. Sie hatten brachten erst selbst ins Hintertreffen gebracht, dann griffen die cleveren und abgezockten Wasserburger Löwen tief in die Trickkiste - und schlugen eiskalt zu. 0:2 zur Halbzeit. Alle Zeichen standen auf einen ganz wichtigen Erfolg für Wasserburg.

Dicke Möglichkeit für Wasserburg nach der Pause

Und auch nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild nicht mehr: Wasserburg blieb das überlegene Team. Nach einem Freistoß für den TSV 1880 bekamen es die Traunreuter wieder nicht richtig verteidigt, der hohe Ball kam im Strafraum irgendwie zu Wasserburgs Kapitän Dominik Haas, der aus kurzer Distanz rechts vor dem Tor einzuschieben versuchte - aber dabei nur den langen Pfosten traf! Von dort sprang der Ball zurück in die Arme des bereits geschlagenen TuS-Keepers Mayer (54.). Das wäre beinahe bereits das 0:3 gewesen.

Die Traunreuter wirkten vollkommen von der Rolle. Wirklich konstruktives gelang ihnen nicht mehr – und sie schienen den einmal verlorenen Faden auch nicht wieder zu finden. Es gibt eben solche entscheidenden Momente im Fußball – und Wasserburgs Treffer in Halbzeit Eins waren solche Momente: Das brutale erste Gegentor hatte die Gastgeber offensichtlich total aus der Bahn geworfen, das zweite kurz vor der Pause ihnen den Rest versetzt. Nichts deutete darauf hin, dass sie sich davon noch einmal erholen und herankommen würden. Dabei hatten sie nach knapp zwanzig Minuten in einem völlig ausgeglichenen Spiel noch die erste dicke Chance gehabt.

Traunreut findet keinen Weg zurück - Löwen verwalten Vorsprung geschickt

Und so war es dann auch. Das Spiel schien in diesem Zustand in gewisser Weise "eingefroren". Es tat sich einfach nicht mehr besonders viel. Wasserburg reichte das aus. Die Gäste gingen keinerlei Risiko mehr ein das formidable Zwischenergebnis unnötigerweise noch zu gefährden - dem Gastgeber fehlten sowohl die Mittel, als auch vor allem der Glaube. Wenn eine Mannschaft überhaupt noch offensive Akzente setzen konnte – dann waren es ab und an die nun in aller Ruhe und mit ihrer ganzen Routine aufspielenden Wasserburger.

Auch in der Schlussviertelstunde änderte sich an diesem Spielfilm nichts mehr. Traunreut musste eigentlich noch irgendwas probieren, leistete sich aber teils haarsträubende Fehler im Aufbauspiel - unter dem Strich war es ein gebrauchter Tag für die Jungs in Grün. Die Löwen hingegen spielten das ganz clever, überlegen und seelenruhig zu Ende – auch wenn sie ihr Konter nicht zu Ende fuhren.

Wasserburgs Biss und Routine zahlen sich aus

Resultat waren keine weiteren Treffer für Wasserburg – aber eben auch keine mehr für Traunreut. Auch wenn die Löwen hier dem dritten Treffer weit näher waren, als der TuS dem Anschluss. Denn Traunreut blieb ohne wirkliche Torgelegenheit im gesamten zweiten Durchgang - und hatte eben auch nur diese eine hundertprozentige Möglichkeit in der ersten Halbzeit gehabt. Das war alles in allem einfach zu wenig, um routinierte und konzentrierte Wasserburger Löwen zu gefährden. Denen gehörte das Mittelfeld, sie gewannen die wichtigen Zweikämpfe – und behielten damit die Kontrolle der Begegnung.

Nach 93 Minuten war Teil Eins der Relegation zur Bezirksliga Geschichte. Der TSV 1880 Wasserburg gewann in Summe völlig verdient das Auftaktmatch in Traunreut, fuhr einen ganz wichtigen Auswärtserfolg inklusive zweier Auswärtstore ein – und machte damit einen riesigen Schritt in Richtung der über den Bezirksliga-Aufstieg entscheidenden zweiten Runde gegen den Vertreter aus dem Kreis Donau/Isar.

Traunreut vor dem Aus - Löwen ganz nah an Runde Zwei

Die Grünen aus Traunreut brauchen - gemessen an der heutigen Leistung - ein kleines Wunder, um im Rückspiel im Wasserburger Badria-Stadion daran noch irgendetwas zu ändern. Das schlimme Gegentor und der Rückstand hatten dem TuS das sportliche Genick gebrochen. Dementsprechend enttäuscht schlichen die konsternierten TuS-Kicker vom Feld.

Die Wasserburger hingegen waren noch nicht überschwänglich - aber hochzufrieden. Konnten sie auch sein. Denn nach dem aus ihrer Sicht tollen Resultat halten sie alle Trümpfe in der Hand! Für die Löwen war es ein Top-Auswärtsergebnis – sie haben eine exzellente Ausgangsposition für das zweite Aufeinandertreffen am Samstag.

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