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SV Seeon-Seebruck - SV Riedering 2:1

Fallrückzieher zum Klassenerhalt: Axthammer rettet Seeon-Seebruck!

Die Kicker des SV Seeon-Seebruck bejubeln ihren Last-Minute-Sieg gegen den SV Riedering - und den damit verbundenen Klassenerhalt.
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Doch noch geschafft! Die Kicker des SV Seeon-Seebruck bejubeln ihren Last-Minute-Sieg gegen den SV Riedering - und den damit verbundenen Klassenerhalt.

Prien – In einem Relegationsspiel der wunderschönen Tore und vielen vergebenen Möglichkeiten setzte sich am Ende der über weite Strecken unterlegene SV Seeon-Seebruck gegen den vom Großteil des Publikums angefeuerten SV Riedering durch. Dem SVS reichten dafür eine starke Schlussphase – und zwei absolute Traum-Treffer! Zum Matchwinner der Seeoner avancierte wenige Sekunden vor Schluss Daniel Axthammer. Riederings Traum vom Aufstieg scheint geplatzt – aber es gibt noch ein Hintertürchen.

Im Spiel zwischen Seeon-Seebruck und dem Riedering ging es um den vorletzten Kreisligaplatz. Zuvor hatten sich der SVS in einem wilden Duell mit dem SC Inzell und der SVR in einem umkämpften Relegationsderby bei strömendem Regen gegen den Nachbarn und Lokalrivalen SV Söllhuben durchgesetzt.

„Man hat gesehen, dass meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen hat“, betonte SVS-Coach Ralf Rößler nach dem 5:4 Herzinfarkt-Spiel in Grabenstätt. Und fügte an: „Von der Physis her sind wir gut drauf. Aber wir dürfen in der Defensive nicht mehr so viele Fehler machen, wie gegen Inzell!“. Wobei die Seeon-Seebrucker mit dem SV Riedering auch auf eine ganz andere Mannschaft trafen: glänzte der SC Inzell vornehmlich mit seinem Sturm um den dreifachen Torschützen Fabian Zeidler und offenbarte eine löchrige Defensive, so zeigten sich die Riederinger eher als ein ausgeglicheneres, robustes Team, in welchem Mittelfeldakteur Michael Hanisch hervorstach.

Blitzstart mit offenem Visier - 1:1 nach sechs Minuten!

Auch wenn man nicht davon ausgehen konnte, dass es ein ähnlich irres Torfestival geben würde, wie zwischen Seeon und Inzell – so stand es vor den gut 800 Zuschauern, welche sich diesen Schlager im Priener Sportpark nicht entgehen lassen wollten, doch bereits nach sechs Minuten 1:1. Auch hier agierten beide zu Beginn mit einem fast naiv-offenen Visier.

Schon in der ersten Minute hätte der SVS in Führung gehen können: Riederings Wolfgang Ofenmacher konnte gerade noch per Grätsche vor dem einschussbereiten Seeoner Thomas Mitterer klären. Nach fünf Minuten war es dann soweit: Führung Seeon – durch eine verunglückte Flanke. Sebastian Axthammers Hereingabe aus dem Halbfeld aus etwas 20 Metern wurde immer länger, senkte sich relativ spät - und schlug schließlich hinter dem düpierten SVR-Keeper Markus Leberfinger im langen Eck ein.

Doch Riedering schlug postwendend zurück. Keine Atempause in Prien. Nicht mal eine Minute nach der Führung der Seeoner fiel der Ausgleich für Riedering: Simon Perr fasste sich ein Herz, zog voll ab - und schweißte das Ding aus 30 Metern in den rechten Winkel (30.). Ein herrlicher Treffer! Und was für ein spektakulärer Beginn der Partie!

Riedering übernimmt die Kontrolle - und hat die Chancen

In der beide – man konnte es fast erwarten – größere Lücken in der Hintermannschaft zur Schau stellten. Zwar musste auch Riederings Torhüter Leberfinger entscheidend eingreifen um gefährliche Situationen zu bereinigen – die Mehrzahl an Offensivaktionen hatte jedoch der SVR: Zum einen durch Standardsituationen – zum anderen nach einem Gassenpass des aktiven Perr auf Martin Haas, der jedoch im Anschluss kläglich verzog (13.). Dennoch: Der SV Riedering hatte hier gegen den klassenhöheren Konkurrenten definitiv mehr und mehr die Spielkontrolle übernommen – und verlagerte das Geschehen in die Spielfeldhälfte des SVS.

Service:

die Spielstatistik

Relegation im Überblick

Nach etwa 25 Minuten beruhigte sich das Geschehen merklich – verflachte aber auch deutlich: Weder bei Kreisligist Seeon-Seebruck noch bei Kreisklassist Riedering war jetzt eine wirklich klare Spielidee zu erkennen. Beide Teams hatten zu wenig Linie in ihrem Spiel - und trennten sich im Mittelfeld definitiv zu spät vom Ball.

Schock für den SVR - Mittelfeldmotor Hanisch muss verletzt raus

Gute zehn Minuten darauf folgte der Schockmoment für den SV Riedering! Der verlor seinen herausragenden Akteur und Lenker im Mittelfeld: In einem für ihn unglücklich gelaufenen Zweikampf verletzte sich Riederings Spielmacher Hanisch so schwer, dass er zwei Minuten darauf ausgetauscht werden musste (35). Ein herber Rückschlag für den SVR! Für Hanisch kam Thomas Stuhlreiter ins Spiel – und wurde sogleich in die Sturmspitze beordert (37.).

SV Seeon-Seebruck - SV Riedering

Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering
Kreisliga-Relegation: SV Seeon-Seebruck - SV Riedering © Beinschuss

Wieder nur eine Minute nach diesem verletzungsbedingten Wechsel die Großchance für Riedering: Nach einer Flanke von Stefan Anner, aus der Nähe der rechten Eckfahne, kam am langen Pfosten Riederings Andreas Hiltner zum Kopfball. Doch Seeons Torwart Manuel Hömmerich zeigte mit einem tollen Reflex seine ganze Klasse - und hielt den Ball mit der linken Tatze (38.)!

Seeon fällt nichts ein - aber Riedering trifft nicht

Im Gegensatz dazu fiel den Seeon-Sebruckern nach vorne nicht allzuviel ein. Die Riederinger verteidigten jetzt sorgsamer – und so war regelmäßig spätestens zwanzig Meter vor dem Gehäuse von Leberfinger Schluss mit den Bemühungen des SVS.

Kurz vor der Pause wurde der SV Riedering nochmal bei einem Standard gefährlich: Andreas Hiltner schlug eine Ecke auf den kurzen Pfosten. Dort stieg Riederings Kapitän Maximilian Harter im Luftkampf am höchsten - setzte den Ball mit dem Kopf aber gut einen Meter neben das Seeoner Tor (44.).

Seeon-Seebruck sorgt für ausgeglicheneren zweiten Durchgang

Dann war Halbzeit. Und es ging mit dem 1:1 in die Kabinen: Ein echter Leckerbissen war das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewesen – aber natürlich jederzeit hoch spannend. Alles in Allem hatten sich die Riederinger hier als die erkennbar bessere Mannschaft präsentiert. Trotzdem stand es unentschieden. Und für Seeon kam der Halbzeitpfiff zur richtigen Zeit, um sich erst einmal neu ordnen zu können.

Dies gelang offensichtlich - denn der SVS kehrte verbessert auf den Rasen des Priener Sportgeländes, um welchen herum sich deutlich mehr Anhänger des SV Riedering eingefunden hatten, zurück. Als Folge davon waren es auch die Seeoner, welche die ersten erwähnenswerten Möglichkeiten bekamen: Beide Male gehörte Seeons Philipp Eder zu den Protagionisten. Einmal setzte sich gut im Sechzehner des SVR gegen den ersten Abwehrspieler durch, blieb jedoch am zweiten hängen (53.) – dann kam er nach einem von kurz nach der Mittellinie nach vorne geschlagenen Ball frei zum Kopfball – verfehlte sein Ziel aber um wenige Meter (55.).

SVR-Wahnsinn: Perr lässt durch - Stuhlreiter aus drei Metern drüber! 

Nach einer Stunde dann aber die Wahnsinnsmöglichkeit schlechthin für Riedering: Anner zog unwiderstehlich von der rechten Seite in den Sechzehner der Seeoner und brachte anschließend einen flachen Ball in die Mitte. Am Fünfer ließ Perr die Kugel ganz stark einfach nur geschickt passieren – und das Leder gelangte zum drei Meter vor der Linie freistehenden eingewechselten Stuhlreiter. Doch was machte der SVR-Stürmer? Er nahm den Ball direkt - und setzte das Ding satte zwei Meter drüber! Eine unglaubliche Szene.

Die Partie war zwar jetzt wesentlich ausgeglichener, als noch in Hälfte Eins – auch die Seeoner hatten jetzt vielversprechende Vorstöße, auch wenn sie diese nicht oder schlampig zu Ende spielten – aber auch gegen Ende des zweiten Durchgangs und mit zunehmender Nervosität auf beiden Seiten, aufgrund dessen, was auf dem Spiel stand, litt die Qualität. Spielerisch ließ das mittlerweile zu wünschen übrig. Aber darum ging es jetzt auch nicht mehr – es ging ums Gewinnen, ums Durchkommen.Gute Torchancen waren Mangelware und entstanden meist nur noch durch Unzulänglichkeiten der jeweiligen Abwehrreihen.

In den Schlussminuten dreht Seoon-Seebruck auf

Obwohl beide es noch einmal versuchten, gehörten die guten Chancen in den letzten zehn Minuten dann Seeon-Seebruck: Nach einem Einwurf des SVS probierte es Mitterer per Direktabnahme aus zwanzig Metern – der Ball tischte einen halben Meter neben dem kurzen Pfosten auf (80.). Dann drückte Riederings Anner nach einer Ecke der Seeoner den Ball mit dem rechten Oberschenkel beinahe über die eigene Linie (82.).

Wenige Minuten darauf brachte Benedikt König nach einer guten Kombination der Seeoner vom rechten Sechzehnereck die Flanke in die Mitte - diese entpuppte sich jedoch letztlich als Torschuss, der nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbeiflatterte (86.). Und zu guter Letzt prüfte Mitterer, nachdem er von der rechten Seite in den Strafraum eingedrungen war, Leberfinger mit einem Schuss auf die kurze Ecke – Riederings Torhüter war zur Stelle (87.).

Unglaublich: Axthammer macht es - per Fallrückzieher!

Dann fiel zwei Zeigerumdrehungen vor Ende der regulären Spielzeit doch noch die Entscheidung. Und wie! Seeons Daniel Axthammer rettete seinem SVS die komplette Saison – mit einem absoluten Traumtor! Und das in dieser Situation – ein Wahnsinn! Nach einer hohen Hereingabe setzte er etwa fünfzehn Meter vor dem Tor zum Fallrückzieher an – und hämmerte das Ding tatsächlich ins rechte Eck (88.)! Vollkommen irre – die Seeoner Equipe flippte aus!

Das war die Entscheidung. Nach drei Minuten Nachspielzeit war Schluss. Der SV Seeon-Seebruck gewann dank zweier Traumtore gegen den SV Riedering und sicherte sich somit den Klassenerhalt in der Kreisliga. Gemessen am kompletten Spielverlauf, den Feldvorteilen und vor allem der ersten Halbzeit sicherlich ein glücklicher Erfolg der Seeoner. Hinten raus allerdings hatten auch sie gute Gelegenheiten – und haben es vielleicht einfach erzwungen. Jedenfalls hatten sie im entscheidenden Moment den entscheidenden Mann – mit der entscheidenden Aktion: Daniel Axthammer wurde zum Helden von Prien und sorgt für Jubel in Seeon-Seebruck!

SVS bejubelt den Klassenerhalt - Riedering muss auf Wasserburg hoffen

Für den unterlegenen SV Riedering ist der Traum vom Aufstieg erst einmal ausgeträumt. Doch es gibt eventuell noch ein rettendes Hintertürchen: Der SVR bekäme nämlich noch eine weitere Chance, sollte der TSV 1880 Wasserburg in die Bezirksliga aufsteigen. Dann würde nämlich durch diesen Aufstieg ein zusätzlicher Platz in der Kreisliga frei – und sofort am Sonntag gegen den Verlierer des Duells zwischen Tüßling und Schlossberg ausgespielt.

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