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TSV Bogen - SB Chiemgau Traunstein 1:1

Aufstieg! Der SB Chiemgau Traunstein kämpft sich in die Bayernliga!

Traunsteins tolle Truppe belohnt sich für ihr Kämpferherz mit dem Aufstieg in die Bayernliga!
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Traunsteins tolle Truppe belohnt sich für ihr Kämpferherz mit dem Aufstieg in die Bayernliga!

Bogen – In einer Partie, in der ihnen wirklich noch einmal alles abverlangt wurde, trotzten die Fußballer des SB Chiemgau Traunstein allen Widrigkeiten, überstanden einen Rückstand und auch 70 Minuten in Unterzahl – und holten am Ende ein 1:1. Das Remis war gleichbedeutend mit dem Triumph über den TSV Bogen – und dem Aufstieg in die Bayernliga. Was folgte, war Exstase pur – der überschwängliche Jubel der Truppe von Jochen Reil und ihrer Anhänger wollte kein Ende nehmen. Fußball-Party in Traunstein!

Für das Rückspiel der zweiten Relegationsrunde, in welcher es einen Bayernliga-Platz zu gewinnen gab, hatten sich die Traunsteiner durch ein hervorragendes 2:0 im Hinspiel auf heimischem Rasen eine glänzende Ausgangsposition verschafft.

Probst dabei - Mauerkirchner fällt lange aus

Schwer wog allerdings die frühe – und leider doch schlimmere - Verletzung von Sturmtank Stefan Mauerkirchner. Der musste im ersten Aufeinandertreffen zwischen Bogen und dem SB Chiemgau bereits nach sieben Minuten verletzt ausgewechselt werden. Diagnose: Außenbandabriss und Syndesmosebandanriss. Damit fällt Mauerkirchner länger, wohl sogar bis nach Beginn der neuen Saison aus.

Eine erfreulichere Nachricht offenbarte ein Blick auf den Spielberichtsbogen: Mauerkirchners kongenialer Partner in der vordersten Front der Traunsteiner Maximilian Probst, der im Hinspiel nach knapp einer Stunde Spielzeit ebenfalls verletzungsbedingt vom Feld musste, war dabei. Ihn hatte die medizinische Abteilung der Chiemgauer, den muskulären Problemen zum Trotz, rechtzeitig fit bekommen. Zumindest so fit, dass er erst einmal auflaufen konnte.

Traunstein hat auch in Bogen die Stimmungshoheit

Ein weiterer Blick auf die Ränge des Bogener Stadions machte deutlich, dass der SBC sich hier deutlicher Unterstützung sicher sein durfte. 586 Zuschauer hatten insgesamt den Weg an den Bogenberg gefunden, die Tribüne war gut gefüllt - aber locker die Hälfte der Fans waren aus Traunstein und Umgebung angereist. Sie wollten unbedingt den Bayernliga-Aufstieg miterleben.

Service:

die Spielstatistik

Relegation im Überblick

Dann ging es los, dieses Relegations-Rückspiel. Und es sollte ein denkwürdiges werden: Nach dem erfolgreichen Hinspiel waren die Traunsteiner klar in der Favoritenrolle. Aber es waren die Bogener, welche die Initiative ergreifen mussten – sie wollten, sie mussten ja aufholen. Die Chiemgauer des Trainer-Duos Jochen Reil und Martin Grigat griffen erst wenige Meter vor der Mittellinie an – und ließen den TSV ansonsten kommen. Klare Marschroute: hinten sicher stehen, darauf aufpassen, dass der Gegner keine leichten Chancen bekommt – fürs Erste konnten die Traunsteiner dieses Match ja ganz gelassen angehen.

Tolle Ausgangsposition - Chiemgauer können es entspannt angehen

So gestalteten sich die ersten gut zwanzig Minuten des Duells aus Sicht der Gäste relativ entspannt. Die Traunsteiner machten ihre Sache umsichtig und solide – ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Es schien alles nach Plan zu laufen. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase wie erwartet mehr Ballbesitz, versuchten Druck aufzubauen, doch so richtig gefährlich wurden sie nicht – es blieb bei eher zarten Versuchen der Niederbayern.

Einmal mehr zeigten sich die schwerwiegenden Probleme des TSV in der Offensive – und das dem Team aus dem Vorort von Straubing ganz einfach die Kreativspieler und Knipser fehlen. Ein Umstand, der sie in der regulären Saison erst in die missliche Lage gebracht hat, diese Relegation spielen zu müssen. Bogen musste arbeiten, versuchen anzukurbeln - biss sich aber die Zähne aus. Traunstein konnte abwarten.

SB Chiemgau feiert Aufstieg!

So grandios feiern die Kicker vom Sportbund ihren Liga-Aufstieg. © Beinschuss
Bayernliga-Relegation: TSV Bogen - SB Chiemgau Traunstein
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Bayernliga-Relegation: TSV Bogen - SB Chiemgau Traunstein
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Bayernliga-Relegation: TSV Bogen - SB Chiemgau Traunstein
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So grandios feiern die Kicker vom Sportbund ihren Liga-Aufstieg. © Beinschuss
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So grandios feiern die Kicker vom Sportbund ihren Liga-Aufstieg. © Beinschuss
So grandios feiern die Kicker vom Sportbund ihren Liga-Aufstieg. © Beinschuss

Natürlich waren die Hausherren klar das Team, welches angesichts des 0:2 Rückstandes aus dem Hinspiel aktiver werden musste. Aber vor Probleme stellte dies den SBC, der sich vornehmlich auf die Arbeit gegen den Ball beschränkte, nicht. Die Traunsteiner machten einen sicheren Eindruck – sie waren kompakt und hatten es im Griff.

Ndiaye zweimal unglücklich - aber einmal auch unschuldig

Einzig brenzlige Situation war eine Szene in der die Bogener den schnellen Daniel Nutz in Richtung des rechten Strafraumecks schickten: Traunsteins Rückhalt Issa Ndiaye kam weit aus seinem Kasten um den Angreifer zu bedrängen, aber zu spät um noch vor ihm zu klären. Eineinhalb Meter außerhalb der rechten Grenze des Sechzehners blieb Ndiaye im letzten Moment demonstrativ weg, da er kein sinnfreies Foulspiel begehen wollte. Nutz allerdings, der ein solches dankbar annehmen wollte, kam in Erwartung des möglichen Kontakts auch so ins Straucheln – und ging zu Boden (6.). Aufschreie auf der Heimbank und im Publikum – ein Foul war es allerdings nicht. Trotzdem gab Schiri Christopher Schwarzmann Freistoß – und Ndiaye Gelb. Eine von vielen Fehlentscheidung des an diesem Tag enttäuschend schwachen Schiedsrichtergespanns.

Konnte man erst noch denken, das sei nicht von größerem Belang, änderte sich dies keine Viertelstunde später – und veränderte das komplette Aufeinandertreffen. Ein zweiter etwas übermotivierter Ausflug des bereits verwarnten Ndiaye endete nämlich verhängnivoll: Ein langer Ball der Bogener überwand die Traunsteiner Abwehr, SBC-Keeper Ndiaye kam im Rauslaufen erneut zu spät - und streckte den TSV-Kapitän Stefan Meyer bei seinem Versuch, an der Strafraumgrenze den Ball wegzuboxen, glatt mit einem Faustschlag nieder (18.). Klarer Elfmeter für Bogen!

SBC-Keeper sieht früh Gelb-Rot - Bogen trifft per Elfer

Dies bedeutete zusätzlich die zweite Gelbe und damit Gelb-Rot für den Schlussmann. Ndiaye durfte, beziehungsweise musste, bei Bullenhitze vorzeitig unter die Dusche. Was für ein Schock für den SB Chiemgau!

Und den Strafstoß für die Hausherren gab es ja auch noch: Im Tor stand derweil Traunsteins Ersatzkeeper Pascal Legat – für ihn hatte Reil den angeschlagenen Angreifer Probst heraus genommen (19.). Die einzig logische Entscheidung – denn bei ihm wusste kein Mensch, wie lange er würde gehen können. Beim fälligen Elfer konnte Legat jedoch nichts ausrichten: Bogens Marco Jordan übernahm die Verantwortung – und verwandelte mit traumwandlerischer Sicherheit zum 1:0 (20.)!

Traunstein wähnt sich im falschen Film - plötzlich ist alles anders

Urplötzlich hatte sich hier alles geändert. Wie in einem schlechten Film wurden die bösesten Vorahnungen war. Mega-ärgerlich natürlich aus Traunsteiner Sicht: Denn die Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns bei der ersten Gelben für Ndiaye erwies sich nun als folgenschwer – und möglicherweise fatal. Die Heimelf führte, der SB Chiemgau spielte nur noch zu zehnt - und ohne seinen etatmäßigen Torhüter! Recht viel schlechter hätten die ersten Minuten, die bis dahin ganz easy wirkten, so gesehen für den SBC nicht laufen können. So schnell kann es gehen.

Nach einer Trinkpause unverändert dasselbe Bild: Bogen musste bei über 28°C anspielen und ließ dabei Kraft. Den Gästen aus dem Chiemgau blieb zu zehnt und ohne Sturmduo endgültig nur übrig, so gut wie möglich nichts zuzulassen und gelegentlich zu kontern. Auf sie warteten bei brütender Hitze mindestens 70 Minuten ebenso kräftezehrender Unterzahl – und das in einer solchen Drucksituation. Es war klar, dass dies hauteng werden würde. Eine bittere Situation für den SB Chiemgau angesichts der eigentlich exzellenten Ausgangslage - aber davon hatte er in dieser Saison schon so einige gemeistert.

Spiel ohne Spektakel mutiert zum Kampf um Alles oder Nichts

Bis auf den Aufreger, der zu Elfmeter und Platzverweis geführt hatte, gab es keine wirklich spektakulären Szenen. Das Spiel lebte von der fast greifbaren Spannung. Und wurde immer härter. Teilweise ging es jetzt schon sehr rustikal zur Sache. Es war richtig hitzig – nicht nur wegen der Temperaturen. In fast jedem Zweikampf war das Publikum von einer Seite da und forderte vehement Freistöße und Karten. Es ging also auch abseits des Rasens heiß her. Das Spiel wurde immer wieder durch Fouls unterbrochen - Spielfluss konnte so keiner aufkommen. An ein schönes Fußballspiel war unter diesen Umständen nicht zu denken. Es war völlig klar: Das hier würde ein „Kampf um die Bayernliga“ werden - auf Biegen und Brechen.

Ein einziges Mal gelang es den Traunsteiner allerdings, im Laufe der ersten Halbzeit selbst Torgefahr auszustrahlen: Die Gäste setzten über links zum Gegenangriff an, kamen durch, Max Bauer drang in den Strafraum ein und legte im Fallen quer zu seinem Kapitän Patrick Schön – doch der traf bei seinem Versuch, es aus Elfmeterdistanz selbst zu machen, das Spielgerät nicht richtig (32.). Es war die beste Offensivszene der Chiemgauer im ersten Durchgang.

Bogen drückt - Latte rettet dezimierte Traunsteiner

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Spiel, welches der Ausgangslage zur Pause entsprach. Traunstein war dezimiert - und das noch eine komplette Hälfte lang. Das Duell dieser Beiden schien wieder völlig offen - zumal die numerische Überzahl den Hausherren bei hochsommerlichen Temperaturen natürlich in die Karten spielte.

Im zweiten Abschnitt wurde Gastgeber Bogen immer druckvoller, Traunstein produzierte daraufhin anfangs zu viele Freistöße in der eigenen Hälfte. Ein Umstand, der sich in der 54. Minute beinahe böse gerächt hätte: TSV-Antreiber Nutz brachte einen Freistoß für Bogen aus dem linken Halbfeld nach innen, dort verlängerte Traunsteins Franz Eyrainer unglücklich per Kopf nach hinten - und die Bogenlampe klatschte über den verdutzten SBC-Keeper Legat hinweg an die Latte! Da wäre der Schlussmann nie mehr hingekommen. Riesen-Dusel für den SBC in dieser Situation - da hätte der Vorsprung aufgebraucht sein können! Aber das Glück ist ja bekanntlich mit den Tüchtigen.

SB Chiemgau kämpft um Entlastung - und gegen die Uhr

Es war wirklich kein besonders schön anzuschauendes, ästhetisches Spiel. Einerseits ging es dafür um zu viel, andererseits sah die Dramaturgie dieses Tages dies offensichtlich auch nicht vor. Dafür blieb die Frage, ob der SB Chiemgau hier in dieser Hitzeschlacht durchkommen würde, ungeheuer spannend.

Die Chiemgauer hätten mehr Entlastung gebraucht. Aber zumindest kamen sie jetzt öfter hinten raus, als nach dem Platzverweis in Halbzeit Eins. Auch deshalb, weil Bogen letztendlich nicht besonders viel einfiel. Natürlich waren die Hausherren hier öfter am Ball - aber aus dem Spiel raus ergab sich bei ihnen nicht viel. Dafür verteidigte Traunstein zu diszipliniert und engagiert.

Nach 71 Minuten machte es SBC-Capitano Schön bei einem Konter gut auf der linken Seite, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und zog das Foul. Das brachte Zeit für die Chiemgauer – und eine gute Möglichkeit: Daniel Willberger zielte den Freistoß ganz weit aufs lange Eck. Der Ball wurde immer länger - und Bogens Torwart Maximilian Putz, der den Ball anfangs wohl etwas unterschätzt hatte, bekam gerade noch die Finger dran - und lenkte ihn über die Querlatte (72.).

Der Spielfilm bleibt gleich - Nervenkrimi bis zum Schluss

Am grundsätzlichen Spielfilm änderte sich hier nichts. Das Geduldspiel spannte alle Beteiligten weiter auf die Folter. Auch in der letzten Viertelstunde setzte sich das Geschehen unverändert fort: Bogen drückt, fand aber wenig Mittel - muss jedoch minütlich mehr Risiko gehen. Torchancen gab es in diesem Spiel so gut wie keine. Fast unglaublich – es war ein reiner Abnutzungskampf. Und die Frage, ob der SBC das durchhalten konnte.

Diese wurde mit schwindenden Kräften auf beiden Seiten immer spannender. Kämpferische Niederbayern versuchten alles. Traunstein verteidigt mit Mann und Maus - und hielt mit allem dagegen, was der Körper noch hergab! Es war schon Wahnsinn, was für eine physische Leistung die Chiemgauer im Saisonfinish und den Relegationsspielen noch zu bringen in der Lage waren.

Bogen bekommt Elfer nicht - Traunstein nach erfolgreichem Konter schon

In der 82. Minute drang Bogens Tobias Richter von links in den Gästestrafraum ein – und wurde dort so unsanft wie resolut vom Ball getrennt. Ganz Bogen forderte erneut Elfmeter! Die Pfeife von Schwarzmann aber blieb diesmal still. Eine strittige Szene – es hat sicher auch schon für weniger Strafstoß gegeben.

Bogen rannte weiter an - scheiterte aber ein ums andere Mal am Abwehrbollwerk der Chiemgauer. Den Gastgebern, die jetzt auch müde waren, fehlte der letzte Tick Tempo und Präzision, der notwendig gewesen wäre, um sich entscheidend durchzusetzen. Dazu mussten sie zuvor zu viel investieren. So häuften sich jetzt die Kontermöglichkeiten für den SB Chiemgau. Sie wurden zwar zunächst nicht ausgespielt - brachten aber wenigstens Entlastung.

Dann ein Konter über die rechte Seite: Langer Ball auf die Außenbahn, der eingewechselte Florian Marchl war auf und davon, gab mustergültig herein auf Schön - und der wurde im Strafraum von seinem nachsetzenden Gegner gefoult! Elfmeter für Traunstein (88.)! Die große Chance für den SBC alles klar zu machen in Sachen Aufstieg: Abwehrspieler Alexander Köberich ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen, blieb ganz cool, verlud Bogens Torwart Putz – und traf links oben zum 1:1 (89.)!

Aufstieg perfekt! Köberich schießt SB Chiemgau in die Bayernliga!

Das war es! Nach 90 Minuten war ohne Nachspielzeit Schluss. Der Rest ging in einem Traunsteiner Jubelorkan unter! Der SB Chiemgau war in der Bayernliga! Spieler, Trainerteam, Offizielle und mitgereiste Anhänger flippten gleichermaßen aus – der Startschuss zu einer Aufstiegsparty, die in und vor der Kabine sowie erneut auf dem Feld bis lange nach Spielschluss andauerte und anschließend zurück in Traunstein ihre Fortsetzung fand.

Was für eine Wahnsinns-Saison hatten die Fußballer des SB Chiemgau Traunstein da hingelegt? Wer immer an sich glaubt, kann tatsächlich Berge versetzen. Den Traunsteiner jedenfalls ist gelungen, was noch vor Monaten kaum einer für möglich gehalten hätte! Nächste Saison spielen sie in der Bayernliga – der Fusionsclub aus der Großen Kreisstadt präsentiert sich als waschechte Erfolgsgeschichte.

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