Relegationskrimi gegen den SV Schloßberg

SV Riedering bejubelt Kreisliga-Aufstieg! 

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Ausgelassene Stimmung herrschte bei den Spielern und den zahlreich vertretenen SVR-Fans nach Ende der Partie.
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Rohrdorf - Der SV Riedering siegt unter dem Strich nicht unverdient im letzten Relegationsspiel der Saison gegen den Nachbar aus Schoßberg mit 1:0. Schütze des goldenen Tores war Andreas Hiltner. Nach den beiden Derbysiegen gegen Söllhuben und Schloßberg spielt der SVR nächstes Jahr Kreisliga. Schloßberg hingegen ist nach langem Kampf letztendlich doch in die Kreisklasse abgestiegen. 

Gut 800 Zuschauer wollten sich das Derby zwischen dem SV Schloßberg und dem SV Riedering am Turner Hölzl in Rohrdorf nicht entgehen lassen. Von Beginn an war die Stimmung fantastisch. Speziell die Riederinger Fans peitschten ihr Team immer wieder nach vorne. Bereits nach 8. Minuten hatte Dominique Dötsch die Führung auf dem Fuß. Etwa 20 Meter vor dem Tor kam der Außenspieler an den Ball, zog in die Mitte und schloss mit links ab. Johannes Wittmann im Tor des SVR hatte allerdings keine Probleme den Ball festzuhalten. Im Nachhinein wäre ein Lupfer mit dem ersten Kontakt über den weit aufgerückten Torhüter die bessere Lösung gewesen. 

Weitere 10 Minuten später hätte es Simon Marold besser machen können, ja sogar müssen. Nach einem Doppelpass mit Dötsch lief der Stürmer allein auf weiter Flur auf den Riederinger Schlussmann zu und schob das Leder mit der Picke wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Nach einer halben Stunde war es dann Michael Mauritz der Johannes Wittmann mit einem Distanzhammer prüfte. Der Keeper konnte den strammen Schuss nur zur Seite klären. Rusp setzte gut nach und kam fünf Meter vor dem Tor an die Kugel, war dann allerdings zu nervös allein vor Wittmann und verstolperte den Ball. Auch in der Mitte auf Höhe des Elfmeterpunktes warteten zwei Schloßberger Spieler einschussbereit auf den Ball. 

Der SV Riedering hatte in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz, konnte dies aber nicht in Torchancen oder gar Zählbares ummünzen. Nur in der 38. Minute musste Cygan einen 25-meter Schuss vom SVR-Kapitän Michael Harter festhalten. Somit ging es torlos in die Kabinen. Angesichts der zwei bis drei sehr guten Möglichkeiten hätte der SVS in einem so wichtigen Spiel in Führung gehen müssen. 

Das Blatt wendete sich nach der Halbzeitpause

Service:

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein komplett anderes Spiel. Der SV Schoßberg musste verletzungsbedingt Andreas Daxer ersetzen und sein Spielkonzept ein wenig verändern. In Folge übernahm der SV Riedering die Kontrolle über das Spiel. Speziell kurz nach der Pause drückten die Schwarz-roten den SVS in deren Hälfte. Nach einer Freistoßflanke von der linken Seite brachte im Gewühl ein Riederinger den Kopf an den Ball und zwang Schloßbergs Keeper Cygan zu einer Glanzparade. Auch kurz darauf konnte "El Tonno" einen tollen Schuss aus 20 Meter von Stefan Anner zur Ecke klären. Der SVS Schloßberg bekam auch nach einer längeren Verletzungsunterbrechung - Cygan prallte mit seinem Kopf nach einem Luftzweikampf gegen den Pfosten- keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Während ihr Konzept in der ersten Halbzeit noch voll aufging, verloren die Mannen von Andreas Schreffl und Patrick Cygan immer mehr die Kontrolle über die Partie. 

SVR-Held Andreas Hiltner

In der 75. Spielminute fiel der entscheidende und vielumjubelte Siegtreffer des SVR. Lutz Remmelberger vertändelte als Innenverteidiger etwa 20 Meter vor dem Tor leichtfertig den Ball. Stefan Anner bedankte sich und machte sich im Vollsprint auf in Richtung  Grundlinie um von dort die Übersicht zu bewahren und auf Andreas Hiltner zurückzulegen, der 5 Meter vor dem Tor lauerte und ohne Probleme den Ball im Netz versenkte. 

In Folge rannte der SV Schloßberg nochmal wild an, jedoch ohne sich klare Torchancen erspielen zu können. Als in der 85. Minute der Torschütze Hiltner wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte sah, flammte bei den SVS-Anhängern kurz Hoffnung auf. Allerdings mussten die SVR-Fans nur noch einmal kurzzeitig ihre Jubelgesänge unterbrechen als der Ansatz eines Seitfallzieher von Markus Zwigl einen halben Meter am Tor vorbei ging. Dann war relativ zügig Schluss und der junge Schiedsrichter, der die Partie nicht immer voll im Griff hatte, das Spiel beendete.

Im Moment des Abstiegs sackten die SV-Spieler mit den Händen über den Kopf auf den Boden. Auf der anderen Seite gab es nur noch unendlich großen Jubel. Familien und Fans rannten auf den Platz und umarmten ihre Helden. Bis tief in die Nacht wurde der Aufstieg in der Heimat gefeiert. 

Quelle: rosenheim24.de

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