Trainer Kasparetti war zufrieden mit seinem Team

Irre Schlussphase in Rosenheim: Vier Tore in sieben Minuten

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Georg Lenz erzielte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:2. Doch in der Nachspielzeit gaben die Rosenheimer das Unentschieden noch aus der Hand.

Rosenheim - Die Schlussphase am Samstag hatte es in sich. Da schafft der TSV 1860 Rosenheim kurz vor Ende der Partie nach einem 0:2 noch den Ausgleich, doch muss sich am Ende des Tages gegen Nürnberg geschlagen geben.

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Es war ein bitteres Ende einer spektakulären Aufholjagd. Nachdem der TSV 1860 Rosenheim in Unterzahl bis zur 85. Minute mit 0:2 hinten lag, gelang Luftetar Mushkolaj ein sehenswertes direktes Freistoßtor aus etwa 18 Metern. In der 89. Minute gelang Georg Lenz sogar noch der erhoffte 2:2-Ausgleich. "Da hatten wir das Momentum eigentlich auf unserer Seite", sagte Coach Thomas Kasparetti nach dem Spiel. Doch die Freude über den möglichen Punktgewinn hielt nicht lange an, in der Nachspielzeit kassierten die Sechzger noch zwei Gegentore und verloren das Spiel. "Natürlich sind wir extrem enttäuscht, wenn man zwei solch späte Gegentore bekommt", bilanziert der 1860-Trainer.

1860-Trainer Kasparetti mit goldenem Händchen

Beide Mannschaften taten sich zu Beginn der Partie schwer. Es war zu erkennen, dass dies das erste Spiel nach der Winterpause war. In der 36. Minute gingen die Franken wie aus dem nichts in Führung. Ein Freistoß flog unberührt durch den Strafraum und landete plötzlich im Rosenheimer Kasten. "Aus unserer Sicht war mindestens ein Spieler im Abseits, der unseren Torwart irritierte" so Kasparetti nach dem Spiel. "Aber im Endeffekt ist es egal, wir dürfen den Freistoß nicht zulassen." 


Nach der Pause blieben die Rosenheimer in der Offensive weiterhin zu harmlos, setzten aber Nürnbergs Defensive öfter unter Druck und zwangen sie so zu Fehlern. Kasparetti: "Wir wussten, wenn Nürnberg einmal schläft, schlagen wir zu." Doch dann waren die Sechzger plötzlich nur noch zu zehnt, weil Linor Shabani die Gelb-Rote Karte sah. "Der Platzverweis war unglücklich und hat uns nicht in die Karten gespielt", so der TSV-Coach. Danach bewies Kasparetti ein goldenes Händchen und wechselte die späteren Torschützen Mushkolaj und Lenz ein.

Kasparetti: "Lasse mit die Leistung von niemandem schlecht reden"

Doch zuvor erzielte der 1. FCN in der 83. Minute das 2:0, eigentlich die Entscheidung. Die Sechzger zeigten anschließend Moral und hatten ihre besten zehn Minuten im Spiel. "Wir hatten nichts mehr zu verlieren gehabt. Wir haben alles nach vorne geschmissen und sind volles Risiko gegangen. Die Mannschaft hat sich dann belohnt, umso bitterer, dass es am Ende nicht reicht." Nürnbergs Trainer Marek Mintal zeigte sich erleichtert über die drei Punkte: "Normalerweise verliest du so ein Spiel 3:2."

Mit dem Auftreten seiner Mannschaft ist der 1860-Coach dennoch zufrieden: "Ich lasse mir die Leistung von niemanden schlecht reden", betont Kasparetti. " In unserer aktuellen Phase muss man geduldig sein." In der kommenden Woche geht es nach Heimstetten. Dann sollen die ersten drei Punkte eingefahren werden, damit der Klassenerhalt gelingen kann.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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