2:1-Sieg in Aschaffenburg nach frühem Rückstand

Wacker Burghausen kämpft sich mit viel Moral zum Auftaktdreier

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Christoph Schulz traf in Aschaffenburg einmal selbst und bereitete den zweiten Treffer vor.

Aschaffenburg - Toller Auftakt für den SV Wacker Burghausen im ersten Spiel nach der Winterpause: Mit einem 2:1-Erfolg beim SV Viktoria Aschaffenburg bescherte die Mannschaft ihrem neuen Trainer Leo Haas einen Traumeinstand und kletterte in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern auf Rang elf. Der Vorsprung auf die Relegationszone beträgt allerdings weiterhin nur drei Punkte.

„Die Vorzeichen nach dem frühen Gegentor waren nicht so gut, aber trotz der schwierigen Situation hat die Mannschaft Moral gezeigt und das Spiel gedreht“, freut sich Haas, dessen Team in der fünften Minute gleich einen Tiefschlag einstecken musste, als Luca Dähn und Philipp Maier nach einem weiten Einwurf von Hamza Boutakhrit hochstiegen und Egon Weber den Einschlag nicht mehr verhindern konnte. „Wir haben schon zehn Minuten gebraucht, da haben wir uns geschüttelt und waren dann im Spiel“, so Haas. In der zwölften Minute war es Sammy Ammari, der die erste Wacker-Chance hatte, aber nicht kontrolliert abschließen konnte. Die Gäste entwickelten in der Folge mehr Druck, auch begünstigt von einigen Fehlern der Viktoria im Spielaufbau. In der 17. Minute wurde ein Schuss von Alex Riemann nach einer Ecke abgefälscht, auf der anderen Seite verfehlte Björn Schnitzer aus 20 Metern den Kasten von Weber knapp (22.).


Bosnjak trifft kurz nach der Einwechslung zum Sieg

Nach einer halben Stunde konnte SVA-Keeper Kevin Birk bei einem Freistoß von Denis Ade erst im Nachfassen klären, ehe auf der anderen Seite Daniel Meißner über die Latte köpfte (34.). In der 43. Minute kam der hart bedrängte Julien Richter noch in aussichtsreicher Position ins Straucheln, aber eine Minute später nutzte Christoph Schulz nach einem Pfostenschuss von Ammari eine Ping-Pong-Situation im Strafraum zum Ausgleich. Und es hätte noch besser kommen können, denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde Lukas Aigner nach einer Ecke im Strafraum gefoult: Schiedsrichter Tobias Wittmann entschied sofort auf Strafstoß, doch Riemann scheiterte an Birk (45. + 4). Psychologischer Vorteil also erneut für die Gäste beim Kabinengang, allerdings brachte die Elf von Trainer Jochen Seitz auch im zweiten Abschnitt nicht den richtigen Druck hinter die Kugel. Auf der anderen Seite kamen bemühte Wackerianer ebenso nur zu Halbchancen „Da war lange nichts Zwingendes dabei“, so Haas, der aber in der 82. Minute jubeln konnte: Der nur eine Minute zuvor eingewechselte Andrija Bosnjak verwertete eine Flanke von Schulz aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:2.

Obwohl die Viktoria dann auf den Ausgleich drängte, ließ Wacker nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung relativ sicher über die Zeit. Hätten die Gäste ihre Kontersituationen besser ausgespielt, wäre vielleicht sogar eher der Deckel auf der Kiste gewesen. „Insgesamt war das eine klare Steigerung gegenüber den Vorbereitungsspielen. Wir haben es mit viel Einsatz und Engagement gegen einen starken Gegner gut gemacht“, lobt Haas, der jedoch gleich den Zeigefinger hebt: „Das war super wichtig, aber es war nur ein erster Schritt, mehr nicht. Wir müssen auf dem Boden bleiben und uns nächste Woche gegen Garching weiter steigern. Die Mannschaften, die hinter uns stehen, haben ja überwiegend auch gepunktet. Daran sieht man, wie wichtig dieser Erfolg war.“


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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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