Täter konnten identifiziert werden

Nach dem Fast-Abbruch in Buchbach: Strafe für Schweinfurt steht fest

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Das Spiel zwischen dem TSV Buchbach und dem 1. FC Schweinfurt musste zweimal aufgrund von Pyrotechnik unterbrochen werden.
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Buchbach/Schweinfurt - Der 1. FC Schweinfurt 05 hat mit Erfolg alles dafür getan, um einem drohenden Punktabzug zu entgehen: Das Sportgericht Bayern hat die „Schnüdel“ wegen Verletzung der Platzdisziplin zu einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro verurteilt. Die Auswärtspartie beim TSV Buchbach musste Anfang März zweimal wegen Pyrotechnik unterbrochen werden.

Da der FC 05 im Nachgang der Partie in enger Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden den Täter noch vor dem Urteilsspruch identifizieren konnte, verzichtete das Sportgericht auf einen Punktabzug. Allerdings erhält der Regionalligist die Auflage, den Nachweis zu erbringen, dass der Täter für die verhängte Strafe in Regress genommen und mit einem Stadionverbot belegt wird. Gleichzeitig verpflichtet sich der 1. FC Schweinfurt 05 dazu, sein Sicherheitskonzept für Auswärtspartien zu überarbeiten, um derartige Ausschreitungen in Zukunft auszuschließen.

"Es war richtig, die Strafen im Vorfeld drastisch zu erhöhen"

„Der 1. FC Schweinfurt hat sich unmittelbar nach dem Spiel von den Vorfällen distanziert und deutlich gemacht, dass der Klub alles daransetzen wird, den Täter zu ermitteln und ihn für sein Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen – und hat das noch vor dem Urteilsspruch auch in die Tat umgesetzt. Das zeigt, dass es richtig war, auf dem Verbandstag die Strafen für solche Vergehen drastisch zu erhöhen, aber die Vereine gleichzeitig dazu anzuhalten, die eigentlichen Täter zu ermitteln und sich von ihnen die Strafen erstatten zu lassen. Dass Schweinfurt bereits der dritte Klub in der laufenden Saison ist, der den wahren Schuldigen benennt und in die Verantwortung nimmt, ist ein gutes Zeichen für den Fußball“, erklärt BFV-Vizepräsident Reinhold Baier, der im BFV-Präsidium für die unabhängige Sportgerichtsbarkeit zuständig ist.

Schon der dritte Fall in der aktuellen Saison

Mit dem FC Eintracht Bamberg 2010 und dem VfB Eichstätt haben bereits zwei Klubs von der beim Verbandstag im Mai 2018 beschlossenen Möglichkeit einer Wiederaufnahme eines bereits abgeschlossenen sportgerichtlichen Verfahrens erfolgreich Gebrauch gemacht und so eine Reduzierung der Strafen erreicht. Im Falle des FC Eintracht Bamberg wurde ein Punktabzug rückgängig gemacht. Der FC Schweinfurt 05 hat indes umgehend und noch vor einem erstinstanzlichen Urteil aktiv bei der konsequenten Aufklärung mitgewirkt und hatte jetzt Erfolg.

Auch ein Punktabzug wäre möglich gewesen

Die Delegierten hatten sich im Mai 2018 in Bad Gögging dafür ausgesprochen, die Aufklärungsarbeit der unabhängigen bayerischen Sportgerichte bei Vorfällen jeglicher Art ganz klar „täterorientiert“ auszurichten und die Täter für ihr Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen. Gelingt es, die Täter zu identifizieren bzw. engagiert sich ein bereits identifizierter Täter als Wiedergutmachung nachweislich über das normale Maß hinaus ehrenamtlich für Sport- oder Sozialprojekte, können die Sanktionen gegen die Vereine reduziert werden. Sollte ein Verein die Täter erst nach dem rechtskräftigen Abschluss des Sportgerichtsverfahrens ermitteln können, kann das Verfahren neu aufgerollt werden. Gleichzeitig wurden die Sanktionen (§ 48 RVO) bei Fällen von Gewalt, Diskriminierung oder dem Einsatz von Pyrotechnik drastisch erhöht: Bei Vorfällen in der Bayernliga können Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro verhängt werden, in der Regionalliga Bayern sogar bis zu 50.000 Euro (mindestens 300 Euro). In den Klassen darunter reichen die finanziellen Sanktionen von der Mindeststrafe in Höhe von 300 Euro bis zu 12.000 Euro. Zudem drohen weitere Folgen wie Platzsperren und auch Punktabzüge (etwa bei wiederholten Pyrotechnik-Vorfällen oder einer Unterbrechung von mehr als fünf Minuten in einem Spiel). Im Extremfall ist die Versetzung in eine niedrigere Spielklasse möglich.

Quelle: rosenheim24.de

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