SV Wacker Burghausen - TSV Aubstadt

Lustlosen Burghausern drohen nach Niederlage Konsequenzen

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Thomas Winklbauer wird in dieser Situation von Aubstadts Kapitän Dominik Grader zu Fall gebracht, die Burghauser Denis Ade und Andreas Scheidl greifen ebenso wenig ein wie Daniel Leicht (7) und Ben Müller (24).

Burghausen - Unmutsbekundungen, Pfiffe, Kopfschütteln – die ganz offensichtlich ständig abnehmende Fangemeinde hatte für die blutleere Darbietung des SV Wacker Burghausen bei der 0:2-Niederlage am Samstag gegen den TSV Aubstadt kein Verständnis und auch Trainer Wolfgang Schellenberg sparte nach der dritten Pleite in Serie nicht mit Kritik.

Weil die Kellerkinder der Fußball-Regionalliga Bayern am 16. Spieltag fast durch die Bank leer ausgingen, beträgt der Abstand zur Relegationszone noch fünf Punkte, aber die Art und Weise, wie sich die Mannschaft den 680 verärgerten Zuschauern präsentierte, verheißt nichts Gutes. „Die erste Halbzeit ist mit nichts zu entschuldigen. Sowohl läuferisch wie kämpferisch hat die Einstellung überhaupt nicht gepasst“, schimpfte Schellenberg und legte nach: „Einige Spieler sind ganz weit weg von dem, wo sie mal waren. Und erst recht von ihren Ansprüchen.“

"Die Umsetzung war nicht akzeptabel"

Einen einzigen Schuss aufs Tor gaben die Burghauser in den gesamte 90. Minuten ab, den Versuch von Thomas Winklbauer, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, entschärfte aber Daniel Mack (16.). Ein 25-Meter-Freistoß von Matthias Stingl, der knapp am Posten vorbeiging (65.), darf man auch noch als gelungene Aktion werten, ansonsten agierte die Mannschaft auf erschreckendem Niveau. Nach einem gewaltigen Kabinen-Donnerwetter von Schellenberg war im zweiten Abschnitt zumindest so etwas wie Willen erkennbar. „Da haben wir uns wenigstens bemüht, aber die Umsetzung war nicht akzeptabel. Das wird Konsequenzen haben“, droht der Wacker-Coach, der zur Pause Thorsten Nicklas vom Feld nahm, der völlig von der Rolle war. Im Prinzip hätte Schellenberg aber die halbe Mannschaft austauschen müssen. Normalform hat eigentlich nur Keeper Egon Weber gezeigt, der seine Truppe mit starken Paraden vor einer höheren Niederlage bewahrt hat.

Sicherlich haben viele Leistungsträger wegen Verletzung, Sperren oder Krankheit gefehlt, oft zerreißen sich die Spieler, die auf dem Feld stehen, dann aber erst recht, doch davon war nichts zu sehen. Und als sie nach der Pause zumindest etwas mehr Ehrgeiz an den Tag legten, fehlte es spielerisch an allen Ecken und Enden. Unzählige Missverständnisse, schwaches Stellungsspiel und serienweise Fehlpässe – gerade so, als hätten die Akteure noch nie miteinander Fußball gespielt oder gar trainiert. Schellenberg: „Als einzigen Grund für die Leistung kann man vielleicht noch die Verunsicherung nach den letzten Spielen gelten lassen.“

Aubstadts Trainer voller Lob für sein Team

Symptomatisch der Führungstreffer für die Gäste, als Timo Pitter mit einer einzigen Körpertäuschung zwei Burghauser aussteigen ließ, mustergültig Dellinger bediente, der aus elf Metern mit einem präzisen Flachschuss traf (60.). Aubstadt, das eine solide und engagierte, aber keine überragende Leistung zeigte, in der Folge dem zweiten Treffer deutlich näher als Wacker dem Ausgleich. Und so war es Max Schebak, der nach feinem Zuspiel und einem Alleingang in der 90. Minute mit dem 0:2 und seinem ersten Regionalliga-Tor den Schlusspunkt setzte.

„Für uns ist jedes Regionalligaspiel eine Herausforderung, wir sind leidenschaftlich ins Pressing gegangen. Man hat von außen gesehen, dass die Mannschaft Spaß hat und die Liga genießt. Das tolle Stadion und das ganze professionelle Umfeld haben meine Mannschaft zusätzlich motiviert“, freute sich Aubstadts Trainer Joseph Francic, der noch eine halbe Stunde nach dem Spiel meinte: „Mein Puls ist immer noch bei 200, aber ich bin der glücklichste Regionalliga-Trainer.“

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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