0:2-Niederlage in Illertissen – Rot gegen Aigner

Wacker Burghausen: "Das hätten wir uns anders vorgestellt"

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Hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schoss aber allein vor Keeper Kevin Schmidt am Kasten vorbei: Julien Richter.
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Illertissen - Nach zwei Siegen in Folge musste der SV Wacker Burghausen am elften Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern einen herben Dämpfer einstecken. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg kassierte am Samstag beim FV Illertissen eine 0:2-Niederlage und verlor zudem Andrija Bosnjak wegen Verletzung, Lukas Aigner mit Rot und Felix Bachschmid mit Gelb-Rot.

„Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Dabei haben wir ja gut angefangen und auch unsere Chancen gehabt“, so Burghausens Team-Manager Karl-Heinz Fenk, der gleich in der dritten Minute die erste Möglichkeit durch Sammy Ammari notieren konnte, dessen Heber jedoch Keeper Kevin Schmidt mit einer tollen Parade über die Latte bugsierte. Bereits in der zehnten Minute die nächste Wacker-Chance durch einen Freistoß von Aigner, der den Ball über die Mauer zirkelte, aber eben auch knapp über den Querbalken.

Bosnjak muss verletzt raus - Bachschmid und Aigner fliegen

Nach einer Viertelstunde kamen die Hausherren etwas besser in die Partie und hatten durch Kai Luibrand eine erste Möglichkeit (19.). Der Mittelstürmer war es dann auch, der nach einem schönen Gassenpass vor Kevin Hingerl an den Ball kam und dank gekonnter Ballmitnahme Egon Weber im Duell Mann gegen Mann keine Chance ließ (26.). In der Folge wurde die Partie immer ruppiger, zahlreiche Fouls, die die Grenzen des Erlaubten teilweise deutlich überschritten, stoppten den Spielfluss. Kurz nach so einem üblen Foul humpelte dann Bosnjak vom Platz (41.) und musste durch Bachschmid ersetzt werden, der dann in der 84. Minute nach wiederholtem Foulspiel ebenfalls vorzeitig zum Duschen musste.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn der K.o-Schlag für die Oberbayern, als Aigner den Ball scheinbar aus der Gefahrenzone köpfte, aber Marius Wegmann die Kugel volley ins linke Eck zimmerte. „Tor des Tages, da gab’s nichts zu halten“, so Fenk. Wenig später verhinderte Weber gegen den eingewechselten Yannick Glessing den dritten Treffer, ehe Ammari in der Schnittstelle Julien Richter bediente, dessen Schuss knapp am linken Pfosten vorstreifte. „Illertissen hat dann hinten dicht gemacht und wir haben nicht mehr die Mittel gefunden, um die Partie noch zu drehen“, konstatierte Fenk, der die Rote Karte gegen Aigner als überflüssig, aber berechtigt bezeichnete: „Da muss man schon fair bleiben. Das kann man durchaus geben.“

Illertissen zeigt sich erleichtert

Auch den Sieg der Mittelschwaben bezeichnete der Team-Manager als verdient: „Illertissen hat zwar eine sehr harte Gangart an den Tag gelegt, aber wir haben zu keinem Zeitpunkt im Spiel dagegengehalten und somit haben wir auch absolut zu Recht verloren.“ Ähnlich beurteilte Illertissens Trainer Marco Küntzel das Spiel und das Resultat: „Ich denke, dass wir zu 100 Prozent verdient gewonnen haben. Wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, taktisch und offensiv sehr gut umgesetzt. Wir haben kontrolliert von hinten herausgespielt. Ich hätte mir gewünscht, dass wir den letzten Pass noch genauer und die Aktionen noch sauberer zu Ende gespielt hätten. Endlich haben wir es geschafft, auch mal zu Null zu spielen. Das war sehr gut für die Moral und das Selbstbewusstsein. Wir hätten zum Ende hin auch noch das eine oder andere Tor nachlegen können.“ Küntzel, dessen Team durch den Dreier aus dem Keller sprang, war sichtlich erleichtert: „Kompliment an die Mannschaft! Es war eine sehr gute Leistung, auf die wir aufbauen können. Wir sind in der Lage, gegen jede Mannschaft zu bestehen und auch jeder Mannschaft weh zu tun.“

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dg/SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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