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Zum Aufstiegsjubiläum

Saisonabschluss gegen Pipinsried: Abschied von Haas und Schmidt

Verabschiedet sich mit Rang drei aus Burghausen: Trainer Leo Haas.
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Verabschiedet sich mit Rang drei aus Burghausen: Trainer Leo Haas.

Gewaltige Zäsur beim SV Wacker Burghausen, der eine der erfolgreichsten Spielzeiten der jüngeren Geschichte in der Regionalliga Bayern hingelegt hat: Beim letzten Saisonspiel gegen den FC Pipinsried am Samstag um 14 Uhr verabschieden sich neben einigen Spielern auch Cheftrainer Leo Haas und Co-Trainer Ronald Schmidt.

Burghausen - „Wir wollen einen positiven Abschluss und uns natürlich mit einem Sieg von unseren Zuschauern verabschieden“, sagt Haas, der „megastolz“ ist: „Das war eine überragende Saison. Das hatte zuvor keiner gedacht, dass wir das schaffen. Im Winter sind mit Robin Ungerath und André Leipold 24 Tore weggegangen und danach sind wir noch besser geworden. Das ist schon absolut bemerkenswert.“

Verabschiedung von Haas und Schmidt

Wacker hat bereits Rang drei vor den beiden Profimannschaften aus Unterhaching und Schweinfurt sicher. Haas: „Ich werde schon lieber Dritter als Siebter. Das hat auch die Jungs angespornt.“ Mehr als 280 Einsätze als Spieler und sieben Jahre Trainertätigkeit bei Wacker: Vereinslegende Schmidt verlässt die Salzachstädter aus beruflichen Gründen zum Saisonende und wird ab der kommenden Spielzeit Chef-Trainer in seinem Heimatort beim A-Klassisten SG Marktl/Stammham. Der gebürtige Freitaler wechselte im Januar 2002 vom sächsischen Regionalligisten Dresdener SC nach Burghausen und hatte bereits nach dem ersten Halbjahr Grund zum Jubeln: Das Team um Trainer Rudi Bommer sicherte sich die Meisterschaft in der Regionalliga Süd und machte so den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt.

Im Profifußball angekommen, hat sich der damals 25-jährige Defensivspezialist als wichtige Stütze etabliert und brachte es in seiner ersten vollständigen Saison bei den Salzachstädtern bereits auf 21 Pflichtspiele und fünf Tore. Es folgten vier weitere Spielzeiten in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mit 100 Liga- sowie sechs DFB-Pokal-Einsätzen, wobei er elf weitere Treffer markieren konnte. Auch nach dem Abstieg blieb der 1,82 Meter große Linksfuß Burghausen weiterhin treu. Ein für immer unvergessenes Highlight in dieser Spielzeit bleibt das Heimspiel gegen den FC Bayern München in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Vor über 11.500 Zuschauern in der Wacker-Arena boten die Salzachstädter dem deutschen Rekordmeister Paroli und mussten sich erst im Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. Bis 2013 blieb der heute 45-jährige Spieler bei Wacker und absolvierte weitere 120 Spiele in der 3. Liga, ehe er seine Karriere beim SV Erlbach in der Landesliga Bayern Südost ausklingen ließ.

Co-Trainer unter verschiedensten Chefs

Unter dem damaligen Coach Uwe Wolf kehrte er für zwei Jahre als Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft zurück nach. Im Sommer 2017 übernahm Schmidt dann die Position des Chef-Trainers in der U19-Bayernliga-Mannschaft, woraufhin er gegen Ende der Saison 2017/2018 nach der Entlassung von Patrick Mölzl für fünf Partien sogar interimsweise die erste Mannschaft in der Regionalliga Bayern coachte. Auch nach der Trennung von Wolfgang Schellenberg sprang der A-Lizenz-Inhaber noch mal zusammen mit Manfred Stutz als Chef ein. „Fast zwei Jahrzehnte war ich beim SV Wacker Burghausen und ich möchte mich für die schöne Zeit bedanken. Ich bin sehr dankbar, dass auch meine Familie durch den Verein hier eine zweite Heimat gefunden hat und ich habe viele neue Leute kennengelernt“, so Schmidt, der auch von Geschäftsführer Andreas Huber mit viel Lob bedacht wird: „Es gibt nicht genug Worte, die beschreiben können, was Ronald für den Verein gemacht hat. Sei es als Spieler oder als Trainer, Ronald hat für den SVW immer alles gegeben. Er war stets verlässlich und trägt den SVW im Herzen wie kaum ein anderer.“

Passend zur Verabschiedung von Schmidt hat die Wacker Burghausen Fußball GmbH zum 20-jährigen Jubiläum des Aufstiegs in die 2. Bundesliga ihre Helden von damals zum Spiel gegen Pipinsried. Insgesamt 15 Spieler und mehrere Funktionäre haben bereits zugesagt, die Mannschaft um Kapitän Christoph Schulz zum Saisonabschluss zu unterstützen. Auch die beiden Torschützen aus dem Aufstiegsspiel gegen Borussia Fulda, Macchambes Younga-Mouhani und Stefan Frühbeis, haben zugesagt. In der Halbzeitpause werden alle Anwesenden noch einmal auf dem Spielfeld vorgestellt und berichten in Interviews vom Aufstieg. Nach Spielende finden sich die Aufstiegshelden auf dem Vorplatz im Eingangsbereich der Wacker-Arena ein, stehen für einen Austausch mit den Fans zur Verfügung, geben Autogramme und verschenken Fanartikel aus früheren Zeiten.

MB