Wacker am Samstag in der Außenseiterrolle

Burghausen muss die Herbstrunde gegen Aschaffenburg abschütteln

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Von der Außenbahn unter Leo Haas auf die Sechs: Felix Bachschmid.

Burghausen - Keine leichte Aufgabe für den SV Wacker Burghausen zum Start in die Regionalliga Bayern nach der Winterpause. Am Samstag trifft die Mannschaft von Neu-Trainer Leo Haas auf den SV Viktoria Aschaffenburg.

Es gibt wahrlich leichtere Auftaktspiele als beim Tabellenfünften SV Viktoria Aschaffenburg, doch natürlich kann sich der SV Wacker Burghausen im ersten Spiel nach der Winterpause den Gegner nicht aussuchen. „Das ist ein ganz schöner Brocken“, findet auch Wacker-Trainer Leo Haas vor seiner Feuertaufe am Samstag um 14 Uhr am Schönbusch.


Ungeachtet dessen hofft Haas bei seinem Regionalliga-Einstand auf Zählbares: „Ein Punkt wäre gut, aber fast noch wichtiger ist, dass wir eine gute Leistung abliefern. Wenn man Leistung bringt, wird man auch belohnt. Nicht immer in jedem Spiel, aber auf Dauer.“ Nach eingehender Analyse vieler Spiele der Herbstrunde unter Vorgänger Wolfgang Schellenberg und Interimstrainer Ronald Schmidt weiß Haas: „Wir müssen schlicht und ergreifend besser Fußball spielen, mehr Tore schießen und weniger Tore kassieren.“ Seit Vorbereitungsstart Mitte Januar dreht der neue Coach an einigen Stellschrauben, weiß aber auch, dass die Truppe die schlechte Herbstserie aus den Kleidern bekommen muss, um wieder Selbstvertrauen tanken zu können: „Wir sind auf einem guten Weg, aber wahrscheinlich werden wir in Aschaffenburg noch alle Dinge so auf den Platz kriegen, wie ich es mir wünsche. Aber es hat sich in den letzten Wochen schon viel bewegt.“

Burghausens Trainer Haas warnt vor der Heimstärke Aschaffenburgs

Um das Unternehmen Aschaffenburg möglichst professionell angehen zu können, sind die Burghauser bereits am Freitag um 16.15 Uhr losgefahren und haben in der Nähe von Aschaffenburg übernachtet. „Ausreden wegen der langen Anfahrt gibt es also nicht“, so Haas, der die Spieler jetzt überhaupt in der Verantwortung sieht.


Das zuletzt erprobte System mit Fünferkette und dem neuen Kapitän Philipp Maier im Zentrum könnte auch in Aschaffenburg zur Anwendung kommen. „Das ist eine Option gegen diese heimstarke Mannschaft, die 24:7 Tore vor eigenem Publikum erzielt und einige Mannschaften regelrecht abgeschossen hat“, so Haas, der bei den Hausherren überhaupt „super Qualität“ sieht: „Vor allem die Offensive ist schon eine Wucht.“ Top-Torschütze Björn Schnitzer, der im Mittelfeld die Fäden zieht, soll im Kollektiv aus dem Spiel genommen werden, wohl hauptsächlich eine Aufgabe der neuen Doppelsechs mit Felix Bachschmid und Lukas Aigner.

Große Erwartungen hat Haas aber auch an seine Offensivspieler, wie etwa Julien Richter und Sammy Ammari: „Julien sollte mit seinen Fähigkeiten in der Rückrunde schon für Furore sorgen und auch bei Sammy zeigt die Kurve nach oben. Er bemüht sich sehr und deswegen würde ich mir wünschen, dass er möglichst bald ein paar Tore macht, dann kommt der Rest von alleine.“ Von den drei Neuzugängen der Feldspieler haben die Offensivkräfte Alex Riemann und Nico Helmbrecht beste Aussichten auf einen Einsatz in der Startelf, ob Fadhel Morou hinten links ran darf, wollte Haas erst noch abwarten. Allzu viele Alternativen auf dieser Position bietet der Kader allerdings nicht an: Alexander Mankowski oder Lukas Mazagg könnten den Job übernehmen, auch Muhamed Subasic, der das schon vor einigen Jahren gespielt hat, wäre eventuell eine Möglichkeit.

Wacker-Trainer Haas: "Ich bin guter Dinge"

Weiterhin fehlen die Langzeit-Verletzten Christoph Buchner und Matthias Stingl. Wann Marius Duhnke, der immer noch erkrankt ist, zurückkommt, ist auch nicht absehbar, Andreas Scheidl laboriert noch an seinem Syndesmoseband-Anriss. Besser sieht es bei Mathis Lange aus, der im Training umgeknickt ist, jedoch wohl nicht länger auszufallen droht. Positiv auch, dass Christoph Maier, der auch beim 3:2 gegen Ingolstadt II einige Minuten ran durfte, wieder auf dem aufsteigenden Ast ist.

Alles in allem hat Haas ein recht gutes Gefühl: „Ich bin guter Dinge und hoffe, dass wir auf der Heimfahrt was zu lachen haben.“

MB

Quelle: rosenheim24.de

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