PM: TSV 1860 Rosenheim - FC Ingolstadt II

Beginn der Wochen der Wahrheit für den TSV 1860 Rosenheim

+
Gibt es für den TSV 1860 Rosenheim heute etwas Zählbares?

Rosenheim - Zum 30. Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Ostermontag, den 22.04.19 um 14:00 Uhr die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt zu Gast im Jahnstadion. Mit dem Rückenwind aus dem 1:1 Unentschieden vom Montagabend gegen den Meisterschaftsfavoriten FC Bayern München II wollen die Sechzger nun unbedingt gegen den FC Ingolstadt II nachlegen und Ihr Punktekonto weiter auffüllen. Bei aktuell 28 Zählern hat da ja noch einiges Platz.

Die kleinen Schanzer, die vom Ex-Rosenheimer Coach Tobi Strobl betreut werden, konnten aus den letzten vier Spielen satte acht Zähler holen und sind mit nun 38 Zählern auf Tabellenplatz acht vermutlich aus dem Gröbsten heraus, was den Abstiegskampf betrifft. Zuletzt wurde der TSV Buchbach mit 3:2 besiegt. Jedoch müssen die Gäste zusätzlich eine ganz schwierige Situation meistern. Einerseits heißt es (bzw. hieß es) zu punkten, um die Klasse zu halten, andererseits können Sie machen was sie wollen, sofern die Erste Mannschaft als Absteiger den bitteren Gang in die Dritte Liga hinnehmen muss. 

Man mag wirklich niemanden so eine prekäre Konstellation wünschen, da bleibt das Sportliche voll und ganz auf der Strecke. Jedoch könnte hiervon u.U. der TSV 1860 Rosenheim profitieren und selbst den direkten Ligaverbleib „feiern“ oder den Umweg über die Relegation auf dem grünen Tisch zugeteilt bekommen. Aber soweit ist es noch lange nicht, also dieser Gedanke sollte bzw. muss schnellstens wieder ad acta gelegt werden. Deshalb heißt es am Ostermontag Gas geben, fighten, bis an die Leistungsgrenze gehen und dann damit ein positives Resultat einfahren.

Möglichst sollte natürlich der so lang ersehnte dritte Heimsieg der Saison erzielt werden – ja, es waren bis dato wirklich erst zwei Heimerfolge! - momentan fühlt sich die Emilo-Elf auf des Gegners Plätzen anscheinend wohler. Zuhause im heimischen Jahnstadion wurde seit dem 3:2 Hinrundensieg gegen den FC Bayern München II kein Dreier mehr eingefahren. Und das, obwohl der TSV eigentlich in den letzten Jahren grundsätzlich immer auf heimischem Geläuf die Basis für eine erfolgreiche Saison hinlegen konnte. Und diese Punkte fehlen jetzt natürlich in der Gesamtabrechnung. 

Aber das soll sich ja ab Montag wieder ändern, davon ist auch Trainer Kasparetti überzeugt: „Wir werden alles in die Waagschale werfen, kämpfen und rennen bis der letzte Blutstropfen vergossen ist. Ich bin mir sicher, dass wir dann nach langer Zeit wieder einen Heimsieg feiern können. Vermutlich wird es auf Einzelaktionen bzw. Nuancen ankommen und wir hoffen das Spielglück auch auf unserer Seite zu haben. Irgendwann muss es ja wieder im Jahnstadion klappen. 

Auch wenn der FC Ingolstadt II nicht mehr im direkten Abstiegskampf steckt, müssen die Jungs und Trainer Tobi Strobl erstmal mit der nicht ganz einfachen Konstellation in Verbindung mit der Ersten Mannschaft klarkommen, darum beneiden wir sie wirklich nicht. In erster Linie sollte immer das Sportliche entscheidend sein. Für uns zählt es ab sofort, es gibt keine Ausreden mehr, die Wochen der Wahrheit haben mit den fünf Endspielen um den Klassenerhalt begonnen“.

Mit dabei bei Finalspiel Nr. I wird auch wieder Philipp Maier sein, der seine Gelbrotsperre abgesessen hat. Bei Matze Heiß (Muskelprobleme) und Markus Einsiedler (Bronchien) könnte es noch eng werden, man geht im Lager von 1860 Rosenheim aber davon aus, dass beide auflaufen können. Somit stehen bis auf die bekannten Langzeitverletzten (Merdan, Goncalves und Neumeier) nach aktuellem Stand alle Mann zur Verfügung. Die Trainer Thomas Kasparetti und Gerald Straßhofer haben die Qual der Wahl und können je nach gewählter Taktik das entsprechende Personal aufbieten. 

Für Gäste-Trainer Tobi Strobl wird die Begegnung bei seinem Ex-Verein sicherlich was ganz besonderes werden. Der äußerst sympathische Fußball-Lehrer hat in Rosenheim noch viele Freunde, er ist immer ein gern gesehener Gast in der Innstadt. Deshalb weiß er sicherlich auch, welches Ergebnis er abliefern muss, damit dies auch weiterhin Bestand bleibt. Nein, Scherz beiseite, Tobi Strobl ist zu erfolgsbesessen und ambitioniert, um in einem Spiel nicht 100% zu geben. Das hat er ja zudem auch nicht selbst in der Hand, seine Elf läuft auf und spielt die 90 Minuten. Er wird seine Mannschaft so einstellen, als gehe es ums Überleben und einen Sieg anstreben, dies ist definitiv in seiner DNA so hinterlegt. 

Auf die Karte „Verbundenheit und Rücksicht auf 1860 Rosenheim“ kann die Emilo-Elf also leider nicht setzen. Beide Teams peilen somit einen Sieg an, für die einen geht es ums nackte Überleben für die anderen um die Ehre bzw. noch einen besseren Tabellenplatz zu erreichen. Und wenn man befreit und ohne Druck aufspielen kann, fällt einem so oft vieles leichter. Dass dies dann nicht so eintritt, müssen die Sechzger verhindern und den so dringenden Erfolg mit aller Macht erzwingen. 

Der Punkt beim Tabellenführer aus München war ein sehr positives Erlebnis für die so gebeutelte Elf aus der Innstadt. Dieses damit erworbene Selbstvertrauen gilt es nun auf den Platz zu bringen und sich sowie die eigenen Fans somit mit einem schönen Abschluss des Osterfestes zu beschenken.

_

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalliga Bayern

Auch interessant

Kommentare