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„So einen Fall wie meinen gab es noch nie“

Zu lauter Pfiff: Schiedsrichter muss Kreisliga-Spieler Schmerzensgeld zahlen

Schiedsrichter (Symbolbild).
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Schiedsrichter (Symbolbild).

Dieser Fall sorgt für Aufsehen: Ein Kreisliga-Spieler soll nach dem Pfiff eines Schiedsrichters einen Tinnitus am linken Ohr davon getragen haben. Deshalb verklagte dieser den Unparteiischen auf Schmerzensgeld und das mit Erfolg. Dieser muss nun 2.500 Euro zahlen. „Das war dann wohl der teuerste Pfiff Deutschlands“, sagt der Referee

Wiesbaden - Bei der Partie in der Kreisliga B zwischen der SpVgg Sonnenberg II und der DJK 1. SC Klarenthal II im Oktober 2018, die mit 6:4 endete, hatte Schiedsrichter Pierre H. alle Hände voll zu tun. Acht Gelbe und eine Rote Karte musste der Unparteiische verteilen.

Spieler soll aufgrund des schrillen Tons einen Tinnitus erlitten haben

Wie beinschuss.de bereits berichtete, kam es in der 60. Minute beim Stand von 4:2 zwischen mehreren Spielern zu einer verbalen Auseinandersetzung. Um die Situation in den Griff zu bekommen, pfiff der Referee lautstark in seine Pfeife. Ein Spieler des SC Klarenthal II, der sich in der Nähe des Schiedsrichters aufgehalten habe, soll aufgrund des lauten und sehr schrillen Tons einen Tinnitus im linken Ohr erlitten haben.

Nun gab es ein zivilrechtliches Verfahren, in dem sich beide Seiten auf einen Vergleich einigten. Dabei muss der Schiedsrichter dem Beklagten ein Schmerzensgeld von 2.500 Euro zahlen, im Gegenzug wurde das Verfahren eingestellt. „Also habe ich einfach in den sauren Apfel gebissen. Das war dann wohl der teuerste Pfiff Deutschlands“, sagt Pierre H. gegenüber dem Kicker.

„Ich werde künftig nicht mehr pfeifen.“

Zwar habe das Gericht dem Unparteiischen keine Absicht unterstellt, dafür aber Vorsatz. „Das ist doch sicher schon 100.000 Mal vorgekommen, aber so einen Fall wie meinen gab es noch nie“, so der Schiedsrichter weiter.

Enttäuscht sei er auch vom Verband, von dessen Seite keine Hilfe kam und sich niemand hinter ihm stellte. „Das wollen ja auch alle anderen Schiedsrichter sehen, die am Wochenende wieder überall in Deutschland auf dem Platz stehen werden“, sagt Pierre H. und fügt hinzu: „Ich werde künftig nicht mehr pfeifen. Ich würde mich doch total lächerlich machen“, stellt der Unparteiische klar.

ma

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