Mit großen Personalsorgen zum Titelfavoriten

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Machte seine Sache gegen den FC Bayern auf der linken Abwehrseite gut: Moritz Löffler.

Ausgerechnet gegen den großen Titelfavoriten aus Würzburg plagen den TSV Buchbach arge Personalsorgen. Doch die Bobenstetter-Elf geht mit Trotz und einem guten Polster in die Herkulesaufgabe.

Es ist das Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga nach dem vierten Spieltag: Der Tabellenvierte TSV Buchbach gastiert am heutigen Dienstag um 18.30 Uhr bei Spitzenreiter FC Würzburger Kickers. Allerdings plagen die Buchbacher wegen verletzter und verhinderter Spieler erhebliche Personalsorgen.

„Wir jammern nicht, sondern wir nehmen es, wie es kommt. Was anderes bleibt uns eh nicht übrig“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter angesichts der Ansetzung des Spiels und der damit verbundenen Probleme. Die heutige Partie gehört ja eigentlich zum 7. Spieltag, an diesem Wochenende spielen aber die Würzburger Kickers in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf, deswegen wurde das Spiel vorgezogen. Bobenstetter: „Wir hatten auf die Termingestaltung keinen Einfluss, das ist uns einfach so auferlegt worden.“

"Dann kriegen wir eine Klatsche"

Dass die Partie am Freitag gegen Bayern „viel Sprit“ gekostet hat, ist die eine Sache, dass englische Wochen für die Amateurmannschaften in dieser Liga hoch problematisch sind, ist das andere Ding. Für Bobenstetter eine schwierige Gratwanderung, zumal ja bereits am Freitag das Auswärtsspiel in Schalding-Heining wartet. „Wenn ich die angeschlagenen Spieler in Würzburg spielen lassen, kann es natürlich passieren, dass sie dann länger ausfallen, wenn ich alle Spieler schone, kriegen wir wahrscheinlich gar keine Mannschaft zusammen und zudem beim Titelfavoriten auch noch eine Klatsche“, befindet sich Bobenstetter in einem Dilemma.

Neben Maxi Drum (Kreuzbandriss) und Stefan Alschinger (Sehnenverletzung) muss das Buchbacher Trainerteam sicher auf Markus Grübl verzichten, der wegen eines zwölftägigen Studienseminars im Allgäu verhindert ist und schon gegen Bayern nur mit Ausnahmegenehmigung seines Professors dabei sein konnte. Andreas Hartl ist beruflich verhindert, Simon Motz wird nach seiner Muskelverletzung beim Aufwärmen am Freitag noch nicht einsatzfähig sein. Fehlen schon mal fünf Kaderspieler sicher, ob Aleksandro Petrovic, der ja gegen Bayern umgeknickt ist und raus musste, dabei sein kann, ist fraglich.

Nur zwei Spieler auf der Ersatzbank?

Die nächste Fragen sind, wie lange hält Maxi Knauer nach zweimonatiger Verletzungspause durch und ist der zuletzt erkrankte Christian Brucia zumindest halbwegs wieder bei Kräften? Bobenstetter: „Maxi Knauer hat natürlich großen Rückstand, aber er ist in unserer Mannschaft eine große Persönlichkeit. Wir haben jetzt leider nicht die Zeit, dass wir ihn langsam wieder heranführen. Und Bruci ist für uns einfach eine Waffe. Er kann praktisch jede Position spielen, hätten wir ihn am Freitag dabei gehabt, hätten wir das Spiel gegen die Bayern wahrscheinlich gewonnen. So aber konnte ich auf den Flügeln nicht mehr nachlegen.“

Wahrscheinlich werden sich auf der Bank der Rot-Weißen gerade mal zwei Auswechselspieler finden. Positiv ist freilich. „Wir stehen mit unseren sieben Punkten gut da, es gibt andere Mannschaften mit ähnlichen Problemen, die haben nur einen oder zwei Punkte“, sagt Bobenstetter, der trotz der schwierigen Situation zumindest auf einen Teilerfolg hofft und sich mit dem Gedanken tröstet, dass die englischen Wochen auch mal wieder vorbei sind: „Ich bin froh, wenn es September ist, dann können wir kontinuierlich trainieren, haben einen geregelten Wochen-Rhythmus, da holen wir immer am meisten Punkte.“

MB

Quelle: rosenheim24.de

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