SVK - Zu Gast bei einem außergewöhnlichen Verein

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Yasin Gürcan (gelb) und der SVK gastieren in Pipinsried

Hinrundenabschluss führt Kirchanschöring zum FC Pipinsried

Nach der Heim-Niederlage im Inn-Salzach-Derby gegen den SV Erlbach reist das gelb-schwarze Bayernliga-Team aus Kirchanschöring am Sonntag zum letzten Spiel der Hinrunde zum FC Pipinsried, nahe der Grenze zu Bayerisch-Schwaben, dem Landkreis Aichach-Friedberg, nahe dem "Wittelsbacher Land".

Pipinsried ist ein Dorfclub (500 Einwohner) und war schon zu Landesliga-Süd Zeiten Gegner des SVK, Anpfiff ist um 14 Uhr. In Pipinsried kann Spieler-Trainer Patrick Mölzl voraussichtlich wieder auf Manuel Jung zurückgreifen, dessen Rot-Sperre vorüber ist. Ebenso könnte der gegen Erlbach schmerzlich vermisste Kapitän Albert Eder wieder zur Verfügung stehen.

Pipinsried durfte sogar an der Regionalliga schnuppern

Gegner Pipinsried ist übrigens ein Unikum im bayerischen Amateur-Spitzenfußball: Im Jahre 1967 gründete Konrad Höß, damals 26 Jahre alt, einen Fußballverein, den „FC Pipi“, wie der Volksmund bei Altomünster, im Dachauer Hinterland, sagt.

Höß meldete den FC Pipinsried damals in der untersten Spielklasse an und führt seither den Verein. Alleine der Name "Pipinsried" gehört seit Jahrzehnten in den Ergebnis-Durchsagen der Radio-Sendung „heute im Stadion“ auf Bayern 1 beinahe zum festen Bestandteil. Das Sportgelände wurde mit Erbbaurecht von der Kirche erworben, der FC Pipinsried stieg von der Bezirksliga, Landesliga bis in die Bayernliga auf.

Vergangene Saison scheiterte die Mannschaft in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga am damaligen Regionalligisten VfR Garching.

Es gibt wichtigere Dinge im Leben Vereinsmacher Höß ist heute 74 und muss in dieser Saison viel leiden. Aber und das zeigen zahlreiche Medienberichte, nachdem Höß selbst einen Herzinfarkt überlebt hat und vor kurzem seine Frau Kathi, die als gute Seele an seiner Seite nicht nur Verständnis für ihren Mann aufbringt, sondern die Trikots der Spieler wäscht, den Kiosk organisiert und sich um die Sportgaststätte kümmert, weiß Höß, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt, als Fußball.

Neuerdings war zu lesen, Höß denke sogar über einen Rückzug nach. In die Landesliga will er mit seinem FC Pipi jedenfalls nicht. Nachdem der Saisonbeginn nicht zufriedenstellend war, wechselte Pipinsried als erste Mannschaft den Trainer. Für die Mölzl-Elf wird es ein richtungsweisendes Spiel. Nach der Niederlage im Derby gegen Erlbach könnten die Gelb-Schwarzen in Pipinsried der Abstiegszone bedrohlich näher rücken.

Michael Wengler / SV Kirchanschöring

Quelle: rosenheim24.de

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