Bei Fanclub-Weihnachtsbesuch in Obing

Er kam im Löwen-Trikot: Pfarrer stiehlt Lewandowski fast die Show

+
Viel Spaß hatten alle Gäste beim traditionellen Fanclub-Besuch von Robert Lewandowski in Obing.
  • schließen

Obing - Der FC Bayern Fanclub Obing '84 durfte am Sonntag einen ganz besonderen Gast begrüßen: Weltstar Robert Lewandowski begeisterte im Rahmen der Weihnachtsbesuche zwei Stunden lang alle Anwesenden im brechend vollen Saal. 

Angekündigt war er für 10.30 Uhr, um kurz vor elf war es dann endlich soweit: Robert Lewandowski, Toptorschütze in der Bundesliga und der Champions League, betrat den Saal im Obinger Gasthaus "zum John". Um acht Uhr wurden die Tore geöffnet, schon eine gute halbe Stunde später waren sämtliche Plätze belegt. Begleitet von der Blaskapelle Obing, die auch schon auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung spielte, bahnte sich der Stürmer seinen Weg durch unzählige Kinder.

Gute Laune beim Torjäger

Das erste Wort hatte Vorstand Christian Schnebinger, welcher Lewandowski einen "Sechser im Lotto, mit Zusatzzahl" nannte. Nachdem 2007 schon Franck Ribéry und 2014 Arjen Robben in Obing zu Gast waren, sei es etwas ganz besonderes, dass nun zum 35-jährigen Fanclub-Jubiläum der in seinen Augen "beste Stürmer der Welt" zu Besuch ist. Dann übernahm auch schon der Bayern-Star das Mikrophon und bedankte sich erstmal bei allen Fans für ihr Kommen. Mit einem "Servus zusammen" begrüßte er die Runde, dass so viele Fans und vor allem auch Kinder gekommen waren, fand er "richtig geil". Besonders freute er sich über die vielen Lewandowski-Trikots, auch einige Fans im Trikot der polnischen Nationalmannschaft waren im Saal.

Besonders kurios: Der Pfarrer der Gemeinde, Valentin Tremmel, war ebenfalls vor Ort, er bekam einen Platz in der ersten Reihe. Tremmel, in Obing auch als "Löwen-Pfarrer" bekannt, ist eingefleischter Fan des TSV 1860 München und kam daher auch in einem T-Shirt des Lokalrivalen der Bayern in den Gasthof. Immerhin: Einen Bayern-Schal ließ sich das Ehrenmitglied des Fanclubs (Mitgliedsnummer 60) umhängen.

Dann ging es ans Eingemachte. Robert Lewandowski durfte zum Maßkrugschieben antreten, seine Gegner waren Bürgermeister Josef Huber, sowie die beiden Fanclub-Vorsitzenden Christian Schnebinger und Werner Specht. Und der Pole machte gar keine schlechte Figur, er hatte sichtlich Spaß dabei. Die vier Teilnehmer spielten um Punkte, welche dann in Geld umgewandelt und an die Jugendblaskapelle in Obing gespendet werden.

"Ab und zu braucht man auch eine Pause"

Anschließend folgten die Fragen der Gäste (hauptsächlich waren es Kinder), die erste hatte es gleich in sich: "Warum hast du in den letzten beiden Bundesliga-Spielen kein Tor geschossen?" Lewandowski, der die 1:2-Niederlage gegen Bayern 04 Leverkusen am Vortag offensichtlich noch nicht verdaut hatte, musste kurz schlucken, dann kam seine gute Laune aber sofort zurück: "Ich habe jetzt in elf Spielen 16 Tore geschossen, ab und zu braucht man auch mal eine Pause", sagte er mit einem Augenzwinkern. 

Knapp 20 Minuten lang beantwortete der Pole brav die Fragen, gab jungen Stürmern Tipps, sich zu verbessern, sprach über seinen Fünf-Tore-in-neun-Minuten-Rekord ("Ich habe damals erst an Weihnachten realisiert, was da passiert ist") oder sprach über seine Zukunftspläne im Fußball ("Ich denke, ich habe noch ein paar Jahre").

Bevor es zur Autogrammstunde ging, wurde Lewandowski zum Ehrenmitglied des Fanclubs ernannt und durfte sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Anschließend unterschrieb er eineinhalb Stunde lang Trikots oder Autogrammkarten und machte Fotos mit den Fans.

dg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Magazin

Auch interessant

Kommentare