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Wenn die halbe Liga absteigt

Fußball: Ein Verzicht auf Absteiger würde vor allem die Landes- und Bezirksligen durcheinanderwirbeln

Völlig egal, ob der SV Bruckmühl in der Landesliga oder der TSV Bad Endorf (hier Daniel Trch) in der Bezirksliga: Beiden droht in den nächsten Jahren ein überdimensionierter Liga-Spielbetrieb.
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Völlig egal, ob der SV Bruckmühl in der Landesliga oder der TSV Bad Endorf (hier Daniel Trch) in der Bezirksliga: Beiden droht in den nächsten Jahren ein überdimensionierter Liga-Spielbetrieb.

Der Verzicht auf Absteiger nach der „Corona-Saison“ im bayerischen Amateurfußball würde vor allem die Landesligen und Bezirksligen in den nächsten beiden Jahren hart treffen.

Aus den auf jeweils 22 Vereine aufgeblähten Landesligen müssten 2021/22 und 2022/23 jeweils vier Klubs fix absteigen, wie aus einem Szenario hervorgeht, das der Bayerische Fußball-Verband (BFV) den Vereinen jetzt vorstellte. Bis zu vier weitere müssten in die Relegation – im ersten Jahr wären damit bis zu acht, im zweiten Jahr bis zu sechs Absteiger möglich. Damit will der Verband die Ligen bis 2023 wieder auf „Normalmaß“ stutzen.

Die Abstimmung läuft bis Dienstag

Die 4500 Vereine in Bayern können bis Dienstag darüber abstimmen, ob es nach dem Saisonabbruch, wie in der Spielordnung vorgesehen, Auf- und Absteiger geben soll oder ob der Verband wegen der besonderen Umstände auf Absteiger verzichten und zusätzlich alle Tabellenzweiten aufsteigen lassen soll. Letzteres würde zu überdimensionierten Ligen und einem brutalen Abstiegskampf über zwei Jahre führen.

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Das zeigt sich auch in der Bayernliga. Wenn alle Meister und Vizemeister der Landesligen aufsteigen, gäbe es in der kommenden Saison drei Fix-Absteiger, vier weitere Teams müssten in die Relegation. Damit wäre ein Drittel der Liga abstiegsgefährdet. In welchem Modus die Verbandsligen ausgetragen werden, spielt dabei keine Rolle, wie der oberbayerische BFV-Bezirksvorsitzende Robert Schraudner (München) betonte, der die Vorschläge federführend ausgearbeitet hatte.

Acht Absteiger aus der Bezirksliga?

Noch stärker betroffen wären die oberbayerischen Bezirksligen. Sie müssten bei einem Verzicht auf Absteiger 19 Vereine aus den Kreisligen zusätzlich aufnehmen, verlieren aber nur sechs Klubs an die Landesliga. 2022 müssten sie einen Großteil der Flut von Absteigern aus der Landesliga aufnehmen. Bezirksspielleiter Wolf-Peter Schulte (Schäftlarn) würde im kommenden Jahr jeweils acht der 19 oder 20 Mannschaften pro Gruppe direkt absteigen lassen, 2023 müssten sogar acht bis neun von 18 Vereinen die Bezirksliga nach unten verlassen – praktisch die halbe Liga.

Die Kreisligen im Kreis Inn/Salzach kämen glimpflicher davon. Doch auch hier gäbe es im ersten Jahr in jeder der beiden Gruppen vier bis fünf Direktabsteiger und zwei Relegations-Teilnehmer. 2022/23 wären im zweiten Schritt noch fünf von 15 Vereinen abstiegsgefährdet. In den Kreisklassen käme das dicke Ende erst im zweiten Jahr: Dann müssten von 15 Vereinen drei direkt absteigen und zwei in die Relegation, um wieder auf maximal 14 Mannschaften pro Liga zu kommen.ah

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