„Das ist weit unter der Gürtellinie“

Emotionale Videobotschaft: Kroos, Süle und Co. lesen Hass-Nachrichten vor

Niklas Süle, Toni Kroos und 12 weitere Profis machen in einem Video einige Haaskommentare öffentlich
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Niklas Süle, Toni Kroos und 12 weitere Profis machen in einem Video einige Haaskommentare öffentlich.

14 Fußballprofis, unter anderem die beiden Nationalspieler Toni Kroos und Niklas Süle, setzen sich in einem emotionalen Video gegen Hassbotschaften in den Sozialen Medien ein. „Was sich einige Menschen hinter anonymen Profilen erlauben, ist weit unter der Gürtellinie, manchmal sogar im strafrechtlichen Bereich“, sagt Kroos.

Zahlreiche Fußballprofis um Nationalspieler Toni Kroos und Niklas Süle haben in einer gemeinsamen Aktion auf Haas und Cybermobbing im Internet aufmerksam gemacht.

Kommenatare wie „Ich stech dich ab“ sind dabei noch harmlos

„Cybermobbing ist ein Problem, das unsere gesamte Gesellschaft betrifft. Was sich einige Menschen hinter anonymen Profilen erlauben, ist weit unter der Gürtellinie, manchmal sogar im strafrechtlichen Bereich“, sagt Kroos. In einem Video lesen neben Kroos und Süle unter anderem auch Leipzigs Dayot Upamecano die Kölner Timo Horn und Ron-Robert Zieler Kommentare und Hass-Nachrichten vor, die sie bei Twitter, Instagram oder Facebook empfangen haben. Insgesamt nahmen 14 Profis an dieser Aktion teil, die die Agentur Sports 360 initiierte.

Dabei lesen die Profis die Haaskommentare in verschiedenen Sprachen vor. „Ich hoffe, du stirbst in der Hölle“ erhielt beispielsweise Kroos oder „Ich stech dich ab“ wurde an Horn geschickt. Diese zählen aber noch zu den harmloseren Nachrichten.

„Hate Speech und Cybermobbing sind ein Verbrechen, das viel zu oft ohne Konsequenzen bleibt“

„Hass ist keine Meinung. Hate Speech und Cybermobbing sind zu einem gravierenden Problem unserer heutigen Gesellschaft geworden. Und es kann jeden treffen, ob jung oder alt“, heißt es von Sports360, deren Gründer der Spielerberater Volker Struth ist. Unter #UniteAgainstHate fordern die Beteiligten: „Hate Speech und Cybermobbing sind ein Verbrechen, das viel zu oft ohne Konsequenzen bleibt. Wir zusammen gegen Hass!“

Auch Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann unterstützt die Aktion und zeigt sich geschockt von den Nachrichten, die die Profis erhalten. „Es ist erschreckend, was da so geschrieben wird - alles unter dem Schutzschild der Anonymität“, sagt der Coach und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass es da Lösungen gibt, das Cybermobbing zu beenden.“

ma/dpa

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