Bis zum 20. Dezember

Teil-Lockdown wird verlängert - Amateursport bleibt im Dezember verboten

Fußball und Fußballschuhe (Symbolbild)
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Fußball und Fußballschuhe (Symbolbild)

Der Teil-Lockdown in Deutschland wird bis zum 20. Dezember verlängert. Dies hat auch Folgen für den Amateursport. „Die Lage erlaubt es nicht, die Maßnahmen aufzuheben“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwochabend.

Update, Donnerstag (26. November), 10.30 Uhr:


Jetzt ist es also offiziell: die Bundesregierung erlaubt bis Weihnachten kein Amateursport. Da die Infektionszahlen noch immer hoch sind, hat die Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch nun weitere Einschränkungen beschlossen. Die nun getroffenen Maßnahmen gelten zunächst bis zum 20. Dezember, eine Verlängerung ist aber nicht ausgeschlossen.

„Die Lage erlaubt es nicht, die Maßnahmen aufzuheben“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend. „Sie werden zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt. Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung. Geduld, Solidarität und Disziplin werden auf eine harte Probe gestellt.“


Zwar hat sich der Bayerische Fußball-Verband bereits dazu entschieden, vorzeitig in die Winterpause zu gehen, aber um im Februar den Spielbetrieb zumindest in Regionalliga Bayern und in der Bayernliga Süd aufnehmen zu können, braucht es im Januar Lockerungen für den Amateurfußball. Jetzt hängt alles davon ab, ob in den nächsten Wochen die Infektionszahlen deutlich nach unten gehen.

Vorbericht

Seit Ende Oktober herrscht in Deutschland bundesweit ein Teil-Lockdown. Die Bundesländer wollen diesen zunächst bis zum 20. Dezember verlängern. Dies würde auch den Sport betreffen, der dadurch nicht auf die erhofften Lockerungen setzten kann.

Der Teil-Lockdown führt zum Erliegen der Vereinsgeschehen.

Der Deutsche Olympische Sportbund schlägt Alarm. „Die Sorgen werden von Woche zu Woche buchstäblich größer“, sagte DOSB-Chef Alfons Hörmann gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. Durch den Teil-Lockdown herrscht nun seit Wochen ein Trainings- und Wettkampfverbot für Freizeit- und Amateursportler.

Dadurch komme es einem spürbaren Mitgliederschwund, einem Nachlassen an ehrenamtlichen Engagement und „das gesamte Vereinsgeschehen zum Erliegen“. Viele Vereine verzeichnen wegen der Absage von Wettkämpfen und Veranstaltungen erhebliche finanzielle Einbußen.

Vier-Stufen-Plan für Kinder und Jugendliche

Die Verbände fordern weiterhin von der Politik, zumindest im Nachwuchssport Lockerungen zu erlassen. Aktuell können nur in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern Jugendliche bis 18, in Berlin bis zwölf jährige trainieren. Die Deutsche Sportjugend legte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vor, unter dem Kinder und Jugendliche unter Corona-Bedingungen Sport treiben können. „Die Vereine „erfüllen wesentliche und wichtige außerschulische Bildungsarbeit für Kinder“, hieß es in dem Schreiben.

Profis dürfen auf Lockerungen der Quarantänezeit hoffen

Für den Profi-Sport bedeutet dies, dass weiterhin keine Spiele vor Fans zugelassen werden könnten. Die Klubs dürfen auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Zudem könnte eine neue Quarantänezeit den Profivereinen zur Gute kommen. Diese soll von 14 auf zehn Tage verkürzt werden und hätte einen entlastenden Effekt.

ma/dpa

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