Ein Stufenplan soll entwickelt werden

„Arbeiten an Lockerungsplan“: Herrmann gibt Hoffnung für den Amateursport

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)

Wie geht es mit dem Breiten- und Amateursport weiter? Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann stellt Lockerungen bei weiter sinkenden Corona-Infektionszahlen in Aussicht. „Mein Ziel ist, konkrete Perspektiven zu schaffen“, betont der CSU-Minister.

Bayern - Zuletzt wurden die Rufe nach Lockerungen im Breiten- und Amateursport immer lauter. Nun äußerte sich auch Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann und gibt aufgrund der sinkenden Infektionszahlen den Vereinen und Sportlern etwas Hoffnung.


Sportminister Herrmann: „Wir erarbeiten Lösungen“

„Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen“, sagte Herrmann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Minister betont, dass der Amateur- und Breitensport für die Gesundheit der Bürger enorm wichtig sei.


„Wir arbeiten derzeit intensiv an einem Lockerungsplan für den Amateur- und Breitensport in Bayern, damit dieser unter entsprechenden Hygieneauflagen - so schnell es geht - wieder möglich wird“, so der CSU-Politiker weiter. „Wir setzen daher alles daran, dass wir dem „Sportland Bayern“ auch in Corona-Zeiten bald wieder gerecht werden können.“

Sportminister Herrmann: „Mein Ziel ist, konkrete Perspektiven zu schaffen“

Laut den letzten Beschlüssen der Sportministerkonferenz aus der vergangenen Woche soll jetzt eine Arbeitsgruppe zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund einen Stufenplan entwickeln, um einheitliche Schritte zur Öffnung bundesweit vorzugeben. Herrmann: „Dem organisierten Sport sind bundesweit gleiche Öffnungsszenarien mit einer einheitlich verwendeten Sportbegrifflichkeit ein großes Anliegen.“

Am 3. März soll in der Bund-Länder-Konferenz wieder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie gesprochen werden. Sollten die Infektionszahlen weiter sinken, könnten weitere Lockerungen folgen - eventuell auch im Amateur- und Breitensport. „Mein Ziel ist, konkrete Perspektiven zu schaffen“, betont der CSU-Minister. Doch die verschiedene Virusmutationen sorgen weiterhin für Verunsicherungen.

BFV-Präsident Koch: „Der Amateursport benötigt eine greifbare Perspektive“

Ein Kreisligist aus Nürnberg startete zuletzt eine Online-Petition mit der Forderung, dass der Sportbetrieb im Freien vor allem für Kinder und Jugendliche wieder aufgenommen werden darf. Die Aktion hatte sofort Erfolg, bislang haben über 12.000 Personen (Stand Freitagvormittag) die Petition unterschrieben.

Auch 14 bayerische Großvereine haben sich in einem Positionspapier zu Wort gemeldet und forderten eine Öffnung der Sportvereine anhand einer Sportampel. Auch der SV Wacker Burghausen war darunter. „Der Amateursport benötigt eine greifbare Perspektive, ein Signal, wann wir wieder zurück auf die Sportplätze können“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch zuletzt im Interview.

ma

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