Beinschuss-Direkt: "Das Rosenheimer Herbstfest hat ein großes Loch gerissen"

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Daniel Kleiner (r.) mit Beinschuss-Redakteur Tobias Ruf

Beinschuss-Direkt hat sich in dieser Woche mit Daniel Kleiner vom ASV Happing beschäftigt. Der Kapitän, Jugendtrainer und Kassenwart hat derzeit fast nur Positives zu berichten. Wäre da nicht das Rosenheimer Herbstfest gewesen. . .

Beinschuss-Direkt hat sich in dieser Woche mit Daniel Kleiner vom ASV Happing beschäftigt. Der 23-Jährige ist neben seiner Funktion als Kapitän der A-Klasse-Mannschaft auch Trainer der C-Jugend und Kassenwart des Teams. Zudem ist er Teil einer prominenten Familie und ein wirklich aufgeweckter Bursche.

Das Interview führte Tobias Ruf

Beinschuss.de: "Dem ASV Happing gelingt der Durchmarsch in die Kreisklasse" - Wie gefällt dir diese Schlagzeile?

Daniel Kleiner: Die klingt natürlich super. Aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir sind zwar Tabellenführer, aber die Saison ist noch sehr sehr lang. Wir freuen uns natürlich, dass es so gut läuft. Aber letztlich wollen wir eine gute Saison spielen, Aufstieg hin oder her.

Wie ist die Happinger Erfolgsgeschichte zu erklären?

Kleiner: Wir sind einfach eine geile Truppe. Der Abstieg vor zwei Jahren hat uns richtig gut getan. Wir haben damals beschlossen, den Karren gemeinsan aus dem Dreck zu ziehen und sind dadurch unheimlich zusammengewachsen. Auf dem Platz haben wir unser System gefunden und an den entsprechenden Stellen gute Spieler verpflichtet.

Geht dir das alles nicht zu schnell?

Kleiner: Wir haben mit dieser rasanten Entwicklung natürlich nicht gerechnet. Aber wir nehmen sie gerne an und schauen ganz entspannt, wie sich die Saison so entwickelt.

Mit welchem Tabellenplatz wärst du denn letztlich zufrieden?

Kleiner: Natürlich wollen wir in der oberen Hälfte stehen. Aber die spielerische Entwicklung ist mir unter dem Strich wichtiger als der Tabellenplatz. Und die positive Entwicklung betrifft ja nicht nur sportliche Komponenten.

Sondern?

Kleiner: Es geht um das gesamte Konstrukt ASV Happing. Wir sind in Sachen Öffentlichkeitsarbeit sehr aktiv, Woche für Woche kommen immer mehr Zuschauer auf unsere Sportanlage. Das ist aber nur möglich, wenn sich jeder Einzelne einbringt und das Vereinsleben mitgestaltet.

Von wem ging diese Intiative aus?

Kleiner: Steve Madsack und Andi Kasprzyk haben sich zusammengesetzt und ein Konzept entwickelt, wie man dem ASV Happing eine gesunde Basis verschaffen kann. Das haben sie uns vorgestellt und jeden mit ins Boot geholt. Alle ziehen mit, das ist das Bemerkenswerte.

Welche Rolle übernimmst du?

Kleiner: Ich teile Flyer aus und bin nebenbei der Kassenwart und der Verantwortliche für den Verkauf von Snacks und Getränken während eines Heimspiels.

Wie ist der Kassenstand?

Kleiner: Es schaut gut aus. Das Rosenheimer Herbstfest hat ein kleines Loch verursacht. Wir haben zwei Tische reserviert und einen großen Teil der Mannschaftskasse dort verbraten. Aber es hat sich gelohnt.

Du gehst also auch abseits des Platzes vorne weg. Wie siehst du deine Position auf dem Feld?

Kleiner: Ich bin der Kapitän, das spricht eigentlich für sich. Viele sagen mir, dass ich noch zu still bin auf dem Feld. Daran muss ich sicher arbeiten.

Mir ist vor allem deine Fair-Play-Einstellung positiv aufgefallen

Kleiner: Ich komme am Sonntag auf den Platz, um Fußball zu spielen. Klar wird mal diskutiert, aber alles muss im Rahmen bleiben. Da will ich meinen Teil beitragen.

Bist du auch im Privaten einer, der gerne die Initiative ergreift?

Kleiner: Ja, denke ich schon.

Privat ist ein gutes Stichwort. Du bist mit der Schwester von 1860-Profi Julian Weigl liiert. Hast du Kontakt zu Julian?

Kleiner: Ja, wir haben intensiven Kontakt. Leider haben wir beide nicht so viel Zeit. er ist oft auf Achse und ich trainiere ja nebenbei noch die C-Jugend. Da bleiben leider nicht viele Freiräume.

Gibt er dir Tipps?

Kleiner: Auf jeden Fall. Von einer solchen Quelle kann ich ja nur profitieren. Er gibt mir einige taktische Hinweise, die ich natürlich umzusetzen versuche.

Das hilft dir mit Sicherheit auch in deiner noch jungen Trainerkarriere

Kleiner: Natürlich. ich bin erst seit dieser Saison der Coach der C-Jugend, ein richtiger Frischling sozusagen. Ich muss noch viel lernen, hole mir aber von einigen wichtigen Seiten Tipps.

Welche Seiten sind das?

Kleiner: Es helfen mir immer wieder Jungs aus der ersten Mannschaft, das ist ein super Input. Auch unser Trainer Marc Wolf ist eine ganz wichtige Quelle.

Wie bist du zu deiner Trainertätigkeit gekommen?

Kleiner: Wir wollen dem ASV Happing auch eine gute personelle Basis geben. Ich fühle mich da in der Verantwortung. Als Kapitän der ersten Mannschaft kann ich den jungen Spieler ein klares Zeichen geben, dass es sich lohnt, bei diesem tollen Verein zu bleiben.

Welche Argumente habt Ihr, um die Jungs zu überzeugen?

Kleiner: Wir stehen als Verein eng zusammen und auch sportlich läuft es wieder richtig gut. Ein neuer Traingsplatz ist am Entstehen und bald wird der komplette Kabinentrakt saniert. Hier ist richtig Bewegung drin, das ist an allen Ecken zu merken. Happing ist ein super Verein, ich identifiziere mich voll und ganz mit dem ASV.

Das spürt man und ist ein passendes Schlusswort. Danke für das Gespräch

 

 

Quelle: rosenheim24.de

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