Der Trainer des Bundesligisten im Beinschuss-Interview

BSC-Coach Brandlmaier: „Das Ziel ist das Final Four in den nächsten Jahren“

Teambesprechung bei den BSC Beach Boyz
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Als Trainer lenkt Matthias Brandlmaier (mitte) die Geschicke der BSC Beach Boyz.

Waldkraiburg - Die BSC Beach Boyz aus Waldkraiburg spielten 2020 ihre beste Saison der Vereingeschichte. In der erst dritten Bundesliga-Spielzeit erreichte man einen sensationellen siebten Platz. Beinschuss.de hat mit Trainer Matthias Brandlmaier über die abgelaufene Saison und die Zukunft der Beach Boyz gesprochen.

Hallo Matthias. Wie würdest Du eure dritte Bundesliga-Saison rückblickend beschreiben?

Matthias Brandlmaier: Als sehr erfolgreich. Unser Ziel war eine Platzierung unter den Top 8, was wir mit Platz sieben ja auch geschafft haben. Natürlich haben wir noch viel Luft nach oben, aber diese Saison haben wir definitiv wieder einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Hattet ihr mit solch einer guten Saison gerechnet?

Brandlmaier: Groß rechnen kann man ja nie mit so etwas. Aber wir haben es uns auf jeden Fall gewünscht. Wir hatten die Vorbereitung mit zwei Trainingslagern und vielen Testspielen exakt auf das ganze ausgelegt. Doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Danach hatten wir in Bayern natürlich einen Nachteil gegenüber den Teams aus den anderen Bundesländern. Während die anderen Teams schon wieder normal trainieren durften und auch schon wieder Testspiele bestritten, durften wir bis kurz vor Saisonstart nicht einmal mit Körperkontakt trainieren. Unter diesen ganzen Gesichtspunkten sind wir mehr als zufrieden mit unserem Team.
Wo wollt ihr noch hin? Was sind die Ziele für die nächsten Jahre?
Brandlmaier: Wir wollen definitiv weiter nach oben. Aber alles step by step. Wir wollen die Mannschaft in Ruhe entwickeln und uns jedes Jahr verbessern. Das große Ziel ist auf jeden Fall das Final Four in den nächsten Jahren. Das ist das größte im deutschen Beachsoccer. Jeder Spieler hat einfach richtig Lust darauf, in Warnemünde dieses Turnier vor knapp 3000 Zuschauern zu spielen. Da wollen wir hin.
Das Nonplusultra im deutschen Beachsoccer sind die Rostocker Robben. Was muss braucht es, um vielleicht in ein paar Jahren an diesem Niveau schnuppern und vielleicht sogar europäisch spielen kann?
Brandlmaier: Erfahrung, ganz ganz viel Erfahrung. Und dann natürlich auch sehr sehr viel Training und Wettkampf. Wir müssen einfach stetig Jahr für Jahr hart an uns arbeiten, dann werden wir es vielleicht auch mal schaffen in diese Regionen vorzustoßen. Die Teilnahme am Euro Winners Cup (Die Champions League des Beachsoccers) wäre natürlich der absolute Traum.
Was macht Beachsoccer „geiler“ als normalen Fußball? Warum haben sich die Spieler der Beach Boyz für den Beachsoccer entschieden?
Brandlmaier: Das Spektakel. Du hast beim Beachsoccer immer Action. Im Schnitt alle 30 Sekunden einen Torabschluss und es fallen immer viele Tore. Ein 8:6 ist im Beachsoccer schon fast ein normales Ergebnis. Auch ist der Fallrückzieher ein gern gesehenes Mittel auf Sand, durch den viele Tore passieren. Dann hat man immer Moderation und Musik während den Spielen, in etwa wie beim Beachvolleyball. Und du spielst meistens am Meer oder an einem See.
Brandlmaier: Unsere Jungs hatten einfach Bock auf Beachsoccer. Es ist jetzt aber nicht so, dass du deswegen nicht mehr Fußball spielen kannst. Einiger unserer Jungs spielen auch noch ganz normal Rasenfußball in diversen Vereinen. Das kann man definitiv unter einen Hut bringen.
Wie wollt ihr den Beachsoccer in der Region noch bekannter und beliebter machen?
Brandlmaier: Wir sind gerade in der Planung, einen eigenen Platz in Waldkraiburg zu bauen. Das bringt uns als Verein dann nochmal ganz andere Möglichkeiten. Dann können wir eigene Turniere veranstalten mit Fußballvereinen aus der Region, die Lust haben, in der Sommerpause mal auf Sand zu kicken. Auch können sich dann auch gerne Teams melden, die in der Vorbereitung mal ein Training auf Sand machen wollen, um den Spielern mal ein bisschen Abwechslung zu bieten. Auch diverse Kids Camps wird es dann geben und natürlich wollen wir auch die Deutsche Beachsoccer-Liga nach Waldkraiburg bringen. Auch planen wir dann ein U19 oder U21 Team und, so wie es aussieht, auch eine Frauenmannschaft.
Wo können sich Fußballer melden, wenn sie Lust haben, Beachsoccer einmal auszuprobieren?
Brandlmaier: Das ist ganz einfach. Jeder, der mal mittrainieren will, kann uns über Facebook oder Instagram anschreiben. Jeder ist herzlich eingeladen, sich das ganze mal persönlich anzusehen.
Wie geht es im Winter mit den Beach Boyz weiter?
Brandlmaier: Aktuell haben wir Pause, da sich der Großteil der Mannschaft im Urlaub befindet. Im Anschluss werden wir ganz locker noch einmal die Woche trainieren - solange es das Wetter zulässt. Es kann sein, dass wir im November noch den DFB-Pokal spielen, dieser sollte eigentlich Anfang April ausgetragen werden, wurde aber aufgrund von Corona auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Dezember planen wir noch, je ein Turnier in Polen und eins in Spanien zu spielen, was wir aber wegen Corona noch nicht genau sagen können. Dann werden sich die Jungs bis Ende Februar individuell fit halten und Anfang März geht es dann in die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem Trainingslager in Spanien.
Vielen Dank für das Interview!

dg/ma



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