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Debatte um die Notbremse

SPD-Politiker Özdemir: Sport im Freien für Kinder ohne Altersgrenze

Fußball Training von Junioren
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Fußball Training von Junioren (Symbolbild).

Sport im Freien und kontaktlosen Sport für Kinder und Jugendliche soll von der geplanten Corona-Notbremse ohne Alterslimit herausgenommen werden. Das fordert zumindest der SPD-Politiker Mahmut Özdemir.

Berlin (dpa) - Der SPD-Politiker Mahmut Özdemir fordert eine Herausnahme des Sports im Freien und kontaktlosen Sport für Kinder und Jugendliche von der geplanten Corona-Notbremse ohne Alterslimit. „Wenn Kinder in der Kita und Schule Hygieneregeln einzuhalten haben, kann man es ihnen auch beibringen, wie sie kontaktlos Sport betreiben können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Ich glaube nicht, dass das eine Altersfrage, sondern eine pädagogische ist.“ In der Debatte um die Änderung des Infektionsschutzgesetzes war eine Begrenzung auf bis 14-Jährige die Rede.

„Sport im Freien ist kein Infektionstreiber“

Generell könne er zudem nicht verstehen, wenn die Sportverbände dank ihrer Hygienekonzepte sich top vorbereitet auf Corona und kontaktlosen Sport im Freien hätten, aber der Sport nicht vom Infektionsschutzgesetz mit Ausgangssperren ausgenommen würde. „Dann wären wir doch mit dem Klammerbeutel gepudert“, meinte Özdemir. „Unter dem Strich muss man sagen, Aerosolforscher hin oder her: „Sport im Freien ist kein Infektionstreiber.“ Dass die Politik dies bisher nicht hören wollte, bezeichnet er „als Versäumnis, das man jetzt dringen korrigieren muss“.

Özdemir fordert Mitgliedsbeiträge für Kinder zu finanzieren

Um dem Mitgliederschwund der Sportvereine als Folge der Pandemie zu begegnen, bekräftigt Özdemir den Vorschlag, eine Sport-Allianz für Deutschland ins Leben zu rufen, um Kindern den Mitgliedsbeitrag für ein oder zwei Jahre zu finanzieren. „Damit würden wir die Kinder in die Vereine zurückbringen und die Vereine stärken“, sagte er. „Es sei „dreimal wertvoller“, so eine Sport-Allianz zu finanzieren, als wenn wir Corona-Hilfspakete schnüren und die Vereine sagen, zuviel Bürokratie. „Das wäre ein Schluck aus der Pulle, der sinnvoll wäre. Das wäre ein richtiger Kracher“, meinte Özdemir.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) müssten „jetzt mal ein Zeichen setzen“. Özdemir: „In ihren Haushalten sollten sie aus den Resten von Corona-Hilfspaketen, die nicht wirken, das Geld zusammenkratzen und damit einen Topf mit der Summe X füttern.“ Auch die Ländern sollten ihren Beitrag dazu leisten: 90 Prozent der Bund, 10 Prozent die Länder.

dpa

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