Gefahr einer Ansteckung so gut ausgeschlossen

Aerosol-Experte Scheuch: „Fußball ist völlig unbedenklich“

Fußballmannschaft im Training (Symbolbild).
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Fußballmannschaft im Training (Symbolbild).

„Fußball ist völlig unbedenklich“, sagte Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch, der damit Training mit Körperkontakt als problemlos ansieht. „Lasst die Leute, speziell die Kids, wieder kicken. Es ist ja Wahnsinn, was wir aktuell machen“, so der 65-Jährige weiter.

Frankfurt/Main (dpa) - Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch hält die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus beim Training und bei Spielen von Mannschaftssportarten im Freien für so gut wie ausgeschlossen.

„Kleingruppen und Training streng auf Abstand ergeben keinen Sinn“

„Fußball ist völlig unbedenklich. Bei Indoor-Sportarten muss man genauer hinschauen, aber auch hier ist Angst aus meiner Sicht unangebracht“, sagte der 65 Jahre alte Biophysiker im Interview auf dem Online-Portal „dfb.de“. „Sporthallen sind in der Regel sehr groß. Wenn man dort nicht Unmengen an Menschen versammelt und darüber hinaus eine gute Lüftung hat, ist auch Indoor-Sport möglich.“ Die Lüftung sei entscheidend.

Selbst Fußball-Training nur in Kleingruppen oder kontaktfrei sei nicht notwendig. „Klares Nein. Spielformen, Zweikämpfe, also ein ganz normales Mannschaftstraining sind problemlos möglich“, sagte Scheuch. „Kleingruppen und Training streng auf Abstand ergeben keinen Sinn.“

„Es ist ja Wahnsinn, was wir aktuell machen“

Für das grundsätzliche Verständnis sei wichtig: Ansteckungen würden durch Aerosole, nicht durch Kontakte entstehen. „An der frischen Luft verflüchtigen sich Aerosole sehr schnell, die nötige Konzentration für eine Ansteckung wird dadurch nicht erreicht“, erklärte der Forscher.

Darüber hinaus seien die Kontaktzeiten im Fußball ohnehin sehr kurz. „Darum: Lasst die Leute, speziell die Kids, wieder kicken. Es ist ja Wahnsinn, was wir aktuell machen“, meinte Scheuch.

dpa

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