Verband verabschiedet einen Vier-Punkte-Plan

Entscheidung gefallen: BFV gibt Pläne für Saison-Abbruch bekannt

Fußball in Zeiten von Corona (Symbolbild)
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Fußball in Zeiten von Corona (Symbolbild)

Am Montagabend tagte der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes und diskutierte über einen möglichen Saison-Abbruch. Dazu hat BFV einen Vier-Punkte-Plan erarbeitet: Sollte bis 3. Mai kein uneingeschränkter Trainingsbetrieb möglich sein, wird die Saison abgebrochen.

Update, 10.15 Uhr:

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat in einer Videokonferenz einen Vier-Punkte-Plan für den Umgang mit der weiter wegen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden staatlichen Verfügungslagen unterbrochenen Spielzeit 2019/20 im Männer-Bereich, die ursprünglich bis zum 30. Juni beendet werden sollte, verabschiedet:

  • 1. Sollte ab dem 19. April kein flächendeckender Trainingsbetrieb mit Kontakt in Bayern möglich sein, ist die Durchführung des Ligapokal-Wettbewerbs nicht mehr möglich. Entsprechend wird dieser auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene als Zusatzwettbewerb gestrichen. Diese Regelung gilt nicht für die Regionalliga Bayern, für deren Ligapokal-Wettbewerb vom Verbandsvorstand im Dialog mit den betreffenden Vereinen noch eine gesonderte Entscheidung zu treffen ist.
  • 2. Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punkt-Runden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden. Hierzu werden alle Vereine vor der Entscheidung des Verbandsvorstands durch Einholung eines Meinungsbilds mit einbezogen. Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die Bestimmungen der Spielordnung (§ 93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.
  • 3. Der Verbandsvorstand hält einen Spielbetrieb unter der Voraussetzung, dass jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen ist, in der Fläche für nicht durchführbar und unter den aktuellen staatlichen Rahmenbedingungen nicht realisierbar.
  • 4. Der Toto-Pokal-Wettbewerb soll im Austragungsmodus noch nicht verändert werden. Bezüglich der möglichen Fortführung des Toto-Pokal-Wettbewerbs bzw. der Ermittlung des Teilnehmers an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wird ein separater Vorschlag im Dialog mit den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen durch den Verbandsvorstand erarbeitet.

Für die Frauen, Juniorinnen und Junioren gelten die Punkte 2 und 3 analog. Beim Verbandspokal-Wettbewerb der Frauen und der Juniorinnen sowie Junioren werden individuelle Lösungen noch erarbeitet.

Pressemitteilung BFV

Vorbericht

München - Die Rufe nach einem Abbruch der im Sommer 2019 begonnen Saison werden immer lauter und kommen offenbar auch in der Zentrale des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) an.

Die Sitzung soll sich länger gezogen haben - Ergebnis nicht bekannt

Am Montag veröffentlichten 17 ostbayerische Vereine aus der Bayern- und Landesliga einen offenen Brief und schilderten darin ihre Sorgen und Nöte. Zudem riefen sich den BFV dazu auf, endlich „Größe zu zeigen“ und forderten den Abbruch der Saison 2019/21.  „Liebe BFV-Entscheidungsträger, bereitet diesem Wahnsinn bitte ein Ende und schenkt uns Gehör. Ihr betont doch immer, dass das Wohl der Vereine über allem steht“, schrieben die Vereine am Ende des Briefes.

In den Kreisen des Verbandes wurde dies offenbar aufgenommen und am Montagabend soll die Verbandsspitze digital getagt haben. Nach Informationen der PNP ging es dabei konkret um einen möglichen Saison-Abbruch, ein Ergebnis war aber aufgrund der langen Sitzung am späten Abend nicht mehr bekannt. Es soll vor allem um den Zeitpunkt einens möglichen Abbruchs gegangenen sein. Diskutiert wurde wohl, ob man sofort abbrechen oder ein bestimmtes Datum nennen sollte, bis zu dem wieder gespielt werden müsste.

BFV hoffte zuletzt noch auf Lockerungen ab dem 13. April

Wie der BFV bereits mitteilte, müsste der Re-Start Anfang Mai erfolgen, um bis Ende Juni die Ligen mit allen ausstehenden Spielen noch zu beenden. Doch aufgrund der Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April und der steigenden Corona-Infektionszahlen läuft dem Verband die Zeit davon.

Vergangene Woche hoffte der BFV noch auf Lockerungen ab dem 13. April und Verbandsspielleiter Josef Janker sagte zuletzt, dass man „keine Entscheidung über das Knie brechen“ wolle. Der Verband hofft zudem, dass noch einige Spiele ausgetragen werden können, damit die Tabelle bei der Anwendung der Quotienten-Regel gerechter wird.

Auch bei einer Umfrage von beinschuss.de sprechen sich 70 Prozent für einen Abbruch der Saison 2019/20 aus, 24 Prozent sind dagegen.

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ma

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