PM: Safety first die Devise gegen Landshut – Interimscoach Unterhuber zufrieden

Ampfing mit Nullnummer bei Hofstetter-Debüt

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Daniel Hofstetter im Duell mit Landshuts Rafael Jorge, hinten Oliver Weichhart.

Ampfing - Der TSV Ampfing hat eine Woche nach der 1:5-Klatsche in Kastl die Konsequenzen gezogen und mit einer sehr defensiven Aufstellung ein 0:0 gegen die SpVgg Landshut erkämpft. Interimscoach Robert Unterhuber bot eine Fünferkette auf, in der Neuzugang Daniel Hofstetter gleich das Kommando übernahm.

„Stabilität war die oberste Prämisse“, erklärte Unterhuber und fügte an: „Nach der Leistung in Kastl haben wir uns diesen Punkt erarbeitet.“ Dass die Schweppermänner trotz des Punktgewinns auf den letzten Platz der Landesliga Südost zurückgefallen sind, weil das bisherige Schlusslicht aus Dachau überraschend mit 4:0 in Grünwald gewann, tut erst einmal nichts zur Sache. Hauptsache ist, dass die Null hinten stand. „Natürlich hat das etwas destruktiv ausgesehen, aber mit dem Personal, das wir derzeit zur Verfügung haben, war ja auch kein offensiveres Spiel möglich“, weiß auch Sportlicher Leiter Adrian Malec.

In den ersten 45 Minuten sahen die 250 Zuschauer praktisch keine echte Torgelegenheit, das Ampfinger Abwehrbollwerk vereitelte die Bemühungen der Gäste, die nun auch schon seit vier Runden auf einen Dreier warten. Spielmacher Tobias Steer wurde von Anel Salibasic und Marcell Arnold gut abgeschirmt, so dass es dem Landshuter Offensivspiel auch etwas an Ideen mangelte. 

Unterhuber: „Ganz kann man so einen Mann nicht aus dem Spiel nehmen, aber wir wussten, dass wir seine Kreise einengen müssen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Ein Rückstand wäre fatal gewesen.“ Wohl gleichbedeutend mit einer Niederlage, denn das Fehlen der Offensiv-Individualisten Liviu Pantea und Nadil Buljubasic können die Schweppermänner, die auch auf Kapitän Waldemar Miller, Mateo Cacic und Christian Richter verzichten mussten, derzeit nicht kompensieren.

„Landshut ist in der Defensive durchaus verwundbar, aber wir haben aktuell nicht die Leute, die das aufdecken können. Es wäre jetzt frech zu behaupten, dass wir auch als Sieger vom Platz hätten gehen können“, so Unterhuber. Die Chance auf den Lucky Punch gab es dennoch. In der 82. Minute scheiterte aber Fehim Dedic aus spitzem Winkel an Verteidiger Alexander Hagl, der für seinen geschlagenen Keeper den Ball von der Linie drosch. Großes Glück umgekehrt für die Gastgeber, als Florentin Seferi in der 90. Minute die Kugel unbedrängt am Ampfinger Kasten vorbeisetzte.

TSV Ampfing - SpVgg Landshut

Dass sich die Ampfinger Offensivkräfte Dedic, Daniel Toma und Onur Kaya nicht recht mit der Spielweise anfreunden konnten, ist für Unterhuber von untergeordneter Bedeutung: „Sie müssen begreifen, dass jeder Meter, den sie nach hinten machen, entscheidend ist. Insgesamt haben wir das Zentrum gut dicht bekommen. Hofi hat bei seinem Debüt gleich die Regie übernommen, die richtigen Anweisungen gegeben und länger durchgehalten als erwartet.“ Der ehemalige Kapitän des SV Wacker Burghausen biss sich trotz fast einjähriger Spielpause im Zentrum der Fünferkette bis zur 75. Minute durch, ehe Wahid Alemi seinen Part übernahm.

Inwieweit kommende Woche beim Auswärtsspiel in Unterföhring bereits ein neuer Mann an der Seitenlinie steht, konnte Malec noch nicht sagen: „Die Gespräche laufen.“

TSV Ampfing: Süßmaier – Frisch, Alemi, Hofstetter (75. Aigner), Moisi, Sherifi – Salibasic, Arnold – Toma, Kaya (58. Weichart), Dedic (83. Yazici). Trainer: Unterhuber.

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Kasenow (Ingolstadt)

Zuschauer: 250.

Gelb: Alemi – Seferi

MB.

Quelle: rosenheim24.de

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