Wasserburg vorne - Kastl, Töging, Erlbach sicher - SBR & SBC müssen kämpfen

Landesliga Südost: Unsere Teams im Beinschuss-Rückblick!

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Grüßen nach 21 Spielen von der Sonne: der TSV Wasserburg.
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Rosenheim/Traunstein/Erlbach/Kastl/Wasserburg/Töging - Mit dem 4:1 Heimsieg des SB Chiemgau Traunstein über den TSV Neuried am vergangenen Wochenende endete die Landesliga Runde im Jahre 2018. 21 meist unfassbar enge, umkämpfte und intensive Begegnungen standen für die Teams auf dem Programm. Wir blicken zurück auf den ersten Part der Landesligasaison 18/19 und analysieren, wie es den Teams aus unserer Region ergangen ist.

Angefangen natürlich mit dem Sensationsaufsteiger aus Wasserburg, für den es teils schon schwer ist die richtigen Worte zu finden. Zu souverän und abgebrüht spielt das Team der Wasserburger Löwen um Capitano Domi Haas, der erst vor kurzem bei uns im Beinschuss-Interview war,  die Begegnungen für einen Aufsteiger herunter und so steht der TSV nach 21 gespielten Begegnungen mit 49 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz der Landesliga Südost. Vor den ganz großen Favoriten, wie der SE Freising oder dem FC Deisenhofen. Betrachtet man rein die Zahlen, so kommt dies allerdings keineswegs überraschend. Mit 47 geschossenen Toren stellt der TSV - hinter dem TSV Kastl - den zweitbesten Sturm der Liga, mit nur 19 kassierten Gegentoren haben die Wasserburger sogar die wenigsten Gegentore aller Teams hinnehmen müssen. 

Wasserburg grüßt von der Sonne - Kastl, Erlbach und Töging im gesicherten Mittelfeld

Wie heißt es so schön: der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften. Es dürfte schon ein wenig mit dem Teufel zugehen, wenn die Wasserburger nicht auch bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen würden. Zu beeindruckend waren dafür die Siege gegen die direkten Aufstiegskandidaten aus

Freising

, das Spiel konnte mit 4:2 gewonnen werden, und gegen 

Deisenhofen

, wo die Wasserburger mit 2:0 gewinnen konnten. Die höherklassige Erfahrung, die Spieler wie die Gebrüder-Haas, Michael Pointvogel und Maxi Höhensteiger haben, ist da mit Sicherheit kein Nachteil. 

Vom Platz an der Sonne kommen wir zum gesicherten Mittelfeld der Liga, in dem sich gleich drei Teams aus unserer Region eingefunden haben. Nämlich der TSV Kastl (Platz 7), der SV Erlbach (8.Platz) und der FC Töging (11. Platz). Der TSV Kastl steht in dieser Saison so ein wenig für die Wundertüte und das Spektakel der Liga. Mergleichbar mit dem SV Werder Bremen vor ein paar Jahren. Vorne wie hinten klingelt es in regelmäßigen Abständen. Da überrascht es nicht, dass der TSV Kastl, obwohl er mit 48 geschossenen Toren den besten Sturm stellt, nur auf dem siebten Platz liegt. 41 kassierte Tore sind einfach zu viel, um ernsthaft weiter vorne angreifen zu können. Ein Problem dabei könnte die Abhängigkeit des magischen Dreiecks - bestehend aus Dominik Grothe, Sebastian Spinner und Leonhard Thiel - sein. Unglaubliche 41 Tore gehen auf das Konto der Sturmreihe. 

Kastl erinnert an Bremen - Töging mit furiosem Zwischenspurt - Erlbach solide 

Service:

Ein wenig gemächlicher geht es da schon beim SV Erlbach zu, die punktgleich mit dem TSV Kastl sind und auf dem achten Tabellenplatz rangieren (beide 34 Punkte). Die Erlbacher spielen eine solide Saison, in der vielleicht etwas mehr drinnen gewesen wäre, wie unter anderem der fulminante 4:1 Sieg gegen den TSV Wasserburg oder auch das starke 0:0 gegen den SE Freising zeigen. Vor der Saison konnte sich der SVE mit namhaften Zugängen verstärken und vielleicht schielte der ein oder andere auch Richtung vordere Plätze. Doch dieser Zug ist nach 21 Spielen bereits abgefahren. 13 Punkte beträgt bereits der Rückstand zwischen dem Tabellenzweiten aus Freising und dem SVE, der nach einer intensiven letzten Saison, allerdings auch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wird. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz beträgt bereits 15 Punkte. Ziel wird es also sein die jungen Spieler im weiteren Verlauf noch weiter zu integrieren. 

Anders als beim TSV Kastl oder beim SV Erlbach ging es beim FC Töging los, der katastrophal in die Landesligasaison gestartet war. Von Beginn an war klar, dass es nach den zahlreichen Abgängen von einigen Leistungsträgern nur um den Nicht-Abstieg gehen wird. Da ist ein Saisonstart mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen natürlich eher kontraproduktiv. Doch dann fing der FCT richtig Feuer und konnte eine starke Siegesserie von sechs Siegen in Serie feiern, die erst im Derby gegen den TSV Kastl beendet wurde (4:2 für Kastl). Weshalb die Verantwortlichen mit der Entwicklung des Teams wohl mehr als zufrieden sein können und der FC Töging, der bereits 31 Punkte sein Eigen nennen kann, wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wird. 

Mal wieder: Sportbund trotz starkem Saisonstart im Abstiegsrennen - Traunstein hat noch alle Möglichkeiten

Anders sieht es da bei unseren beiden Kellerkindern aus. Dem SB DJK Rosenheim und dem SB Chiemgau Traunstein. Dabei starteten die Rosenheimer so famos in die Saison und es schien eigentlich so, dass dieses Jahr endlich mal ein unaufgeregtes Jahr ohne Relegation werden wird. Aber da sah man sich getäuscht. Aus den letzten zehn Spielen konnte der SB DJK nur mickrige vier Zählerchen sammeln, weshalb der Sportbund traditionell schon wieder mittendrin im Abstiegskampf ist,da half auch die Entlassung von Coach Klaus Seidel nichts. So steht der Sportbund nun mit 21 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz, nur noch zwei Punkte vor dem Sportbund aus Traunstein, der auf dem 15 Platz rangiert. 

Dabei dürfen die Traunsteiner durchaus froh sein, noch vor der Winterpause auf Tuchfühlung mit dem rettenden Ufer gekommen zu sein. Denn der kleine Endspurt mit sechs Punkten aus den letzten drei Spielen und der Leistungssteigerung der SBC-Kicker sorgte dafür, dass der SBC nur noch einen Punkt hinter dem TuS Pfarrkirchen, der auf dem rettenden Ufer liegt,  verweilt. 

Derweil war vor der Saison auch überhaupt nicht klar, wie der Umbruch des Bayernliga-Absteigers funktionieren wird. Sehr viele erfahrene Spieler verließen den Verein und wurden durch weitestgehend sehr junge Spieler - teils aus Kanada - ersetzt. Nach einem wirklich überschaubaren Saisonstart hat sich der Sportbund aus Traunstein unter dem neuen Trainer Yunus Karayün, der den unter der Saison freigestellten Miroslav Polack ersetzte, immer besser entwickelt und kann durchaus auf den direkten Verbleib in der Landesliga hoffen. Bei diesem Ziel soll auch der neue Co-Trainer Özgür Kart weiterhelfen. 

Quelle: rosenheim24.de

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