Landesliga Südost: Vorschau 17. Spieltag

Abstiegskampf: Erlbach, ESV, Töging und SBR müssen punkten!

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Erlbach (rot) und Freilassing (weiß), zwei der hochgradig in den Abstiegskampf verwickelten Teams - hier im direkten Duell vor einigen Wochen.
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Rosenheim/Erlbach/Kastl - Der Spieltag steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfs: Der Sportbund aus Rosenheim sollte daheim möglichst dreifach punkten, Erlbach ist fast schon zum Siegen verdammt. An der Tabellenspitze sieht es anders aus - denn der Aufsteiger aus Kastl kennt solche Probleme heuer nicht.

Fünf Teams sind an diesem Spieltag im Einsatz, fast alle stecken mittendrin im Abstiegskampf. Nur die "Gallier" aus Kastl mischen ganz vorne mit - und könnten die Tabellenführung eventuell sogar ausbauen! Der SB Chiemgau Traunstein ist an diesem Wochenende spielfrei.

SB DJK Rosenheim - SE Freising (Samstag, 14:00 Uhr)

Hier steht Abstiegskracher drauf, und ein Abstiegskracher ist auch drin: Wenn die Grün-Weißen am heimischen Sportbund-Campus Freising empfangen, dann zählt eigentlich nur ein Sieg. Zwei Pünktchen trennt die Teams von Inn und Isar - Platz Elf gegen Platz Dreizehn.

Zwar ist keiner der beiden auf einem Abstiegs- beziehungsweise Relegationsplatz, doch gerade gegen einen direkten Konkurrenten muss einfach etwas geholt werden - um nicht in diese Regionen abzurutschen. Etwas holen wollte in der Vorwoche auch Holzkirchen in Freising - und der Favorit scheiterte kläglich. Die Rosenheimer sind also vorgewarnt.

Denn mit 4:1 fertigte die Truppe aus der Domstadt die Spitzenmannschaft ab. Eine klare Sache muss also nicht unbedingt erwartet werden vom Sportbund. Gepunktet werden sollte trotzdem - und das, wie gesagt, möglichst in Form eines Heimsiegs.

TSV Kastl - TSV Karlsfeld (Samstag, 14:00 Uhr)

Erst den damaligen Tabellenführer Landshut mit 3:0 geschlagen, am vergangenen Wochenende kassierte auch Geretsried drei Buden. Ausgerechnet der TuS, der bisher auf dem heimischen Rasen alle Spiele klar gewinnen konnte. 18 Punkte aus sechs Heimspielen - bis eben der TSV Kastl kam.

Service:

Der Aufsteiger steht nun unglaublicher Weise wieder an der Spitze! Mit 32 Punkten und einem Spiel weniger als die Konkurrenz. In der Denke von Coach Sven Vetter heißt das: Noch acht Punkte bis zum Klassenerhalt! An diesem Samstag ist die Eintracht aus Karlsfeld zu Gast. Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist ein Sieg dann fast schon als Pflichtaufgabe zu bezeichnen. Auch eine Bürde, die sich die Kastler redlich erarbeitet haben.

Denn Karlsfeld tut sich brutal schwer - die Eintracht wird bis zuletzt mit den anderen Inn/Salzach-Teams um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Aber Kastl wird auch diese Aufgabe fokussiert und besonnen angehen. Gerade vor den tollen heimischen Zuschauern. So wie bisher eben auch.

Zum sensationellen Abschneiden der Dorftruppe aus Kastl und den Hintergründen haben wir ein äußerst interessantes und exklusives Beinschuss-Direkt-Interview mit dem sicheren Rückhalt des TSV, Torhüter Egon Weber, geführt - welches ihr HIER nachlesen könnt!

ASV Dachau - ESV Freilassing (Samstag, 14:00 Uhr)

Es geht allmählich bergab für die Eisenbahner: Rang Fünfzehn, nur dreizehn Zähler bisher - der Aufsteiger tut sich schwer in der Landesliga, schwerer als er wohl selbst vermutet hätte. Am vergangenen Spieltag ein weiterer Tiefpunkt - als Türkgücü-Ataspor die Freilassinger im zweiten Abschnitt fast vorführte und vier Treffer markieren konnte.

Zu allem Überfluss meint es das Programm an diesem Wochenende nicht gerade besser mit den Grenzstädtern: Am Samstag geht es zum ASV Dachau. Ein richtig schwerer Brocken, der da auf die Mannschaft um Offensiv-Allrounder Albert Deiter wartet! Die Truppe aus dem Münchner Norden steht derzeit auf Rang Vier - und will wieder weiter nach oben. Könnte harte Kost werden für den ESV. Andererseits haben sich die Freilassinger gerade in solchen Spielen bei favorisierten Teams oft nicht schlecht verkauft. Scheint, als wäre das auch diesmal (bitter) nötig.

Der ASV hat durchaus noch Potenzial nach oben, nur vier Zähler Abstand auf den Relegationsrang - zudem noch eine Nachholpartie zu absolvieren. Freilassing muss sich definitiv warm anziehen - kann aber aber auch ein echtes Ausrufezeichen setzen!

TuS Holzkirchen - FC Töging (Samstag, 14:30 Uhr)

Auch aufgrund der vorherigen Absätze sollte eines klar sein: Als Favorit reist der FC Töging sicher nicht an. Auch wenn sich der TuS Holzkirchen gegen Freising einen Ausrutscher leistete - nochmal wird sich der Dritte sicherlich nicht abschießen lassen. Aber das ist mit Sicherheit auch nicht das primäre Ziel beim FC Töging.

Weiter Punkte sammeln steht auf dem Plan. Einen Sieg würde man selbstverständlich schon mitnehmen - gegen "nur" einen Punkt hätten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Klaus Maier aber sicher auch nichts einzuwenden. Töging rangiert derzeit auf dem zwölften Platz in der Landesliga Südost.

SV Erlbach - TSV Eching (Sonntag, 14:30 Uhr)

Wenn am Sonntag zum Abschluss des Landesliga-Wochenendes der SV Erlbach den noch glückloseren TSV Eching im Waldstadion empfängt, dann ist das noch einmal "Abstiegskamp brutal". Zwei Teams, die bisher doch weit hinter ihren Erwartungen - vor allem denen, die sie an sich selbst gestellt haben - zurückliegen, eine miserable Vorrunde gespielt haben.

Bei den Holzland-Kickern haben verschiedenste Gründe dazu beigetragen: Der zu verdauende Abstieg aus der Bayernliga, die knüppelharte Abstiegs-Relegation über drei Runden und elend lange Wochen, kaum Sommerpause, schwer zu verkraftende Abgänge wie Goalgetter Christoph Popp (der sein Glück seit diesem Spieljahr beim SV Wacker Burghausen versucht), Neuzugänge die vielleicht noch nicht so eingeschlagen haben - und eine ewig lange Verletztenliste. Alles keine Ausreden - sondern Gründe.

Trotzdem muss man auch vom verbleibenden Kader mehr verlangen können. Und nicht zuletzt tun dies die Erlbacher selbst. Trainer Robert Berg wäre der Letzte, der Ausflüchte sucht - oder den Spielern, die er zur Verfügung hat ein Quasi-Alibi verschafft. Doch man muss nicht lange drumherum reden: Nicht auch wenn - sondern gerade weil - es bis zur herbeigesehnten Winterpause einfach nur ums Überleben geht - zuhause gegen den Vorletzten Eching zählt nichts anderes als ein Sieg!

Quelle: rosenheim24.de

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