PM: TSV Bogen - SV Erlbach

Erlbach kassiert in Niederbayern die höchste Saisonniederlage

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Bogen - Keinen guten Tag erwischte der SV Erlbach beim Gastspiel beim TSV Bogen, folgerichtig hieß es am Ende vor 160 Zuschauer 4:0 für die Rautenstädter – die höchste Niederlage für den SVE in der bisherigen Saison.

Bereits der Start verlief alles andere als optimal, schon nach neun Minuten musste Trainer Jens Kern das erste Mal wechseln. Christoph Riedl hatte sich an der Leiste verletzt, für ihn kam Franz Holzner ins Spiel. Zehn Minuten später drang Bogens Przemyslaw Warminski in den Strafraum des SV Erlbach ein und wurde von Alexander Fischer abgeräumt. Schiedsrichter Vinzenz Pfister (Oberbergkirchen) entschied auf Strafstoß. Lukas Käufl lief an, Klaus Malec erahnte aber die Ecke und hielt den Ball. Im Nachsetzen foulte Käufl den Torwart und sah dafür gelb (21).

Wieder Verletzungspech kurz vor der Halbzeit

Das Spiel hatte zu diesem Zeitpunkt ein hohes Niveau und wurde von beiden Teams mit Einsatz und Verbissenheit geführt. Der verschossene Elfmeter gab dem SVE aber nicht den erhofften zusätzlichen Schwung, Bogen erhielt die Zusatzmotivation und kam durch einen Drehschuss von Simon Meindl zum 1:0 (28.). Dem Team von Trainer Kern blieb dagegen das Verletzungspech treu, bei einem Freistoß bekam Timm Schwedes den Ball aus etwa neun Metern frontal ins Gesicht, der Mittelfeldspieler blieb benommen liegen und musste ausgewechselt werden. Winterneuzugang Alexander Randlinger kam so zu seinem Landesligadebüt (44.).

Bogen macht den Sack in nur 14 Minuten zu

Nach dem Seitenwechsel kam es dann knüppeldick für den SV Erlbach. Ausgangspunkt für den zweiten Treffer war ein eigener Freistoß am Strafraum, der zum Gegner gespielt wurde. Bogen reagierte schnell, Balthasar Sabadus drang in den Sechzehner ein, narrte zwei Gegenspieler und schloss ab. Der Ball wurde noch abgefälscht und schlug über Malec ein (60.). Die Spieler aus dem Holzland verloren nun zunehmend den Faden, ließen mittlerweile aber auch Einstellung und Willen vermissen. Einen weiten Diagonalball unterschätzte Malec, Meindl konnte den Ball über den herauslaufenden Torwart hinweg zum 3:0 einköpfen (67.).

Den Schlusspunkt setzte Warminski, der von einem erneuten Ballverlust der Erlbacher in der Vorwärtsbewegung profitieren konnte. Der starke Mittelfeldspieler hielt aus mehr als 30 Metern einfach mal drauf, die Kugel schlug zum 4:0 ein (74.). Nach drei Toren binnen 14 Minuten musste man nun Angst haben, dass man bei den Niederbayern vollends unter die Räder kommt und noch höher abgeschossen wird, doch die Heimmannschaft gab sich mit dem Ergebnis zufrieden, Erlbach konnte ein noch schlimmeres Debakel verhindern.

"Mannschaft muss grundlegend anders auftreten"

Zufriedenheit herrschte natürlich auf Seiten des TSV Bogen, "Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Wir haben den Schock des vergebenen Strafstoßes gut weggesteckt und das Spiel am Ende verdient gewonnen", stellte Helmut Muhr, der Sportliche Leiter beim TSV Bogen, nach Spielende fest. Ganz anders war die Stimmung bei Ralf Peiß, seinem Pendant beim SV Erlbach: „Wenn man so weiterspielt – mit so einer Einstellung bzw. ganz ohne Einstellung und mit ganz schlechter Körpersprache – wird man in der Landesliga kein Spiel mehr gewinnen. Wir haben jetzt mit Töging, Kastl und Wasserburg drei enorm schwere Spiele innerhalb eine Woche vor der Brust, da muss die Mannschaft grundlegend anders auftreten“.

Pressemitteilung SV Erlbach

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